Monophobe (c) Terisha Harris

„Ich steh auf Ordnung“ – MONOPHOBE (MAXIMILIAN WALCH) im mica-Interview

MONOPHOBE ist Produzent, Beatmaker, aber auch Solo-Künstler und mischt aktuell überall mit: LEYYA, SIXTUS PREISS, LEFT BOY, 5K HD und BILDERBUCH. Der Debüt-Release „Throwback EP“ wurde 2015 vom Label „Shash Records“ releast, danach folgten „Double Tap EP“ auf dem slowakischen Label „Gergaz“ sowie eine Vielzahl an Remixes für unterschiedlichste Acts. Selbst beschreibt er seinen Sound als „querky, weirde Club-Elektronik-Experimentalmusik“. Im Gespräch mit Ada Karlbauer erzählte MAXIMILIAN WALCH aka MONOPHOBE nun über das Verhältnis von Produktion und Mischung, musikalische Identitätsfindungen, das Fugenschreiben, frühe barocke Vokalmusik und die Übersetzung in die eigene Arbeit, über Erwartungshaltungen, Bewertungssysteme und den Zusammenhang zwischen Mark Rothko und „Proleten-Disco“.

„Ich nutze meine Zeit lieber für was Positiveres als dieses ständige Fingerzeigen.“

Bei den Amadeus Music Awards 2019 wurde dir gemeinsam mit Marco Kleebauer der Tonstudiopreis „Bester Sound“ für das Bilderbuch-Album „Mea Culpa“ verliehen. Wie hast du das immer wieder kontrovers diskutierte Musik-Event wahrgenommen?

Maximilian Walch: Ich beschäftige mich nicht so viel damit, ich krieg das nicht so mit diesem Politikum um die Kunst. Ich habe immer das Gefühl, dass es letztendlich kurzfristige Entscheidungen sind, wenn es um Publicity geht, es ist egal von welcher Seite das kommt. Entweder sagt man: „Ich bleibe dem fern“, oder man sagt: „Ich hab nichts gewonnen und jetzt klage ich.“ Man stellt sich dadurch auch selber dar. Ich fände es viel schöner, wenn man so eine Plattform für einen Dialog nutzen würde und trotz der eigenen Bedenken und Konflikte hingeht und sich überlegt, wie man diese Plattform intern, von innen heraus nutzen kann. Ich finde es aber gut, weil so ein Preis bringt auf jeden Fall Aufmerksamkeit. Jemand gar nicht so Unbedeutsamer hat vor Kurzem zu mir gesagt: „Es ist eigentlich der bedeutendste Preis im deutschsprachigen Raum“, denn der Echo existiert derzeit nicht mehr, wieso also kein positives Moment daraus machen. Ich nutze meine Zeit lieber für was Positiveres als dieses ständige Fingerzeigen. Das hält einen nur davon ab, aufeinander zuzugehen.

„Entscheidet euch, ob es euch gefällt oder nicht, egal was jemand anderer darüber schreibt.“

Monophobe (c) Terisha Harris

Maximilian Walch: Ich finde es insgesamt wichtig: Lest nicht so viel und hört ein bisschen mehr und lest nicht so viel über Musik, sondern hört sie euch lieber selber an. Entscheidet euch, ob es euch gefällt oder nicht, egal was jemand anderer darüber schreibt. Es ist wie bei Filmkritiken, es geht nicht darum, ob etwas verkauft wird oder nicht. Man liest manchmal, ein Musikjournalist habe sich etwas anderes von einer Künstlerin oder einem Künstler erwartet, und weil diese Erwartungshaltung nicht eingetroffen ist für diese Person, gefällt ihr das Album nicht und es kriegt aber deshalb eine schlechte Note. Ob jemand einen Musikpreis gewinnt oder ob man einem Album 8,5 von 10 oder 4 vier 10 Punkten gibt, hat gar nicht so wenig miteinander zu tun, das ist ja auch eine gewisse Art von Bewertung.

Die Kooperation ist ein wesentlicher Bestandteil deiner künstlerischen Arbeit. Wie ergänzt sich das mit deinen Tätigkeiten als Soloproduzent?

