Lunaffair rocken die Wiener Szene

Beim Wiener Quartett Lunaffair folgen kräftige Synthie Beats auf rockige Gitarrenriffs. Bereits im zweiten Jahr ihres Bestehens veröffentlicht die Band am 13. August ihren ersten selbst-betitelten Longplayer auf dem deutschen Label Timezone-Records. Die Musiker mit einer offensichtlichen Vorliebe für 80.ger Bands wie Depeche Mode oder Sisters Of Mercy oder für die 90.ger Gruftrocker von Muse werden am 20. Juli als Support für die US-Band „The Crüxshadows“ die Szene rocken. Im Sommer sind weiter Gigs vor internationalen Bandgrößen wie Whitesnake oder Ray Wilson (Stiltskin, Genesis) folgen.

Das Video zur ersten Single „Fever“ wurde von niemand geringeren produziert als der Produktionsfirma Sonuva, die bereits mit den heimischen Punk-Heroen von Three Feet Smaller oder der SKA-Combo Guadalajara oder auch für Tamee Harrison Videos gestalteten. Darin sieht man dunkle, grausame Gewaltfantasien, die mit der Angst und dem Verhältnis zum menschlichen Unterbewußtsein spielen. Der Song wird auch als Demoversion für den Soundtrack zum Freeriderfilm „Naturalized“ verwendet.

Die Texte handeln größtenteils von so essentiellen Lebensbereichen wie Beziehungen, Liebe oder tiefschürfenden Gefühlen. Als Sprache haben sich die vier Wiener für Englisch entschieden, was zum einen daran liegt, dass man sich nicht einschränken wollte, und zum anderen daran, dass man vielleicht auch über die sprachlichen Landesgrenzen hinaus als Musiker und Künstler wahrgenommen wird. Den ersten Schritt in die richtige Richtung ist die Band, die bereits seit 2008 besteht mit ihrem Label Timezone gegangen.  Im Frühjahr 2009 wurde das erste Demo zum Großteil in den eigenen vier Wänden aufgenommen. Da das Material aber zu gut war, um es nur als Demo zu verbraten wurde schnell im deutschen Indie-Label Timezonerecords ein renommierter Produktionspartner gefunden.

Das Quartett besteht aus Jürgen Langenbacher, der die Basssaiten zupft und als Frontmann für den Gesang und die Texte zuständig ist. An der Guitarre sorgt Albin Ruffingshofer für den nötigen Rockappael. Die Gruftie, Goth und New-Wave Einflüsse werden von Albert Hacker an den Synths perfekt umgesetzt und man fühlt sich beim hören der Scheibe oft in den Underground der späten 80er und frühen 90er zurückversetzt. Stefan Ifkovits sorgt mit seiner kraftvollen Art die Snare Drum und das High-Hat zu trommeln dafür, dass Lunaffair zu eine der aufstrebensten heimischen Rockformationen gehandelt werden.

Das Album erscheint am 13. August und wird im Wiener Flex im Rahmen eines London Calling Clubs präsentiert werden. Aber am 20 Juli sollte man sich die Jungs auch auf keinen Fall in der Wiener Szene entgehen lassen. Wer an beiden Terminen verhindern sein sollte, kann Lunaffair aber im Vorprogramm von White Snake bewundern. (Me)