KARL RITTER – Soundfalls

Es ist inzwischen zu einer Tradition geworden: KARL RITTERs Konzert im Wiener Porgy & Bess einen Tag vor Heilig Abend. Auch heuer lässt es sich der Gitarrist und Komponist es sich nicht nehmen, seinen treuen Fans am 23. Dezember in musikalischer Form noch einmal Danke zu sagen. Für die 2014er Ausgabe soll das Publikum die Möglichkeit erhalten, das musikalische Geschehen auf der Bühne mitzugestalten, indem es dem Gitarristen Sounds vorab zuschickt, die er dann im Konzert einbaut.

Karl Ritters mittlerweile über 40 Jahre andauernde musikalische Laufbahn ist geprägt von unzähligen Brüchen, Verwandlungen und Umorientierungen. Es gibt nicht viele Musiker, die sich in ihrer Zeit so oft neu erfunden haben, wie der gebürtige Stockerauer. Egal ob nun im Jazz, Rock, Pop oder Blues, ob in der Klassik, Kammer- oder Weltmusik, der Gitarrist und Komponist wusste und weiß in nahezu allen klanglichen Umgebungen seine eigenen Akzente zu setzen. Er ist ein eigenwilliger Freigeist wie er im Buche steht, der sich niemals auch nur für einen Moment damit begnügt, irgendwelchen Erwartungshaltungen zu entsprechen. Der kreative Stillstand findet bei anderen statt, nicht bei ihm, die ausgeprägte Lust am Experimentieren ist zu seinem Markenzeichen geworden.

Tonwolke zum Wegschweben

Der Niederösterreicher strebt stets danach, sich immer wieder neue Tore und Interessengebiete zu eröffnen, wie etwa zuletzt auch die intensive Auseinandersetzung mit dem Phänomen ‚Ton‘ („Soundritual“) zeigt. Mehr als in all seinen anderen Projekten verabschiedet sich Karl Ritter in seiner Soundarbeit vom konventionell Musikalischen und reduziert das Geschehen auf das Wesentliche. Er verfolgt das Ziel, mit minimalistischen Mitteln abseits aller üblichen Strukturen den größtmöglichen atmosphärischen Effekt zu erzielen. Es genügt ihm oft ein einzelner Ton, den er in eine schwebende und pulsierende Klangwolke verwandelt, die den Raum letztlich bis in den letzten Winkel ausfüllt und das Publikum in andere Sphären wegschweben lässt. Und genau eine solche plant er auch im Rahmen einer Solo-Performance im Porgy & Bess entstehen zu lassen.

Den zweiten Teil des Konzertabends widmet der Niederösterreicher seiner „Weiße Wände“ – Phase, die er gemeinsam mit Christian Reiner (Stimme) und Herbert Pirker (Schlagzeug) einmal mehr aufleben lassen will.

Michael Ternai


SOUNDFALLS

Anforderung an Musiker:
Interessierte schicken bitte einen entsprechend der 7 Grundtonlagen C-D-E-F-G-A-H möglichst charakteristischen, eigenwilligen Instrumentalton als mp3-file in der Länge von 1-30 Sekunden. (akustisch oder elektronisch erzeugt, aber keine fertige Musik)

Anforderungen an Alle:
Ein mp3-file aus Alltagsgeräuschen (Kaffeemaschine, U-Bahn, Arbeitsplatz, Nachtleben usw.), kann auch die Stimme(n) oder ein gesungener Ton sein.

Einzusenden an soundfalls@porgy.at

http://www.karlritter.at
http://www.porgy.at