Maximilian Walch: Ich bin schon viel allein, aber lustigerweise ist es dann in der Kooperation voll erfrischend. Wenn ich zum Beispiel mit Left Boy arbeite, arbeiten wir immer gemeinsam, ohne hin- und herzuschicken. Es ist dann auch schön, weil ich schon das Gefühl habe, dass durch eine reale Zusammenarbeit am Ende ganz was anderes herauskommt oder übrig bleibt, wenn wirklich ad hoc zwei Köpfe miteinander streiten müssen. Ich verbringe relativ wenig Zeit damit rauszugehen, aber wenn ich dann mit jemandem zusammenarbeite, dann habe ich das gerne eng.

Maximilian Walch: Ich merke schon, dass, wenn ich viel mit anderen Leuten zusammenarbeite, ab und zu der Quell am Versiegen ist. Dann weiß ich aber, dass ich mir mehr Zeit für mich selber nehmen muss, wieder auf die Suche gehen und forschen muss. Gerade dafür werde ich ja auch bis zu einem gewissen Grad geschätzt, dass ich mich mit meinen Ideen und Skills in Kooperationen einbringe. Der Austausch über die eigene Kunst erfolgt digital, die Zusammenarbeit ist aber fast immer analog.

„Produktion und Mischung sind für mich nicht voneinander getrennt zu sehen, es geht letztendlich um Emotion […]“

Woran arbeitest du im Moment?

Maximilian Walch: Aktuell liegt mein Fokus auf dem neuen Album von 5K HD, das gerade am Fertigwerden ist, das hat sich auch entwickelt. Oft ist es so, dass man sich ursprünglich etwas ausmacht, wie die Zusammenarbeit aussehen soll, dann geht man in einem Projekt auf oder Dinge verändern sich und die Art der Zusammenarbeit verändert sich auch mit. Ursprünglich sind wir davon ausgegangen, dass ich nur die Tonmischung übernehme, wir haben auch früh gesagt, dass wir das mit der Produktion mal ausprobieren. Das sind alle super Musikerinnen und Musiker und mich freut es, dass ich da ein bisschen Fäden ziehen darf.

Maximilian Walch: Das Schöne, wenn man gleichzeitig produziert und mischt, ist, dass es so viel um Sound und Ästhetik geht. Produktion und Mischung sind für mich nicht voneinander getrennt zu sehen, es geht letztendlich um Emotion und immer um Sound. Viele Fragestellungen in der Produktion lösen sich, wenn ich beispielsweise früh in der Mischung etwas angehe und ich mich frage, wie etwas Bestimmtes zu klingen hat. Plötzlich wird da Platz und ich gehe wieder zurück in die Produktion. Man hat immer andere Optionen, das Ganze ist flexibler, wenn man es bis zum Schluss begleitet.

„Es geht letztendlich immer um Emotionen, selbst wenn man diese Sprache vielleicht nicht versteht […]“

Wie wesentlich ist die Emotion insgesamt für deine Arbeitsweise?

Maximilian Walch: Es geht letztendlich immer um Emotionen, selbst wenn man diese Sprache vielleicht nicht versteht, dieses Komplexe und diesen Ansatzpunkt nicht hat. Stell dir vor, du erwachst das erste Mal in deinem Leben und hörst etwas und das ist, was du hörst, dann darfst du das nicht ablehnen, weil es zu komplex ist für deine Ohren, sondern du musst trotzdem einen emotionalen Zugang dazu haben. Vielleicht ist das ein bisschen meine Aufgabe bei dem Projekt gewesen. Dass man Komplexität zulässt, aber nicht einfach nur der Komplexität wegen, sondern als weitere Farbe, als weiteres Stilmittel für jene, die diese Sprache sprechen wollen. Aber trotzdem das Ganze auf einer Gefühlsebene zugänglich macht.

