
Es gibt sie erfreulicherweise immer wieder: die Popentwürfe, die so rein gar nicht den bekannten Regeln des Pop entsprechen wollen, sondern wirklich einmal mit einer anderen Note daherkommen. Jener von GelbGut ist auf jeden Fall zu diesen zu zählen. Am vielleicht treffendsten lässt sich der von dem Zweiergespann Paul Matyas und Michael Knoll auf seiner EP dargebotene Sound als kompromissloser Elektropunk mit starkem 1980er-Synthiepop-Einschlag und vereinzelten New-Wave-, Neue-Deutsche-Welle- und Rock-Anleihen beschreiben. Und obwohl sich musikalisch das Feld des Duos im ersten Moment vielleicht doch recht eindeutig abgesteckt liest, verhält es sich letzten Endes dann doch ganz anders.
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Pop mit lässig-räudiger Note

Die zwei Wiener liefern auf ihrer EP „Irgendwas“ auf wirklich sehr schöne Art den Beweis, dass im Pop noch lange nicht das letzte Wort gesprochen ist. Ja, er kann und darf auch einmal etwas erdiger, ungehobelter und nicht perfekt erklingen. Dem Spaßfaktor tut dies keinen Abbruch. Bleibt zu hoffen, dass man von dieser Combo auch in Zukunft noch so einiges zu hören bekommen wird.
Michael Ternai
Foto GelbGut (c) GelbGut