
Vor gut einem Jahr sind die vier Musikerinnen noch unter dem Namen Popržan/Jokić/Neuner/Petrova aufgetreten, warum es zur Umbenennung gekommen ist? Wer weiß, ist auch nicht so wichtig, was sich nämlich erfreulicher keineswegs verändert hat, ist die immense musikalische Vielfalt, die das Quartett in seinen Stücken auch weiterhin an den Tag legt. Sich wirklich zu allen Seiten hin offen zeigend, zeichnen sich Jelena Popržan, Ljubinka Jokić, Lina Neuner und Maria Petrova den Stil ihrer Nummern ungemein vielschichtig und variantenreich. Was sie betreiben, zeigt sich als ein kunstvoller und innovativer Brückenschlag zwischen dem auf den ersten Blick vermeintlich Entgegengesetzten.
Das sich keinem Experiment abgeneigt zeigende Vierergespann bedient sich aus dem reichen Liedschatz Albaniens, Serbiens, Bosniens und Mazedoniens, garniert diesen mit dem etwas Wienerischen und leichten jazzigen Anleihen und formt auf diesem Wege packende, charmant beschwingte, sehr facettenreiche und durchdacht arrangierte Folk-Songs, die gleichzeitig als respektvolle Verbeugung vor der Tradition wie auch als eine spannende Neudeutung dieser verstanden werden dürfen. Kurz: ein vom ersten Moment an packendes Musikerlebnis, das mit Sicherheit niemanden kalt lässt.
Unterstützung erhalten Madame Baheux an Präsentationsabend ihres Debüts von der Cellistin DeeLinde von Netnakisum. (mt)
Termine:
07.05. Ost Klub, Wien
09.05. Tischlerei, Melk
12.07. Musikfestival Retz