mica-Interview mit Effi

Ganz ohne Zweifel zählt er im Moment zu den ganz heißen Eisen in der heimischen Popszene. Wie aus dem Nichts auf der Bildfläche erschienen, ist es dem Grazer Songwriter und Multiinstrumentalisten Thomas Petritsch alias „Effi“ binnen kürzester Zeit gelungen, von sich reden zu machen. Sein im vergangenen Februar erschienenes Debütalbum „Astronaut“ (The Arcadia Agency) wurde von allen Seiten mit wahren Lobeshymnen bedacht. Im mica-Interview mit Michael Ternai erzählt er unter anderem über seine Entscheidung, es mit dem Musikmachen zu versuchen und seine Pläne in der Zukunft.

Du bist ja momentan ein viel beschäftigter Mann. Du spielst viele Konzerte. Dein Debütalbum ist gerade erschienen. Wie sind die Reaktionen auf das Album? Ich habe durchwegs nur gute Kritiken gelesen.
Ja, die Kritiken habe ich auch gelesen. Ich bekomme ein sehr positives Feedback von allen Seiten. Ich habe mir gestern noch Gedanken darüber gemacht, inwiefern man daran glauben kann, da es ja immer sehr individuell und subjektiv ist, was die Menschen denken. Es ist schön so etwas zu hören, weil ich es selbst nicht mehr beurteilen kann. Ich hab diesen gesunden Abstand zu der Musik nicht mehr, den man braucht, um beurteilen zu können, ob es gut oder schlecht ist. Daher her freut mich das irrsinnig, dass ich soviel positives Feedback bekomme.

Offensichtlich gefällt es den Leuten. Von FM4 werden deine Songs rauf und runter gespielt. Wie lange hast du daran gearbeitet?
Insgesamt zwei Jahre. Ein bisschen mehr, zweieinhalb Jahre.

Hat es wegen deinem Perfektionismus so lange gedauert?

Ja, schon. Ich habe die Lieder teilweise umgeschmissen und dann wieder neu geschrieben. Der Plan wäre gewesen, das Album innerhalb eines Jahres fertig zu machen. Es sind dann zwei Jahre daraus geworden. Ich habe dann noch das letzte halbe Jahr den Produzenten Alexander Nefzger miteinbezogen. Es hat einfach diese Zeit gebraucht. Und dann kommt natürlich noch der Perfektionismus dazu, sehr sogar. Das ewige Herumfeilen an den kleinsten Sachen, an den Liedern. Das hat schon seine Zeit gebraucht.

Wie gehst du an das Songwriting heran? Weißt du ganz genau, wie du was arrangierst, welche Instrumente du verwendest und in welche Richtung die Songs gehen sollen? Hast du das schon zu Beginn im Kopf oder entwickelt sich das währenddessen du die Songs schreibst?
Teils, Teils. Bei dem Debütalbum war das so, dass ich viel lernen musste. Ich hab zum ersten Mal wirklich mit dem Programm gearbeitet, welches ich mir das selbst beigebracht habe. Wie nehme ich auf? Wie kann der Sound klingen? Wie mische ich ab? Was für ein Sound passt am besten? Das ist mit ein Grund, warum es so lange gedauert hat. Bei dem Album war es so, dass die Songstruktur grob vorhanden war. Also, dass ich zum Beispiel ein Take mit der Gitarre eingespielt und damit eine grobe Struktur vom Lied gehabt habe. Dann fing ich einfach an dazu zu probieren. Passt zum Beispiel dieses Plug-in zu diesen Samples. Oder passt dieser Wurlitzer, passt diese Geigenspur. Mit der Zeit ist dann schon eine Idee vom Sound entstanden – so soll er sich anhören und auf das kann ich jetzt hinarbeiten. Mittlerweile ist es auch schon so, dass ich die grobe Struktur noch immer zuerst mache, also mit Gitarre oder Ukulele, die Grundharmonien und die Grundtöne usw. Danach weiß ich aber schon, was ich verwenden werde. Also, ob ich zum Beispiel Flöten einbauen will oder etwas Orchestraleres; wie soll das Schlagzeug ausschauen; will ich etwas Drumming-mäßiges drinnen haben, etwas Computerprogramming-mäßiges. Also von dem her geht es jetzt eher in die Richtung, dass ich schon genau weiß was ich will. Ich experimentiere aber trotzdem gerne herum und da kommen wirklich die schönsten Sachen raus. Ich weiß nicht, ob du das kennst, wenn du an etwas schreibst oder arbeitest, dann kommen es auch zu kleinen Fehler, über die du dann denkst: „Hey, das passt ja eigentlich super! Warum bin ich da nicht früher drauf gekommen“.  Fehler sind etwas ganz schönes.