Durch das Bilderbuch-Projekt habe ich viel über Songwriting gelernt, wenn man sich so tief in die Musik hineinarbeitet. Etwas, was ich zuvor nicht so direkt für mich selbst in Betracht gezogen habe. Ich will in meiner querky, weirden Club-Elektronik-Experimentalmusik mehr Songs schreiben. Durch die Arbeit mit 5K HD genauso, ich kann das nur noch mal betonen, wie unfassbar talentiert diese Musikerinnen und Musiker sind, jede und jeder von denen ist mir einzeln in seinem Fach haushoch überlegen. Da fragt man sich am Anfang schon, was man da überhaupt noch beisteuern kann.

Beim Blick auf deine Diskografie: Remixes sind fast gleichwertig vorhanden wie Solo-Nummern. Welche Potenziale trägt der Remix als Form in sich?

Maximilian Walch: Seit meinem ersten Solo-Release 2015 habe ich so viel Remixes wie Solo-Nummern veröffentlicht. Ich mach das einfach gerne, das ist auch der Grund, warum die Zusammenarbeit mit anderen Künstlerinnen und Künstlern so gut funktioniert. Ich nehme gerne etwas und interpretiere es um. Ich nehme eine Nummer, berühre die Stimme gar nicht und schaue nur darauf, wie sich die Stimmung ändert. Wie lässt sich der Text neu interpretieren, indem ich einen anderen harmonischen Kontext beifüge, andere Akkorde drunterlege? Dadurch ändert sich manchmal sogar die Art und Weise, wie man den vorhandenen Text versteht. Das ist das Interessanteste: Wie kann ich einen Text uminterpretieren durch instrumentale Untermalung?

Ich mache einfach sehr viele verschiedene Dinge. Ich habe auch schon öfter darüber nachgedacht, wie viele unterschiedliche Solo-Projekte ich letztendlich machen könnte, weil der Sound so verschieden ist. Deshalb möglicherweise auch bald der Schritt zum ersten Album, Material gibt es wie Sand am Meer [lacht]. Es geht nur mehr darum, es zu ordnen, sich festzulegen und zu sagen: „Das ist das, was ich nach außen sein will.“

„You think too much.“

Gerade diese konkrete künstlerische Festlegung oder Identitätsfindung ist eine wesentliche Schwierigkeit in sogenannten FOBO-Zeiten („Fear of Better Options“), in denen man jeden Tag ein neues Projekt starten könnte und es viele auch tun.

Maximilian Walch: Ich war kürzlich in der Mark-Rothko-Ausstellung im Kunsthistorischen Museum. Da gab es im Eingangsraum Frühwerke von ihm, Gemälde, die er als Student gemalt hat, und dann ist ein Cut und plötzlich von einem Tag weg gibt es nur mehr diese abstrakte Malerei, in der es nur mehr um Form geht, wegen der man Mark Rothko auch kennt. Da stellt sich für mich die Frage wo diese Phase beginnt bei anderen Künstlerinnen und Künstlern, wo passiert der Moment, die Entscheidung: „Jetzt bin ich nach außen das.“

Stilfindung hat sicher etwas mit Entscheidung zu tun. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das einfach passiert. Wenn du etwas machst, entscheidest du entweder, wie du selber malen möchtest früher oder später oder, wenn du sehr viel Material hast, was du veröffentlichst unter einem gewissen Namen. Sei das jetzt bei der Musik oder in der bildenden Kunst. Das ist immer diese Frage. Ich hab das Gefühl, den Amerikanerinnen und Amerikanern ist das alles egal: „You think too much.” Die machen einfach genau das, was sie gut können von Anfang an, und dann klingt es auch genau nach dem. Möglicherweise suche ich auch einfach zu viel. Die Suche ist aber auch eine Chance.

Ich mache beispielsweise gerne diesen weirden Instrumentalsound, der auch ein bisschen jazzig ist, und dazu dann Hunderte Timbaland-Beats. Möglicherweise mache ich dann irgendwann zwei Projekte und trenne zwischen Jazz-Akkorden und keinen Jazz-Akkorden. Das ist eben genau so eine künstlerische Entscheidung, die mir helfen würde, das zu ordnen. Ich steh auf Ordnung.

