Bild (c) Hands&Bits

HANDS&BITS – „Lovesongs for a broken pencil“

Elektronische Musik einmal anders, stilistisch erweitert und auf aufregende Weise klanglich mit dem Akustischen zu etwas Neuartigem verbunden. HANDS&BITS zeigen sich auf ihrem Erstlingswerk „Lovesongs for a broken pencil“ (Unit Records) als eine Formation, die ihre ganz eigenen Vorstellungen hat.

Da versucht eine Formation hörbar einmal einen anderen musikalischen Weg zu gehen. Zumindest kann man sich des Eindrucks, dass das Duo Hands&Bits etwas ganz Eigenes im Sinn hat, nicht erwehren, lauscht man sich durch dessen Debüt „Lovesongs for a broken pencil“.  Julian Pieber (Schlagzeug, Elektronik) und Simon Schellnegger (Viola) – die beiden Köpfe hinter dem Projekt – vollführen in ihren Nummern einen musikalischen Spagat, der weit Auseinanderliegendes auf wirklich aufregende Weise miteinander verbindet.

Vielschichtige Klanggebilde zwischen Elektronik und Akustik

Cover “Lovesongs for a broken pencil”

Stilistisch wirklich eindeutig kategorisieren lässt sich der Sound, den das überaus experimentierfreudige Zweiergespann entstehen lässt, nicht, denn irgendwie ist von allem etwas dabei. Kammermusik trifft auf weltmusikalisch Angehauchtes und basslastig Elektronisches, ein wenig Pop, Folk und etwas Jazziges sind auch noch dabei. Ein bunter musikalischer Mix, der seine Besonderheit vor allem durch den Umgang des Zweiergespanns mit den einzelnen Elementen entwickelt. Mit den Klängen, Tönen, Melodien und Rhythmen wird innovativ umgegangen, kunstvoll experimentiert, sie werden geloopt, gesampelt und in neuer Form vielschichtig zum Ausdruck gebracht.

Der Bogen der Stimmung zeigt sich als ein sehr weiter und reicht von hochgradig energiegeladen, tanzbar und ordentlich nach vorne treibendend bis hin zu minimalistischen und fragilen melancholischen Zuständen, die eine ungemeine Dichte und magische Anziehung entwickeln. Hands&Bits malen vielschichtige Klangbilder, die einen ebenso heftig aufrütteln wie auch in schönster Weise in ferne Dimensionen wegschweben lassen. Die Nummern setzen alle ihre eigenen Akzente, sie folgen ihren eigenen Erzählsträngen, die immer wieder ganz woanders hinführen, als man vielleicht zu Beginn erwartet.

Julian Pieber und Simon Schellnegger legen mit „Lovesongs for a broken pencil“ ein Erstlingswerk vor, das auf jeden Fall Interesse weckt. Die Nummern des Zweiergespanns sind eines sehr eigenwilligen Charakters, sie treffen einen erfrischend anderen Ton. Und genau das macht die ganze Sache auch so interessant. Eine spannende Geschichte.

Michael Ternai

Hands&Bits live
29.5. Pfingstvision, Weiz-Taborkirche
23.6. Szene Bunte Wähne, Radessen
29.7. Rock den Park, Grossgerungs

Links:
Hands&Bits
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Unit Records