Inwiefern hat der Produzent Alexander Nefzger dir unter die Arme gegriffen? Er hat ja auch schon die Alben von Clara Luzia produziert.
Ja, genau. Also er hat mir wirklich sehr weitergeholfen. Er hat ein bisschen Abstand zum Material gehabt. Zuerst hab ich mir schwer damit getan, das Material aus der Hand zu geben, eben weil ich auch ein kleiner Controlfreak bin. Ich hatte Angst, dass da zuviel umgeschmissen wird. Wenn du ein schönes Bild malst und jemand will da noch ein paar Striche rein ziehen, dann denkst du dir – hmm, eigentlich, pass auf. Aber er war wirklich gut. Er hat sich von der Struktur her einmal alles angeschaut und die hat bei den meisten Songs eh schon gepasst. Es gab nur wenige klein Änderungen. Von der Instrumentierung her, ist es eigentlich ziemlich gleich geblieben. Ein paar kleine Spielereien haben wir noch eingebaut. Es sind schon recht gute Ideen gekommen vom Nefzger.

Bei deiner Musik wäre es sehr interessant zu wissen, aus welcher Richtung du eigentlich kommst. Da treffen zum Beispiel Singer/Songwriter Elemente auf Elektronik Elemente. Aus welcher Richtung kommst du eigentlich ursprünglich? Womit bist du aufgewachsen?

Aufgewachsen? Ich habe mit fünfzehn Jahren angefangen mich aktiv mit Musik zu beschäftigen. In dieser pubertären Phase, in der man unbedingt eine Gruppe finden muss, zu der man gehört. Bei mir war das ganz stark der Hip Hop, der auch heute noch eine Rolle in meiner Musik spielt. Es lassen sich sicher noch Anlehnungen an den Hip Hop finden, vor allem was die Beats betrifft. Mit fünfzehn hab ich vehement nur Hip Hop gehört, also richtig engstirnig. „Das ist die beste Musik, blablabla“. Und später habe ich dann eigentlich alles gehört, was ich nach wie vor auch tue. Ich beschränke mich da nicht. Es gibt Interpreten, die nicht so gut sind, aber die Musikrichtung an sich kann nie schlecht sein.

Wann hast du den Entschluss gefasst, selbst ein Album aufzunehmen und selbstständig etwas auf die Beine zu stellen? Oder ist das ein laufender Prozess?

Nein, das ist laufend gegangen. Ich hatte das Programm und habe dann so mit siebzehn, achtzehn angefangen mich intensiv mit Musik auseinander zu setzten. Ich habe dann in einer kleinen Band gespielt, wobei das nichts besonders war.

Keine Hip Hop Formation?
Nein, nein. Ich bin zum Bass spielen gezwungen worden, so war das. Das war in der Schule und ein paar Leute haben mich dann gefragt, ob ich nicht Lust hätte, Bass zu spielen. Ich hatte keine Ahnung vom Bass. Das letzte Mal, als ich etwas mit Instrumenten zu tun hatte, das war in der Volksschule, im Gitarrenkurs. Das war ein schöner Auftritt, den ich da hingelegt habe am Weihnachtsabend mit Jingle Bells. Ich hab mich auch nur einmal verspielt. Ja, nein, dann hab ich einen Bass in die Hände gedrückt bekommen und so hat das ganze mit der Band angefangen. Dann hab ich mich da irrsinnig vertieft in das Ganze. Zuerst einmal habe ich mich im Bassspielen verloren. Ich habe mir die Finger blutig gespielt. Dann habe ich angefangen Gitarre zu spielen und dann ist das im Laufe der Zeit mit dem Aufnehmen gekommen. So richtig angefangen hat das mit dem Diktiergerät, also ganz klassisch. Was spiele ich da eigentlich und wie hört sich das an? Die Sachen sind immer  ausgereifter geworden. Ich habe nicht den Entschluss gefasst – jetzt nehme ich ein Album auf, jetzt kauf ich mir alles, was ich dazu brauche. Nein, das ist einfach so entstanden. Eigentlich zuerst aus einem Interesse heraus. Nicht, was kann man machen mit der Musik. Sondern wie kann man mit dem Computer spielen. Der positive Nebeneffekt war, dass alles gespeichert wurde.