Das klingt nach gedanklicher musikalischer Schizophrenie, die diesbezüglich in deinem Kopf herrscht.

Maximilian Walch: Ich steh auch auf Proleten-Disco, weißt du [lacht]. Ich kann mich damit identifizieren, ich bin in einem Kaff südlich von Linz aufgewachsen, dort raus beim Stift St. Florian. Ich kann mich erinnern, als ich vier, fünf Jahre alt war, sind immer die  jungen Burschen mit ihren Golf GTI durch die Siedlung gefahren und haben den Trance-Sound aus dem Fenster geschossen, Eurodance oder Ähnliches. Das hat mich auch mehr geprägt, als ich es zugeben würde oder zeigen will. 2006 war auch so ein Awakening-Moment für mich, da kam die Timbaland-Platte mit Nelly Furtado drauf raus, Gorillaz „Demon Days“, das ist Timbalands Jahr gewesen eigentlich (er hat so viele Jahre eigentlich gehabt) [lacht].

Diesen schon lange zurückliegenden Einflüssen und dem aktuellen Mindset steht auch deine sehr klassische Sozialisierung gegenüber.

Maximilian Walch: Grundsätzlich bin ich sehr dankbar, dass ich superspät mit 16 oder 17 noch einen sehr guten Klavierlehrer in Linz hatte. Er kannte „Ableton Live“ sehr gut und ich habe deshalb auch angefangen, damit zu spielen und auch selber auf die Suche zu gehen. Ich habe so angefangen Klavier zu spielen. Über den D ’n‘ B bin ich zum Jazz gekommen, und nicht umgekehrt. Ich fand immer schon die Jazz-Akkorde sehr cool, davor habe ich aber nie viel Jazz gehört, ich hab das dann sehr spät erst entdeckt eigentlich, wenn man das zeitlich denkt. Davor habe ich immer schon viel mehr institutionelle Klassik gemacht, davor im Streichquartett gespielt und im Vokalensemble gesungen, das mach ich immer noch. Ich interessiere mich sehr für Frühbarock- und Renaissance-Vokalmusik und auch für zeitgenössische Vokalmusik.

Clasht das manchmal?

Maximilian Walch: Es gibt sehr viele Parallelen in der Art, wie diese Vokalmusik gesetzt ist und klingt. Es war für mich deshalb leicht zu übertragen, auch wenn der musikalische Kontext ganz ein anderer ist. Ich habe aber nie das theoretische kompositorische Wissen erlernt. Spätestens auf der Universität, das hat geholfen, einfach davor schon diese Pole zu haben und Musik zu machen. In Wien ist es toll, weil Tonsatz heißt historische Satztechniken, da lernst du zwei Jahre lang intensiv wirklich vom Fugenschreiben, vom Motettenschreiben, von der Barockzeit bis hin zu dem Tonsatz von Alban Bergs „Wozzeck“. Tonmeister ist so ein bisschen Komposition light mit mehr Technik. Generalbass und Gehörbildung sind für mich unabdinglich gewesen, um musikalische Fortschritte zu machen und draufzukommen, wie schlecht man eigentlich ist [lacht].

Ergänzung statt Hemmung also.

Maximilian Walch: Ich wusste schon von Anfang an, was ich machen will. Ich geh nicht Musik studieren, weil ich nicht weiß, was ich mit der Musik machen will, sondern weil ich das als Bereicherung sehe. Und das hindert mich nicht daran, das zu tun, was ich möchte, sondern ich denke mir: „Wow, cool, jetzt kann ich anfangen so schräge Sätze zu schreiben oder auch die Jazz-Harmonik zu verwenden und ab und an etwas einzustreuen, was in dem Kontext ästhetisch gut passt, aber schon weit vom Jazz weggeht.“ Also nein, sicher nicht!

Medial wird gerne mit Labeln wie „junger Alleskönner“, „aufstrebendes Talent“ und Ähnlichem herumgeworfen, manchmal auch im Kontext deiner Arbeit. Wie stehst du zu dieser Reduktion?

