Bild Laura Rafetseder
Laura Rfetseder (c) Jürgen Plank

LAURA RAFETSEDER – „Swimmers in the Arctic Sea“

Die Folk- und Pop-Singer-Songwriterin LAURA RAFETSEDER veröffentlicht am 21. Oktober 2016 mit „Swimmers in the Arctic Sea“ (Lindo Records) ihr zweites Solo-Album. Zwischen 2006 und 2010 hat die Wienerin gemeinsam mit der Band LAURA & THE COMRATS zwei Alben auf den Markt gebracht.

Die Musik wurde Laura Rafetseder quasi in die Wiege gelegt: Der Vater ist Songwriter und die Mutter sang ihr immer Schlaflieder vor. Mit diesem Input stieß sie mit 13 Jahren auf die Beatles, welche sie seither in ihrem Bann halten. In ihrer Jugend lernte sie Gitarre und fing an, Songtexte zu schreiben. Nach ihrem Umzug nach Wien gründete sie die Band Laura & the comrats, die zwischen 2006 und 2010 zwei Alben veröffentlichte. Bis heute kommen Lauras größte Einflüsse von den Beatles, aber beispielsweise auch von Bob Dylan, Joni Mitchell und Billie Holiday. Diese Anlehnungen hört man in ihrer Musik deutlich, aber trotzdem schafft sie es, einen ganz eigenen Sound zu produzieren, der vor allem von ihrer starken Stimme getragen wird.

„I know you sail out there too, while I look out for you“

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Cover “Swimmers in the Arctic Sea”

Bereits bei den ersten Klängen des Albums kommt eine Assoziation auf: American Folk. Lauras Stimme ist wie für American Folk gemacht und das Genre ist in ihre Musik auch ein bisschen eingewoben. Generell sind die Lieder eine Mischung aus Folk, leichtem Pop und Akustik – zusammen mit ihrer Stimme ein wirkliches Hörerlebnis. Das elf Lieder umfassende Werk bietet den Zuhörenden alles Wünschenswerte: harmonische instrumentale Begleitung, gute Texte, ausdrucksstarke Stimme und vor allem Ruhe, Entspannung und Gelassenheit gemeinsam mit einer gesunden Portion Melancholie. Manche Songs sind fröhlicher, manche trauriger, aber Laura zeigt mit diesen atmosphärischen Unterschieden in ihren Werken, dass es nach einer dunklen Phase wieder bergauf geht.

Ein besonders schöner Track ist „Rocket Science“, welcher sowohl ein Song über Sehnsucht als auch über Liebe ist. Die Gitarre spielt hier besonders schön, der Song wirkt durchstrukturiert und dennoch wie spontan gespielt.  „The Day after Tomorrow“, die Nummer danach, ist ein perfekter Lagerfeuer-Song: nostalgisch, aber voller Hoffnung, mit ruhiger Gitarre, aber auftreibendem Rhythmus. Interessanterweise steigert sich die Stimmung durch das Album hindurch von ruhig und melancholisch zu fröhlich und hoffnungsvoll – die erste Nummer ist noch sehr ruhig, fast wie ein Schlaflied, während sich die letzte Nummer dem Pop annähert und wie ein Blick in die frohe Zukunft wirkt.

Das neue Album von Laura Rafetseder ist wirklich wunderbar gelungen – und auch für Menschen, die Folk nicht mögen. Man sollte sich das Werk allein wegen der Stimme anhören!

Antonia Seierl

21. Oktober 2016: CD Launch party “Swimmers in the Arctic Sea” @ AU (Brunnengasse 76)

 

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Lindo Records