
Die Band bestehend aus Sängerin Laura Gomez (Spanien), Produzent Tim Simenon (Großbritannien), Schlagzeuger Roman Lugmayr und Keyboarder Gregor Lichtenauer (beide Österreich) bezeichnet ihr Werk als “Melodie Techno”. Definiert man Techno als Synonym elektronischer Tanzmusik, als Sammelbezeichnung diverser Genres, dann lässt sich das durchaus nachvollziehen und argumentieren. Wenngleich der gebrochene Beat auf ihrem neuen Album “Esfera” bevorzugt Verwendung findet.
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“We must stand up for what we like”

“Someone told me the other night, we must stand up for what we like.” Ideen der Nacht, Illusionen des nächsten Tages. “When the world falls apart, we will have to wake up. Maybe we won’t, maybe we won’t…”. Wie ein lehrreiches Beispiel fasst “Broken Bones” zusammen, was wir bisher gelernt haben. Eine Prise raumfüllende Fläche mit kleinen Akzentuierungen der Instrumentalgruppe, ein Quäntchen Tempo, eine Schuss Hall auf Gomez Gesang, sanfte, teils gestrichene, gebrochene Beats und das kleine Etwas, das bei den wirklich guten Speisen immer Familiengeheimnis bleibt. “Nocturne” reißt uns noch mal aus dem sanften Schlaf, bevor “El Mag” das Album bei der Hand nimmt und hüpfend den Raum verlässt.
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Atmosphärische Klangblasen
Nicht mit Zufall hat sich die Formation für “Esfera” entschieden. Der Rezipierende schwebt in der großen Klangblase, deren Atmosphäre mal der vor einem Gewitter gleicht, mal einen lauen Sommerabend herbeiträumen lässt. Diese Aufbruchsstimmung springt dem Zuhörenden bei aller Melancholie und Tiefsinnigkeit ganz leichtfüßig entgegen. Düsternis und Schwermut lassen sich stilistisch in jedes Genre einarbeiten. Den kleinen Schelm, die Lebendigkeit einzubinden, ist die Kunst, der sich Ghost Capsules stellt, um ihr gerecht zu werden.
Lucia Laggner
Fotocredits: Eni Brandner