Bild Mary Broadcast
Mary Broadcast (c) Agnes Slupek

MARY BROADCAST – „Svinx“

Vier Jahre sind seit ihrer letzten Veröffentlichung „Dizzy Venus“ inzwischen ins Land gezogen. Nun meldet sich die Wiener Singer-Songwriterin MARY BROADCAST in Form ihres neuen Albums „Svinx“ (Between Music) zurück. Und das auf eine wirklich packende Art und Weise.

„Svinx“ ist ein Album geworden, dem man anhört, dass mehr dahintersteckt. Mary Broadcast und ihre Band haben bewusst sich Zeit gelassen, sie haben intensiv an den Nummern gearbeitet, neue Wege gesucht, akribisch an den Sounds gefeilt, viel herumexperimentiert und ausprobiert. Das Album sollte eines werden, das sich vom Pop-Einheitsbrei abhebt, Tiefgang entwickelt und die Persönlichkeit der Wiener Liedermacherin auf authentische Weise wiedergibt. Hört man sich durch die neuen Songs, kann man getrost zu dem Urteil kommen, dass Mary Broadcast all ihre gesteckten Ziele erreicht, mehr noch, übertroffen hat. Waren die musikalischen Schritte, die sie in den letzten Jahren von Album zu Album getätigt hatte, schon große gewesen, so war jener hin zur neuen Platte ein riesiger.

In dunklen Farben schimmernde Song, die zu fesseln wissen

Albumcover Svinx
Albumcover “Svinx”

Die introvertierte Liedermacherin scheint auf „Svinx“ genau dort angekommen zu sein, wo sie musikalisch immer hinwollte. Sie hat mithilfe von Markus Kienzl (Sofa Surfers) genau den Sound gefunden, den sie immer schon zu verwirklichen versuchte. Ihre Songs schimmern dunkel und berühren einen mit einer wunderbaren melancholischen Note, sie vermitteln etwas Eindringliches, eine Nachdenklichkeit, die jeden Anflug von Oberflächlichkeit wegfegt. 

Mary Broadcast und ihre Mitmusiker Jimi Dolezal (Gitarre), Thomas Hierzberger (Synths, Keys, Bass) und Andi Senn (Schlagzeug) erzählen ihre Geschichten auf überaus abwechslungsreiche Weise und verstehen es exzellent, in ihren Nummern Spannung aufzubauen. Mal lassen sie es sanft und herzzerreißend traurig tönen („The Ghost“, First Of Her Name“), dann wieder setzen sie auf fast schon hymnenhafte Refrains („Illusion“, „The Game“), um es an anderer Stelle etwas flotter und tanzbarer werden zu lassen („Addiction“, „Memories Of Gold“).

Hat es noch eines letzten Beweises bedurft, dass es Mary Broadcast und ihre Band draufhaben, etwas Großes entstehen zu lassen, so liefert diesen „Svinx“ definitiv. Die Liedermacherin schlägt in ihren Nummern einen Ton an, der viel Stimmung entfaltet und einen nicht kaltlässt. Kurz: Mary Broadcast liefert mit ihrer neuen Platte ihr Meisterstück ab.

Michael Ternai

Mary Broadcast live
31.05. Releaseparty Werk, Donaukanaltreiben, Wien
08.06. Musikpavillion, Linz
30.06. Menschen im Klick, Kulturcafe 7*Stern, Wien

Links:
Mary Broadcast
Mary Broadcast (Facebook)
Between Music