Breinschmid (c) Julia Wesely

Georg Breinschmid – „Breinländ“

Am 7. September 2018 erscheint das neue Album des Wiener Kontrabassisten, Ex-Philharmonikers und erfolgreichen Jazzmusikers GEORG BREINSCHMID. Mit „Breinländ“ (Preiser Records) präsentiert er uns gleich zwei CDs, welche durch die Verschmelzung unterschiedlichster stilistischer Einflüsse, Humor und viel Spielfreude mehr als nur überzeugen.

Nachdem Georg Breinschmid Ende der 1990er-Jahre seine Orchesterlaufbahn, unter anderem bei den Wiener Philharmonikern, beendet hatte, widmete er sich zunehmend seiner Vorliebe für Jazz und improvisierte Musik. Seitdem konnte er sich erfolgreich als fester Bestandteil der nationalen und internationalen Jazz-Szene etablieren und mit Größen wie Kenny Wheeler, Archie Shepp, Charlie Mariano und Thomas Gansch – mit Letzterem spielt er regelmäßig im Duo – zusammenarbeiten.

Eine treffsichere Genreeinordnung fällt bei „Breinländ“, wie auch bei vielen anderen Werken Georg Breinschmids, schwer. Die meisten der insgesamt 23 Titel dieses Doppelalbums können wohl irgendwo zwischen Jazz, Wienerlied, Klassik und Folklore verortet werden und wissen dabei unterschiedlichste Stimmungen und Sphären zu schaffen. So finden sich auf dieser Veröffentlichung unter anderem Auftragswerke für zeitgenössische Ensembles, originelle Vertonungen von Gedichten Ernst Jandls, eine äußerst gelungene „Carmen-Fantasie“ für Solokontrabass und Orchester, ein bulgarisches Folk-Stück sowie verschiedene, oft humoristische Kompositionen, welche verstärkt im Wienerlied und in mit dem Jazz verwandten Stilen beheimatet sind.

„Des is nu ka Liad, aber ein Anfang und der Rest is nu in mir versteckt […]“

Auch wenn Breinschmid im Vergleich zu manch anderen Musikerinnen und Musikern das Komponieren erst relativ spät entdeckte, vermögen seine Stücke durch Ideenreichtum und Virtuosität mehr als nur zu überzeugen und fesseln dabei die Aufmerksamkeit der HörerInnen auf verschiedenen Ebenen. So wechseln sich instrumentale  Werke, Interpretationen literarischer Texte, eingängige „Songs“ und unterschiedliche Spielweisen und Instrumentierungen in einer erfrischenden Art und Weise ab.

„Breinländ“ ist eine wunderbare Sammlung aus dem kreativen Schaffen Georg Breinschmids und dokumentiert wieder einmal die außergewöhnlichen Fähigkeiten dieses Musikers.

Alexander Kochman

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