
Das expressive Werk „Pulsar“ von Augusta Read Thomas wird den Auftakt im Programm geben. Die gebürtige New Yorkerin kann eine erfolgreiche Karriere als internationale Komponistin aufweisen. Ihre Werke haben schon Persönlichkeiten wie Daniel Barenboim und Pierre Boulez dirigiert. Die ungarische Komponistin und Preisträgerin des Ö1-Talentebörsepreises Judit Varga wurde im Jänner 2013 für den Österreichischen Filmpreis in der Kategorie Beste Musik nominiert. Dennoch will sie sich nicht ausschließlich der Filmmusik widmen, sondern auch Neue Musik komponieren. Ihr Werk „10 Porträts für Viola solo“ ist ein Beispiel dafür. Die Komposition „Light thickens“ für Solobratsche von Michael Amann ist in vier Teile gegliedert und beschreibt das Phänomen der Dämmerung. Mit lautmalerischen Mitteln und modernen Spieltechniken imitiert Amann nicht nur die Geräuschkulisse, sondern auch die visuelle Wahrnehmung einer hereinbrechenden Nacht. Das 1980 geschriebene und somit älteste Werk, ein emotionalen „Lamento“ des armenischen Komponisten Tigran Mansurian, wird den Abend melancholisch ausklingen lassen.
Klaus Christa mischt das österreichische Musikleben nicht nur in der Rolle des Instrumentalisten, sondern auch als künstlerischer Leiter des Vereins „Musik in der Pforte“ auf. Bei der Erstellung des Programms hat er seine Auswahl unter die Bedingung gestellt, dass sie sich auf literarische Vorgaben beziehen. Daher wird Christa beim Konzert von Gotthard Bilgeri unterstützt, der passend dazu aus der Welt der Literatur rezitieren wird. Da sich die Veranstalter, die ÖGZM (Österreichische Gesellschaft für Neue Musik), einen barrierefreien Zugang zur Neuen Musik auf die Fahnen geschrieben hat, ist der Eintritt an diesem Abend im Off-Theater frei.
Foto: www.oegzm.at