Bild Martin Spengler und die foischn Wiener
Bild (c) Stephan Mussil

MARTIN SPENGLER & DIE FOISCHN WIENER – „Ummi zu dia“

Dem Wienerlied auf atemberaubend schöne Art zu neuer Blüte verhelfen – genau das tun MARTIN SPENGLER & DIE FOISCHN WIENER auf „Ummi zu dia“ (Foische Wiener Records), ihrem am 16. Februar 2017 erscheinenden dritten Album.

Nun, eines lässt sich nach dem ersten Durchhören von „Ummi zu dia“ auf jeden Fall sagen: Martin Spengler und seine foischn Wiener haben auf ihrem neuen Album wieder einmal alles richtig gemacht. Sie beweisen einmal mehr das Händchen für das Besondere und bringen Musik zum Erklingen, die vom ersten Moment an packt und wirklich alle Stückerl spielt.

Wienerlied der vielen Farben

Cover ummi zu dia
Cover “Ummi zu dia”

Der eigentlich aus Oberösterreich stammende Martin Spengler (Gesang, Gitarre, Violine) und seine kongeniale Band bestehend aus Manuela Diem (Gesang, Glockenspiel), Marie Theres Stickler (Knopfharmonika, Gesang) und Manuel Brunner (Kontrabass, Gesang) sprechen ihre ganz eigene Sprache des Wienerlieds, eine, die sich zwar auch respektvoll vor der Tradition verbeugt, jedoch ihre Tore auch ganz weit zu vielen anderen Stilen und Spielformen öffnet. Der von den Beteiligten zum Erklingen gebrachte Mix aus der typischen Wiener Note, Elementen aus dem modernen Liedermachertum, Blues, Walzer, Pop, südamerikanischen Rhythmen, Jazz und einer ordentlichen Portion Soul zeugt nicht nur von einer großen musikalischen Vielfalt, sondern vermittelt – und das ist noch viel wichtiger – auch außerordentlich viel Gefühl.

Musik, die unter die Haut geht

Die in einen weichen und warmen Grundklang gehüllten und von Martin Spengler mit tiefgründigen, humorvollen und spitzzüngigen Texten veredelten Nummern besitzen Charme und Witz, sie lassen einen auf richtig schön zeitlose, stilvolle und eindringliche Art schmunzeln und lächeln („Olaaweu de Danz“, „Ummi zu dia“), verliebt schunkeln und in Romantik schwelgen („Bruckn“, „Vazeih“), Tränen vergießen („So weit entfeant“, „In da Hechn“), eleganten Schrittes tanzen („Ohne di“) wie auch hoffnungsvoll und sinnlich träumen („Waun i di“). Die Geschichten, die von dem Vierer gemeinsam mit den geladenen Gastmusikern Dominik Fuss (Flügelhorn), Johannes Dickbauer (Violine) und Max Tschidda (Rhodes-Piano) erzählt werden, gehen ebenso unter die Haut wie sie auch in hohem Maße unterhalten und zum Nachdenken anregen – eine musikalische Qualität, die heute leider selten geworden ist.

Martin Spengler & Die foischn Wiener liefern mit „Ummi zu dia“ ein Album ab, das definitiv Staub aufwirbeln wird. Jemand, der Musik von solcher Qualität und außergewöhnlichen Schönheit darzubieten in der Lage ist, kann und darf einfach nicht ungehört bleiben. Diese Band ist definitiv gekommen, um zu bleiben. Was sie mit Sicherheit auch tun wird. Ein ganz großer Wurf.

Präsentieren werden Martin Spengler & Die foischn Wiener ihr neues Album am 16. Februar im Wiener RadioKulturhaus.

Michael Ternai

Martin Spengler & Die foischn Wiener live
16.2. ORF Radiokulturhaus, Wien
17.2. Tischlerei, Melk
18.2  Die Bühne, Purkersdorf
24.2. Altes Depot, Mistelbach
10.3. Remise, Bludenz
11.3. Kunstbox, Seekirchen
31.3. Forum, Neuhofen
21.4. Wean hean Eröffnung Altes AKH, Wien
28.4  Schneiderei, Leithaprodersdorf
29.4. Konzerthaus, Wien
28.6. Theater am Spittelberg, Wien

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