Was dich von anderen unterscheidet ist, dass du viele Instrumente spielst. Ist das so ein Hobby von dir, Instrumente zu erlernen, oder fällt es dir einfach leicht?
Es ist einfach ein Spiel damit. Man kann ja aus jedem Instrument einen Ton raus holen.

Aber das Ganze dann in einem Song zu verbraten, ist etwas anderes!
Ja, aber mit ein wenig Gehör geht das schon, oder? Du brauchst ja eigentlich eh nur eine Melodie. Wenn du eine Tuba hast und du kannst vier Töne darauf spielen, dann reicht das ja schon vollkommen aus. Dann baust du rundherum eine schöne Struktur auf und malst das Bild fertig. Hobby, ja ich weiß nicht. Es interessiert mich schon. Das Schöne bei einem neuen Instrument ist noch immer, wenn du beginnst darauf herumzuspielen, bekommst du auch einen neuen, anderen Zugang zur Musik. Du hast ganz andere Grundtöne mit neuen Instrumenten. Zum Beispiel mit einer Melodica spielst du ganz andere Grundtöne, als mit einer Ukulele. Zumindest geht es mir so. Es entsteht immer etwas Interessantes, Neues.

Ja, das ist auch etwas, was mir bei dir aufgefallen ist, diese Vielschichtigkeit. Kein Song klingt wie der andere. Manchmal habe ich sogar Reggae raus gehört.
Ja, ja, das stimmt!

Unbewusst verbindet man einen bestimmten Klang mit einem Stil. Ich hab auch gelesen, dass du in Neuseeland als Straßenmusikant aufgetreten bist. Wie ist es dazu gekommen?
Da war ich neunzehn, Anfang zwanzig. Das war nach der Matura, als ein paar Freunde und ich gesagt haben – jetzt fliegen wir weg, jetzt wollen wir raus aus Österreich. Was machen wir? – ja, gehen wir auf Weltreise. Und in Neuseeland waren wir auch. Da haben wir uns getrennt, um die Insel eigenständig zu erkunden. Ich bin losgezogen und zuerst auf der Südinsel herumgeirrt. Nach zehn Tagen habe ich drei Franzosen entdeckt, die auf der Straße gespielt haben. Die sind mit dem Rad schon durch die ganze Welt gefahren und bereits eineinhalb Jahre unterwegs – das musst du dir vorstellen! Ich hatte die Gitarre dabei, als die während des Straßenkonzerts ins Publikum gefragt haben, ob nicht jemand Lust hätte, mitzuspielen. Dann habe ich mir gesagt, warum eigentlich nicht. Ich stehe da alleine mit der Gitarre. Eigentlich bietet sich das schon ein bisschen an. Dann bin ich dazu gestoßen und wir haben ein paar Nummern gespielt. Die nächsten Abende haben wir uns dann wieder getroffen und am vierten, fünften Tag bin ich dann schon mit ihnen herum gezogen. Das waren wirklich schöne Konzerte auf der Straße. Das war in Queenstown, so heißt die kleine Stadt in Neuseeland auf der Südhalbinsel. Das ist so eine Art Backpacker Halbstudenten, Partystadt. Auf der Straße ist es da wirklich abgegangen. Das waren schöne, laue Sommerabende, an denen wir mit den Instrumenten Manu Chao und französische Chaussons gespielt haben, nur ein bisschen schneller mit Saxophon, Gitarre. Einer hatte so ein kleines Schlagzeug mit dem Rad, am Trailer, dabei, so ein selbst zusammen geschustertes, das schon völlig ramponiert war und die Kickdrum ein Schlagzeugkoffer war. Das war wirklich schön, vor allem die Stimmung mit den Leuten. Da konnten wir wirklich gut damit leben. Wir sind mit dem Rad durch Neuseeland gefahren. Gespielt haben wir auf den Straßen oder auch vor kleinen Backpackers. Sogar auf einer Weihnachtsfeier auf dem Franz-Josef-Gletscher haben wir gespielt. Das war lustig! In so einer kleinen Bar, bei einer Privatfeier war das.

