JOYCE MUNIZ gibt die Beats an

Die brasilianisch-österreichische DJane, Musikproduzentin und Sängerin ist längst wichtiger Bestandteil der internationalen elektronischen Musikszene. Ein kleines Porträt.

Geboren 1983 in Sao Paulo kam Joyce Muniz Mitte der 90er nach Wien und wurde schon bald Mitglied der Wiener Elektronikszene, mit 15 mischte sie an ihren ersten Turntables herum und der erste Gig folgte bereits mit 16 Jahren. Kurz darauf begann sie ihre Zusammenarbeit als Sängerin mit I-Wolf (Sofa Surfers /Klein Records) und Shanti Roots (Vienna Scientists). Dann ab 2006 Beiträge, Zusammenarbeiten und Projekte mit Stereotyp, Markus Dohelsky und Cusmos, die zu Veröffentlichungen auf Labels wie Man Recordings und dem Kruder & Dorfmeister-Label G-stone führten. Unzählige weitere Kollaborationen (unter anderem mit Flore, Buscemi, Skero, Bam) mit verschiedensten Sternchen des elektronischen Teils der Musikszene ließen Joyce Muniz viel herum kommen, in der Welt ebenso wie in verschiedensten Stilen.

Mit vielen Kollaborationen zum eigenen Stil

2010 erreichte sie mit dem Wiener Rapper Skero mit der Nummer Kabinenparty die österreichischen Singlecharts. Auszeichnung Amadeus für Song des Jahres. Ihre selbst produzierten Tracks bieten aber doch viel mehr als das „Hossa Hossa Hossa“ (Kabinenparty) mit dem sie in Österreich durch ihre Zusammenarbeit mit Skero bekannt wurde. Mit ihrer Mischung aus tropisch beeinflussten Rhythmen und basslastigen aber melodiösen Beats schaffte Joyce Muniz sich einen persönlichen undefinierbaren Stil – sehr energiegeladen, abwechslungsreich und auf alle Fälle tanzbar. Die Percussion und andere Elemente erinnern immer wieder an die brasilianischen Wurzeln, die Vielseitigkeit spiegelt ihre vielen Musikinteressen wieder. Das sind die Beats eines aufregenden Lebens, den damit verbundenen Emotionen und natürlich jeder Menge Spass am Tanzen. Das sind die Beats von Joyce Muniz.

Solo-Veröffentlichungen

Ihre erste Solo-Veröffentlichung “Party Over Here” debütierte im November 2010 auf dem bekannten Berliner Label Exploited (von Shir Khan) und heimste massive Unterstüzung vieler europäischer DJs ein. So hat sich Joyce Muniz nicht nur in Wien, sondern auch über dessen Grenzen hinaus einen Namen als etablierte DJ und als Produzentin mit Wiedererkennungswert gemacht.

Die zweite Veröffentlichung “Bedstories” ist ein kleiner Party-House-Schatz mit Features wie Mr.G, Cosmin TRG und Mr. Ho und mit der “Malicia”-Single landete sie am vierten Platz der Deephouse Beatport-Charts. “Pulp Fiction” ist die dritte bei Exploited veröffentlichte Platte und mit der zeigt Joyce Muniz endgültig aller Welt ihren eigenen Stil, nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit Louie Austen: Die samtige Stimme Austens (eine Mischung aus Frank Sinatra, Leonhard Cohen und Barry White) trifft auf die melodischen House-Beats von Joyce. Seit ihrer mittlerweile vierten release auf Exploited ,”Trust Your Enemies”, hat sie auch das gesamte Albumvon Louie Austen produziert. Des weiteren veröffentlichte Joyce Muniz die Ep“Droppin’ Pressure“ beim legendären englischen House Label 20/20 Vision. Und mit den Releases hört es nicht auf, Fans können sich eigentlich unablässig auf neue EPs und Singles der menschlichen Beat-Maschine freuen, denn diese hat nicht vor, das Partyleben so bald wieder sich selbst zu überlassen.

Dora de Goederen

 

Serie:

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