Freistunde in der Strengen Kammer mit Fabian Rucker & Peter Mayer

Einer immer größer werdenden Beliebtheit erfreut sich die donnerstägliche Reihe „Freistunde in der Strengen Kammer“ im Wiener Porgy & Bess. Ganz offensichtlich sind musikinteressierte Leute wieder hungrig nach neuen Musik- und Klangerlebnissen und wollen etwas Neues und abseits des herkömmlichen Angesiedeltes kennenlernen. Und genau solches wird ihnen vom Verein „Freifeld“, welcher  sich für die Programmierung des kleinen Raumes des international renommierten Jazzclubs verantwortlich zeigt, zur Genüge geboten. Ausnahmsweise am Freitag präsentiert die Reihe am 24. Februar mit dem Saxophonisten Fabian Rucker und dem Gitarristen Peter Mayer einmal mehr zwei hoffnungsvolle, ambitionierte und über alle Maßen talentierte Vertreter der jungen heimischen Jazzszene. Was die BesucherInnen erwarten dürfen, ist ein Musikerlebnis ganz im Zeichen des freien Spiels. Erlauben wird sich das Duo in musikalischer Hinsicht alles, was die ganze Sache dann auch so richtig spannend macht.

Wer die verschiedenen Projekte von Fabian Rucker und Peter Mayer kennt, der weiß, dass hier zwei Musiker am Start sind, die von ihrem offenen  Verständnis her, nicht allzu viel vom tausendfachen Wiederholen altbekannter Standards halten. Vielmehr geht es ihnen darum, in welchem Kontext auch immer ihre ganz eigene und von allen Stilfragen befreite Vorstellung von Musik umzusetzen. Wie viele andere talentierte VertreterInnen der jungen Jazzszene kennen auch die beiden keinerlei Grenzen zwischen den einzelnen Spielformen. So suchen sie ihre musikalische Erfüllung vor allem im freien Spiel, im kunstvollen Spagat von einem Genre hin zum anderen. Keinerlei Berührungsängste zeigend durchwandern Rucker und Mayer quasi als Freigeister selbstbewusst genauso die Welt des Jazz, wie auch jene des Rock, des Hip Hop, des Pop  und der elektronischen Musik.

Das Aufeinandertreffen der beiden Musiker lässt einen abwechslungsreichen Konzertabend im Geiste des Experiments erwarten. Ungewöhnliche Wege werden von dem Saxophonisten und dem Gitarristen ebenso gegangen werden,  wie solche, die mit vielen unvorhersehbaren und spontanen Wendungen aufwarten werden. Was regieren wird, ist ein spannender, vielschichtiger und kunstvoller musikalischer Dialog, in dem ganz einfach  ziemlich alles passieren kann und dessen Ergebnis sich erst am Ende offenbaren wird.

Alles zusammen also lässt einen in der Tat erstklassigen Musikabend erwarten. Liebhaber anspruchsvoller Klänge, die sich auch gerne mal auf vollkommen neue Hörerlebnisse einlassen, werden daher an dieser musikalischen Darbietung mit Sicherheit ihre Freude haben. (mt)