Maximilian Walch: Ich habe mir relativ früh einen Bart wachsen lassen und versucht, das Alter nicht zum Thema werden zu lassen. Ich finde, dass die Musik oder das, was ich mache, nicht danach beurteilt werden sollte, wie alt ich bin, weder im Positiven noch im Negativen. Sondern einfach als das, was es ist. Alter spielt für mich kaum eine Rolle. Ich denke, viele Leute, die sehr talentiert sind, werden sehr früh sehr bekannt, stehen sehr weit vorne und du weißt oft noch gar nicht, wer du bist, wer du sein willst und da gehts dann wieder um diese zuvor besprochene künstlerische Entscheidung. Eigentlich würdest du dich noch gerne weiterentwickeln, aber der kommerzielle Erfolg ringt dir das selber ab. Möglicherweise sogar mehr der Druck, den du selber machst, als derjenige, den du von außen bekommst durch ein Label. Das hat mich nie so interessiert. Ich habe auch nicht den Bedarf, solo den Welterfolg zu erreichen, sondern ich will einfach genau den Sound machen, kompromisslosen Sound machen und je länger ich das mache, desto ausgefeilter wird das. Wenn ich größere, kommerziellere Elektronik-Acts sehe, wie etwa Mura Masa, die mit Band spielen, denke ich mir immer, es wäre so schön, wenn es noch einen Schritt weiter ginge und sie nicht nur versuchen würden, live eins zu eins die Platte zu reproduzieren, das tut es ja bei einer klassischen Band auch nicht.

Dieses Risiko wollen viele Künstlerinnen und Künstler aber nicht eingehen. Es ist sicherer, sich am Album festzukrallen und dieses dann in einer Live-Situation zu reproduzieren, so scheint es.

Maximilian Walch: Ja! Und es auch zu reiten, was gerade gut funktioniert hat. Das ist eigentlich das Einzige, das mich an Popmusik überhaupt nur stören kann, wenn man das Gefühl bekommt, es ist nur ein Ausreizen, anstatt einfach den nächsten Schritt zu tun, bleibt man stehen …

…. und versucht, eine Brand daraus zu machen.

Maximilian Walch: Ich kann dem einfach nicht so viel abgewinnen. Ich habe sehr viel Respekt davor, was Bilderbuch bereit sind für Schritte zu gehen, weil die hätten auch stehen bleiben können, aber das haben sie nicht getan. Das ist, wenn man überhaupt mal in so eine Position kommt, schon ein beachtlicher Schritt. Aber noch mal: Ich bin niemandem böse, wenn er das macht. Ich wäre ja vielleicht gar nicht besser, auch wenn ich jetzt selbst davon spreche. Ich kann nur sagen, was mir persönlich an Musik gefällt und ich werde dann nur stutzig und denk mir: „Schade, dass du es dir selbst nicht gönnst, den nächsten Schritt zu machen.“

Monophobe (c) Terisha Harris

Lebst du von der Musik?

Maximilian Walch: Es passiert schon. Ich mache viel Verschiedenes, und das macht es auch sehr interessant. Ich habe mir in diesem Jahr vorgenommen, wieder weniger zu mischen und dafür mehr zu produzieren. Es wird jetzt auch mal Zeit, die Uni abzuschließen, das hält einen auch im Kopf manchmal stärker zurück, als es tatsächlich die Realität wäre. Ich mag das einfach, wenn eine Sache abgeschlossen ist und man sich voll den nächsten Dingen widmen kann.

Ich habe mir auch vorgenommen, weniger gleichzeitig zu machen. Es war einfach etwas viel die letzten Jahre. Man verliert auch einfach Zeit, wenn man so viel springt, weil du musst dich immer neu einarbeiten in ein Projekt und dann vergeht eine Woche und es bleibt nur mehr eine Woche Produktionszeit und dann kommt das nächste Projekt. Manche Projekte brauchen das, aber nicht jedem tut das gut. Ich hab nichts dagegen, im ersten Quartal ein Projekt zu machen, das blau ist, und im nächsten eines, das komplementär gefärbt ist. Das wäre schon cool, wenn das weiterhin möglich wäre.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Ada Karlbauer

 

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