Wie wichtig ist es für dich eigentlich live zu spielen?

Sehr, sehr! Du siehst nämlich die Reaktion vom Publikum direkt, wenn du die Musik transportierst. Was nicht passiert, wenn du ihnen ein Album gibst. Und Live ist die Musik auch viel stärker.

Effi – Mars by mica

Du spielst immer mit einer Band?

Ja. Zurzeit schon, ja. Das ist aber auch ganz unterschiedlich. Ganz am Anfang bin ich alleine aufgetreten, mit Laptop, Backings, einem Instrument und Loopmaschine. Zurzeit ist es so, dass ich hin und wieder, wenn es ein kleiner Auftritt ist, alleine auftrete, wenn es vom Ambiente und vom Umfeld her passt. Und ansonsten ist eine Backingband dabei, also Schlagzeuger und Bassist. Bei größeren Sachen, Bläser, Klavier, das kann man eigentlich ausweiten bis ins Unendliche. Ich könnte mir durchaus vorstellen, mit noch mehr Musikern auf der Bühne zu stehen.

Bist du eigentlich selbst überrascht, wie deine musikalische Karriere an Fahrt aufgenommen hat? Du bist ja von dem Regisseur Andreas Prohaska gefragt worden, ob du für den Film In drei Tagen bist du tot Songs beisteuern willst. Hast du davor schon ein Netzwerk gehabt, oder sind die Leute auf dich zugekommen?
Ja, also ein kleines Netzwerk hatte ich schon in Graz. So hat das ganze angefangen. Über das Radio Soundportal. Von denen bin ich irrsinnig oft gespielt worden. Das ist ein Grazer Alternativsender. Was FM4 in Wien ist, ist das Radio Soundportal in Graz. Der Sender spielt noch durchgemischtere Musik als FM4. Mehr so eine Mischung aus FM4 und herkömmlicheren Liedern, wie etwa Katy Perry. So hat es eigentlich angefangen. Über die Radioleute habe ich dann wieder andere Leute kennen gelernt, Konzerte gespielt und wiederum andere Bands kennen gelernt. Dann, ganz wichtig, den Bernhard Kaufmann (The Arcadia Agency). Über ihn ist das Netzwerk ziemlich gut gewachsen und groß geworden.

Momentan ist es als Musikredakteur, der über österreichische Musik schreib, eine richtige Freude. Ich habe so das Gefühl, dass momentan hierzulande sehr viel Gutes produziert wird. Bekommst du das auch so mit, dass sich ein Wandel vollzogen hat, was den Spruch »Man muss zuerst im Ausland Erfolg haben, um in Österreich respektiert zu werden« betrifft?
Ja, das hat glaube ich viel damit zu tun, dass die Aufnahmetechniken umgänglicher und die Geräte erschwinglicher werden. Viele nehmen das einfach ernster und respektieren die Musik mehr. Das ist mir schon aufgefallen. Da haben die Radiostationen auch einen großen Anteil, wobei es noch mehr sein könnte. FM4, vor allem, fördert österreichische Musik schon sehr gut. Die Leute respektieren die Musik einfach viel mehr, das stimmt schon. Das ist ein neues Selbstbewusstsein, fast ein bisschen, oder?

Ja, das meine ich damit. Das ist letztes Jahr beim Popfest in Wien richtig sichtbar geworden, was es alles gibt. Es haben sich auch unglaublich viele Labels gegründet und das ist eine interessante Entwicklung.
Man merkt einfach, dass man es kann und das Ausland nicht dafür braucht. Was auch ganz wichtig ist, dass die Netzwerke gewachsen sind. Früher war das eher so, dass die Bands alle für sich etwas gemacht haben. Jetzt halten die Bands durch das Internet, durch die Verlinkung über My Space und Facebook mehr zusammen, weil sie wissen es geht um die Musik allgemein, egal aus welcher Musikrichtung sie kommen. Wir müssen alle zusammenhalten, damit etwas wachsen kann. Anfangs war das, glaub ich, so eine Eigenbrötlerei, bei der jeder dem anderen etwas neidig war.

