Jazztime: Ángela Tröndle – Elektrische Elefanten im Salon

Sie zählt ohne Zweifel zu den hoffnungsvollsten und facettenreichsten Vertreterinnen der jungen österreichischen Jazzszene, Ángela Tröndle. Die verschiedenen Projekte der vergangenen Jahre zeigen deutlich, dass hier eine ambitionierte Künstlerin am Werken ist, die sich in unterschiedlichsten musikalischen Welten beheimatet fühlt. Am 21. Jänner ist die hochtalentierte Sängerin, Komponistin und Pianistin, die vor kurzem ihr Jazzkompositions-Studium an der Kunst-Uni Graz beendet hat, im Rahmen der Jazztime-Reihe im ORF KulturCafe des Wiener Radiokulturhauses zu Gast. Wer also mehr über die gebürtige Salzburgerin, ihren Werdegang und zukünftige Projekte erfahren will, sollte sich diese Veranstaltung auf keinen Fall entgehen lassen.

Wer die bisherige Karriere der 1983 geborenen Ángela Tröndle  mitverfolgt hat, der weiß, dass es sich hier um eine Künstlerin handelt, die jederzeit in der Lage ist, ihr enormes künstlerisches Potential abzurufen. In welchem Kontext auch immer, ob nun als Sängerin, Pianistin, Komponistin oder Choreographin. Für die aus einer Musiker-Familie stammenden Ángela Tröndle spielen Grenzen zwischen den unterschiedlichen Spielformen der Musik seit je her keine große Rolle.

Aus dem Jazz und der Improvisation kommend versucht sich die mit einer wunderbar ausdruckstarken und markanten Stimme gesegnete 27-Jährige in ihren verschiedenen Projekten stets auch als Brückenbauerin zwischen den Stilen. Mal taucht sie dabei tief in die Welt des Liedermachertums ein, mal sind es Elemente der Kammermusik, die Eingang in ihre Kompositionen finden. Frei von jeglichem Scheuklappendenken und mit einem sehr breiten Musikverständnis ist es Ángela Tröndle ein leichtes, ihre musikalischen Visionen, in welcher Form auch immer, in die Tat umzusetzen.

Besonders Aufsehen erregen konnte Ángela Tröndle, mit ihrem Bandprojekt Mosaik, mit der sie nach der Veröffentlichung zweier erstklassiger Alben „Dedication to a City“ (2007) und „Eleven Electric Elephants” (2010), inzwischen auch auf den internationalen Bühnen ein gern gesehener Gast ist. Ebenfalls mit großem Lob bedacht wurde die gebürtige Salzburgerin für ihr Tanz-Theater Projekt  “O LEBEN, LEBEN!”.

Im Rahmen der Veranstaltung im ORF KulturCafe stellt die junge Musikerin zwei ihrer neuen Projekte vor, in welchen sie sich von ihrer eher leisen Seite zeigt. Zunächst präsentiert sie mit „The little band from Gingerland“ erstmals auf der Bühne ihr brandneues Duo mit der Cellistin Sophie Abraham. Anschließend ist sie im Trio mit ihren beiden Mosaik-Kollegen Michael Lagger (Klavier) und Siegmar Brecher (Saxofon und Bassklarinette)zu sehen. (mt)

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