Cover "Spheres" - Moritz Weiß Klezmer Trio

MORITZ WEISS KLEZMER TRIO – „Spheres“

„Musik ist dazu da, unsere Seele in Schwingungen zu versetzen und uns in andere Sphären zu bringen“, schreibt Bandleader MORITZ WEISS ins Booklet der CD „Spheres“ (KunstRaeume Rec.), und dieser Satz steht gleichsam als Überschrift über der 15 Stücke umfassenden Veröffentlichung.

Das Moritz Weiß Klezmer Trio ist im Jahr 2015 entstanden. Für das Debütalbum holte man sich Inspiration von Traditionals und interpretierte neben Eigenkompositionen Stücke des altösterreichischen Klezmer-Klarinettisten Naftule Brandwein (1889–1963) und „Wenn ich einmal reich wär“ („The Richman“) aus dem Musical „Anatevka“.

So ist das Album „Spheres“ zum einen als Verneigung vor der jüdischen Musiktradition zu hören, zum anderen entwickeln sich auch Traditionen weiter. Insofern sind die Eigenkompositionen von Klarinettist Moritz Weiß folgerichtig.

KLEZMER, NEU GEWENDET

Musikalisch ist man mit Kontrabass, Klarinette und Gitarre schlank aufgestellt, die dem Trio eigene respektvolle Herangehensweise an Klezmer überzeugt. Tatsächlich: Moritz Weiß, Niki Waltersdorfer und Maximilian Kreuzer schaffen es durch ihr behutsames virtuoses Spiel, gemeinsam mit den Hörerinnen und Hörern in neue Sphären vorzudringen. Ein Track trägt den Titel „Fralzer No. 1“ und deutet die Verschmelzung von Freilach und Walzer an – das jiddische Wort „Freilach“ steht dabei synonym für „Fröhlichkeit“.

Ein gelungenes Debütalbum, das für die Zukunft noch einiges erwarten lässt, zumal hier drei Musiker agieren, die alle kaum älter als 20 Jahre sind.

Jürgen Plank

Links: 
Moritz Weiß Klezmer Trio (Website)