Trotzdem ist Österreich irgendwann zu klein. Wie sind deine Ambitionen in Richtung Ausland hin. Ist das dann doch ein Ziel?
Es ist schon ein Ziel, ja natürlich. Wir arbeiten drauf hin, dass es in Deutschland anläuft, das Thema EFFI. Am liebsten wäre es mir natürlich weltweit. Da muss man schon groß denken. In wieweit das aufgeht, ist natürlich eine andere Frage. Aber je größer man denkt, desto mehr Chancen hat man.

Du hast den Vorteil, dass du keinen österreichischen Akzent in deinem Englisch hat.

Das kann aber auch sympathisch wirken. Das kann, denke ich, sogar ein großer Vorteil sein, wenn du einen Akzent hast. Vor allem ein deutscher Akzent. Erinnerst du dich an Marlene Dietrich. Die hat ja auch auf Englisch gesungen und hatte einen deutschen Akzent, zum Beispiel.

Aber das war ja auch eine andere Zeit, oder?
Ja, trotzdem. Irgendwie hat das etwas Sympathisches. Wenn du damit gut spielst, könnte das funktionieren. So Klischeebilder funktionieren im Ausland irrsinnig gut. Vor allem – was interessiert zum Beispiel in einem angloamerikanischen Raum oder nordamerikanischen Raum jemanden der englischsprachigen Indierock macht, wo sie im eigenen Land wirklich viele Bands haben, die irrsinnig gut sind und auf einem hohen Level Musik machen.

Noch einmal zurück zu deinem Stil, der an keinen Trend gebunden ist. Du interpretierst den Singer/Songwriting-Begriff ganz anderes. Du verwendest zum Beispiel nicht nur die akustische Gitarre, sondern machst wirklich schöne Kompositionen daraus.
Wenn ich alleine auf der Bühne stehe, spiele ich mit Laptop und arbeite mit Beats, Playback, simpel gesagt und mit Loops, um das ganze noch mehr aufzubauen.

Was machst du eigentlich neben der Musik?
Ich studiere Germanistik und dürfte jetzt bald fertig sein.

Und das hat sich gut kombinieren lassen?
Sehr gut sogar, ja. Momentan ist es ein bisschen schwierig, weil ich so viele Termine habe. Dadurch, dass ich gerne lese und mich für Literatur interessiere, ist das kein Problem. Es gibt halt leider nicht nur Vorlesungen für Literatur.

Und der Name EFFI? Gibt es da eine Geschichte dazu?

Da gibt es auch eine Geschichte dazu, genau. Und zwar kommt der Name von der Hauptfigur des Romans Effi Priest  von Theodor Fontane. Wir haben im Schauspielhaus in Graz dieses Stück bearbeitet und eine Umsetzung davon gemacht. Mich hat diese Figur irrsinnig fasziniert. Einerseits weil sie so stark ist und andererseits so zerbrechlich. So jung und naiv und trotzdem durchschaut sie aber alles, ist aber gleichzeitig hilflos, richtet sich aber andererseits alles so wie sie es braucht. Das hat mich einfach wirklich sehr fasziniert. Das Buch an sich, da kann man sich darüber streiten, ob das gut ist. Da gehen die Meinungen ja weit auseinander. Mir gefällt es nicht so schlecht, obwohl es sich etwas in die Länge zieht. Von daher kommt der Name, eben von dieser Figur.

Was sind deine Pläne für die nächste Zeit?
Für die Pläne ist das Management zuständig. Ich kümmere mich um meine Angelegenheiten, also um die Musik. Ich schaue dass das qualitativ wächst. Ich arbeite bereits an einem neuen Album und hab schon sehr viel Material. Nächste größere Projekte, ja – Konzerte spielen. Ich bin eher ein Mensch, der nicht so gerne vorplant, weil es dann oft anders kommt. Ich warte eher darauf, dass sich Sachen ergeben, arbeite aber trotzdem darauf hin.

Vielen Dank für das Interview.

Fotos Johannes Würzler