GambsArt Jazz präsentiert Katja Cruz

Katja Cruz ist eine Künstlerin mit vielen, vielen Gesichtern. Sie ist Sängerin und Komponistin, sie ist in der bildenden Kunst, wie etwa im Lichtdesign, unterwegs und versteht es auch, sich auch in anderen Bereichen in kreativer Form zu bewegen. Musikalisch besonders hingezogen fühlt sich die Grazerin zu den lateinamerikanischen Klangtraditionen. Es ist vor allem diese unbändige und lebensbejahende Leidenschaft und Energie, welche in dieser Musik zum Ausdruck gebracht werden, die sie seit je her über alle Maße faszinieren und auch dazu bewegt haben, sich selber in diesem Metier zu versuchen. Gemeinsam mit einem handverlesenen Ensemble bewandert die Katja Cruz zwischen Eigenkompositionen und behutsamen Neuinterpretationen von Klassikern von unter anderem Astor Piazzolla oder Violeta Parra das stilistisch weit gefasste Feld der südamerikanischen Spielformen mit einer solchen Selbstverständlichkeit, als ob sie ihr Leben lang nicht anderes getan hätte. Die nächste Gelegenheit, diese außergewöhnliche Künstlerin live zu erleben, gibt es am 25. Juli im Rahmen der GambsArt Jazz Konzertreihe im Grazer Generalihof.

Wer das bisherige Schaffen von Katja Cruz, im bürgerlichen Namen Katja Krusche, mitverfolgt hat, der weiß, dass es sich hier um eine Künstlerin handelt, die sich vor allem zwischen den verschiedenen musikalischen Stühlen am wohlsten fühlt. Sich nie wirklich einzig auf ein einzelnes Genre konzentrierend, sind ihre Arbeiten vor allem geprägt durch eine enorme Vielfalt. Sie schreckt niemals davor zurück, auch einmal neue Wege zu beschreiten, wie sie es etwa kürzlich gemeinsam mit dem Perkussionisten Howard Curtis auf der CD „Lightning and Thunder“ getan hat. Eine Zusammenarbeit, welche die Grazerin tief in die Welt der Improvisation geführt hat. Man sieht, Berührungsängste sind der Sängerin und Komponistin fremd. Ihre große musikalische Liebe gilt jedoch dem Tango. Nach eigenen Angaben war es für die Sängerin und Komponistin, die auch einige Zeit lang in Argentinien verbracht hat, eine „Liebe auf den ersten Song“. Vertont hat sie ihre große Zuneigung unter anderem auf der 2011 erschienenen und von allen Seiten hochgelobten CD „Mi Corazon“, welche sie im Rahmen des Konzertabends im Generalihof zur Aufführung bringen wird.

Ihr zur Seite steht ein hochklassig besetztes Ensemble, dessen Mitglieder Marco Antônio da Costa (Gitarre), Patrick Dunst (Saxophon, Bassklarinette, Flöte), Heidi Savic (Akkordeon), Felipe Oliveira (Bass) und Howard Curtis (Schlagzeug, Percussions) es auf ganz wunderbare Weise verstehen, der Musik durch ihr überaus variantenreiches Spiel zusätzliches Leben einzuhauchen. Sich auf die traditionellen Spielformen berufend, erweitern sie den Sound um Elemente aus dem europäisch geprägten Jazz und der Klassik, wodurch am Ende ein ungemein vielschichtiges und mitreißendes Klangspektakel der allerersten Güte entsteht. Das musikalisch Dargebotene, die Eigenkompositionen wie auch die Neubearbeitungen, strotzen nur so vor Spielfreude und Leidenschaft, sie sind voller Energie und von anmutender Schönheit, wie man es in unseren Breitengraden in dieser Authentizität nur selten zu Gehör bekommt. Katja Cruz und ihre MitmusikerInnen begnügen sich nicht alleine mit dem Interpretieren des Begriffes Tango, sie leben ihn richtiggehend, was auch das Publikum vom ersten Moment in intensivster Form an zu spüren bekommt. (mt)

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Katja Cruz