Martin Lubenov – Prix Gus Viseur

Martin Lubenov scheint langsam Routine darin zu bekommen, das Musikjahr mit einer Preisverleihung zu beenden. Letztes Jahr war es der Österreichische Weltmusikpreis, heuer der renommierte, französische Akkordeonpreis Prix Gus Viseur.

Geboren in Sofia, Bulgarien, hatte Martin Lubenov von frühester Kindheit an Interesse für Musik und begann bereits mit acht Jahren Akkordeon zu lernen. Später maturierte er am Musikgymnasium in Sofia und begab sich danach auf Konzertreisen in die Schweiz, USA, Kanada, Brasilien, Deutschland und Italien. 1997 absolvierte er die Music School of Chicago und seit 2001 lebt und studiert er in Wien und tritt regelmäßig mit der Wiener Tschuschenkapelle, Marios & Julie, De Ja Vu, dem Sandy Lopicic Orkestar, dem Trio Modus, sowie mit dem Ensemble Klezmer auf.

Martin Lubenov ist in kürzester Zeit zum Fixstern am Wiener Akkordeonhimmel aufgestiegen. Mit erst 28 Jahren gehört er bereits jetzt zu den größten zeitgenössischen Virtuosen, Arrangeuren und Komponisten des balkanischen Akkordeons. Mit atemberaubender Virtuosität und spielerischer Eleganz durchsetzt er balkanische Roma-Musik mit Schattierungen von Swing, Modern Jazz, Tango Nuevo, Salsa und Musette, womit er Jazzer, World-Music-Afficionados und Pop-Freaks gleichermaßen zu beigeistern vermag.

Zum dritten Mal wurde nun der von der französischen Zeitschrift “Accordéon et Accordéonistes” ins Leben gerufene und nach dem berühmten Musette-Komponisten Gus Viseur benannte Musikpreis Prix Gus Viseur verliehen. In der Kategorie Jazz / World ging die begehrte Auszeichnung an Martin Lubenov. (mm)

Fotos Martin Lubenov: Vasil Kerkelanov

Martin Lubenov