Georg Vogel/Andreas Waelti/Michael Prowaznik (c) Marie Jecel

GEORG VOGEL / ANDREAS WAELTI / MICHAEL PROWAZNIK stellen sich vor

Am 20. März stellt sich im Wiener PORGY & BESS mit dem Trio GEORG VOGEL / ANDREAS WAELTI / MICHAEL PROWAZNIK eine Formation vor, die sich es zur Aufgabe macht, den Jazz scheuklappenbefreit und mit hohem künstlerischen Anspruch zu einer neuen Lebendigkeit zu verhelfen.

In klassischer Jazzbesetzung den Jazz ganz unklassisch interpretieren: So in etwa lässt sich das von dem Trio Georg Vogel (Piano, Fender Rhodes), Andreas Waelti (Kontrabass) und Michael Prowaznik (Schlagzeug) Dargebotene wohl am treffendsten auf den Punkt bringen. Die drei bekanntermaßen sehr umtriebigen Instrumentalisten haben sich zusammengefunden, um sich gemeinsam auf eine ereignisreiche Achterbahnfahrt durch die weite Welt des Jazz zu begeben, wobei sie auf dieser klarerweise auch die Welten vieler anderer Stile und Genres durchqueren.

Die musikalische Vielfalt in Reinkultur

Das österreichisch-schweizerische Dreiergespann geht ohne jede Einschränkung geradezu entfesselt und erfrischend undogmatisch zu Werke. In den Stücken wird im musikalischen Sinne mit den Ideen und den unterschiedlichen Versatzstücken auf eine Art jongliert, dass es eine wahre Freude ist. Es werden musikalische Strömungen miteinander verwoben, die dem ersten Blick nach nicht und wieder nicht zusammenpassen wollen, dies aber in wunderbarer Form dann doch tun, es werden die Melodien in vertrackte genauso wie in wunderbar eingängige Rhythmusformen und -strukturen eingepflegt, es wird von den drei Beteiligten im Sinne eines facettenreichen Gesamtklangs rasant soliert, spontan gebrochen und beherzt experimentiert. Die Intensitäten und Stimmungen wechseln im Sekundentakt, von elegant zurückhaltend bis ungemein dynamisch, von richtig schön lässig beschwingt bis vollkommen offen, von sphärisch dicht bis eigenwillig schräg.

Georg Vogel, Andreas Waelti und Michael Prowaznik lassen fantasievolle, abwechslungsreiche und modern klingende Jazzgeschichten entstehen. Sie spielen mit den Kontrasten nach Belieben und übersetzen die vielen verschiedenen Elemente in spannungsgeladene vielschichtige musikalische Bögen, die in keinem Moment abflachen, sondern durchgehend aufregend bleiben. Auch weil man eigentlich nie weiß, in welche Richtung es die drei Musiker treibt.

Die Arbeiten an einem Album sind derzeit voll im Gange. Aufgenommen wurden die Stücke bereits. Sie befinden sich derzeit im Mix. Man darf auf das Ergebnis durchaus gespannt sein. Doch wer die vielen anderen Projekte der drei Musiker kennt, weiß, dass hier musikalisch eigentlich kaum etwas schiefgehen kann.

Michael Ternai

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