Mozartwoche in Salzburg

Schon 2006 begann die Internationale Stiftung Mozarteum mit der Konzertreihe “Dialoge”, die Mozarts Werk mit dem zeitgenössischen Schaffen in Bezug setzte. Die Mozartwoche 2007 (26.1.-4.2.) – setzt diesen programmatischen Aufbruch fort. Ein internationales Staraufgebot (darunter Pierre Boulez, Pierre-Laurent Aimard, Arditti Quartett) widmet sich auch Werken der zeitgenössischen Moderne und Uraufführungen.

Neues von Mundry und WidmannUnter Pierre Boulez werden die Wiener Philharmoniker am 27.1. ein neues Werk für Orchester von Jörg Widmann aufführen, umrahmt von Bartóks Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta und Mozarts c-Moll-Klavierkonzert. Ein weiteres Boulez-Konzert mit dem Ensemble Contemporain bietet neben Boulez’ Dérive I  “Serenadenmusik” von Berio (Serenata I), Schönberg (Serenade op.24) und Mozart (“Nacht-Musique”).Auch das Hagen-Quartett nimmt mit dem “Jagdquartett” (III. Streichquartett) ein Widmann-Werk ins Programm (neben Mozart und Scelsi)

 

Die zweite von der Mozartwoche beauftragte Uraufführung – Titel: falten und fallen – stammt von Isabel Mundry, die ein Werk für Hammerklavier und Streichquartett komponiert hat, das vom Arditti Quartett und dem Originalklangpianisten Andreas Staier aus der Taufe gehoben werden wird.

 

Weitere Schwerpunkte gelten György Ligeti (Aimard spielt das Klavierkonzert), Alban Berg, Heinz Holliger und Olivier Messiaen: Beim gemeinsamen Konzert der Camerata Salzburg und des Klangforum Wien unter Sylvain Cambreling spielt das Klangforum auch ein Werk von James Dillon (“Überschreiten” für Kammerorchester). Teile dieses Messiaen/Dillon-Programms unter Cambreling kann man übrigens tags darauf, am 3.2., auch beim Klangforum-Abokonzert im Wiener Konzerthaus hören, wofür – im Gegensatz zu den meisten Veranstaltungen bei der Mozartwoche – sicher noch Karten zu kriegen sind.

 

Das Programm der Mozartwoche 2008 wird den Weg, Mozarts Werk mit Musik des 20. und 21. Jahrhunderts zu spiegeln, fortsetzen. Sakralwerke von Mozart sollen mit ritueller Musik von Sofia Gubaidulina, Anton Webern und abermals Olivier Messiaen kontrastiert werden (hr).

 

Fotos: Mozarteum

 

 

Mozartwoche

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