„FLINTA*-PERSONEN WERDEN NICHT ZUM ENTITLEMENT ERZOGEN“ – YASMO im mica-Interview

Während YASMIN HAFEDH alias YASMO am 7. Oktober gemeinsam mit der KLANGKANTINE ihr neues Album “Laut und Lost” herausbringt, sitzt die Wienerin im Organisationsteam der 26. Deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften, plant ihre nächste Tour und macht FLINTA*-Nachwuchs-Arbeit. Zwischendurch hatte sie auch noch Zeit mit Ania Gleich ein bisschen darüber zu reden, warum ihr neues Album lauter denn je ist, welche Klischees sie damit umstürzen will und weshalb die „lostness“ unserer Zeit kein Grund zum aufgeben ist. Warum das alles eine mindset-Frage von „abundance“ ist und wie wir dadurch neugierig bleiben, erzählt YASMO im Interview.

Dein neues Album heißt “Laut und Lost”. Wer ist „lost“?

Yasmin Hafedh: Ich glaube, ich beschreib mehrere Arten der lostness. Egal ob Gen-Z oder Millennials und allen, die dazwischen sind. Neben den vielen kleinen Generationsumbrüchen gibt es vor allem einen großen, der uns alle betrifft: Die alten Mythen von wegen „Man geht zur Schule und dann studieren“ oder „Man macht eine Lehre und dann den Meister“, „Man nimmt einen Kredit und kauft ein Haus“, klingen inzwischen utopisch. Aber man hat das apperently einmal so gemacht. Das ist der große Bruch, der vor den Millennials passiert ist. Natürlich ist das lost-sein durch die Pandemie verstärkt worden, aber es hört damit ja nicht auf. Der Klimawandel schreitet voran und zeigt uns Jahr für Jahr: Hallo Menschheit, du bist dumm! Das empfinde ich seit zehn Jahren so. Und jetzt herrscht auch noch Krieg in Europa, es gibt eine Inflation die spürbar ist. Die Frage bleibt: Wo geht es hin? Der Wahnsinn macht keinen Halt und die tägliche Bewusstmachung desselben, lässt uns noch verlorener fühlen. Was soll ich heute für in fünf Jahren planen, wenn ich nicht weiß ob in fünf Jahren noch die Welt steht? So virulent, wie es jetzt ist, war dieses Gefühl noch nie. 

Also befinden sich diese lost generations in einer ständigen Spannung?

Yasmin Hafedh: Es ist ein Prekariat, in das man gedrängt wird. Das hat damit zu tun hat, dass wir im Neoliberalismus leben und viele diese Lüge vom „Du kannst alles werden, was du willst, wenn du nur hart genug dafür arbeitest“ glauben und das Umdenken erst schaffen, wenn sie schon im Burnout gelandet sind. Da klingt jetzt drastisch. Aber das System, in dem wir leben, war immer schon auf Ausbeutung ausgerichtet. Irgendwann hatte man dann allerdings schon noch sowas wie Menschenwürde. Dieser gegenüber geht über die Jahre immer mehr der Respekt verloren. Unterm Strich sind wir aber immer noch Menschen. Keine Maschinen. Unsere Grundbedürfnisse sind keine Statussymbole.

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Man denke nur an den Begriff „human ressources“.

Yasmin Hafedh: Das ist ein gutes Beispiel! Unsere Grundbedürfnisse sind: Essen, schlafen, Fortpflanzung, ein Dach über dem Kopf. Auf alle anderen Bedürfnisse, die uns vom System vorgelogen werden, fallen wir rein! Dann sind wir in diesem Radl und arbeiten uns für wen anderen den Arsch ab. Aber das System versucht uns zu vermitteln, dass wir es für uns tun. Leider funktioniert das super.  

„WER GEHT HEUTZUTGE NOCH ZU GEWERKSCHAFTEN? DIE IDEE IST IMMER NOCH GUT!“

Stehen wir damit allein?

Yasmin Hafedh: Wir stehen alle nebeneinander, aber zwischen uns sind Trennwände, damit wir die anderen nicht sehen können. Um zu glauben, wir wären alleine. Solange wir uns alleine fühlen, können wir uns nicht verbünden, für Solidarität einstehen und eine Hebelkraft entwickeln. Ich meine: Wer geht heutzutage noch zu Gewerkschaften? Die Idee ist immer noch gut!

Wird das durch die Digitalisierung nicht noch verstärkt?

Yasmin Hafedh: Das kann ich tatsächlich in dem großen Ausmaß nicht beurteilen. Es gibt in manchen Arbeitsmärkten die reale Angst, dass wir durch einen Computer, einen Roboter oder eine Maschine ersetzt werden. Das heißt, man fühlt sich prekär und bedrängt. Aber was ist der Umkehrschluss? In sozialen Medien, wo es um die Inszenierung geht, machen wir diese Mechanisierung ganz von selbst. Da geht es plötzlich nur mehr um Klicks, Likes oder Views. Wir bewerten uns also selbst wie Maschinen.  

Wie gehst du als Künstlerin damit um?

Yasmin Hafedh: Ich habe das Glück, dass ich ein bisschen älter bin, muss ich ganz ehrlich sagen. Deswegen bin ich gut darin, das auszublenden. Natürlich ist mein Ego gestreichelt, wenn irgendwelche Songs viel gehört werden oder Beiträge viele Likes bekommen. Aber ich kann das auch differenzieren und sagen: Ok, das ist ein reines Ego-Ding. Mir ist es um hundertausendmal wichtiger, dass ich ein Konzert spiele und es ausverkauft ist. Da ist Publikum dort, dass das Konzert sehen möchte und das danach mit mir über Songs reden will oder Fragen hat oder mir von sich erzählen will. Was bringen mir eine Million Klicks, wenn ich dann ein Konzert spiele, wo nur zwanzig Leute da sind? Das zaht mi ned! Denn es steckt ja eine massive Ambivalenz darin, wie das Digitale funktioniert: Manche Menschen sind im Internet „Stars“ und im echten Leben überhaupt nicht. Da muss man an die Nachhaltigkeit denken.

Dazu fallen mir Stichworte wie „Imposter Syndrom“ oder „FOMO“ (Fear Of Missing Out) ein.

Yasmin Hafedh: Also meine FOMO habe ich durch die Pandemie überwunden. Die hat mir einen Raum geschaffen, wo ich mir dachte: Jetzt verpasse ich eh nix, weil‘s nix zu verpassen gibt. Und als dann alles langsam wieder aufgemacht hat, war mein Gedanke: Ich habe schon so viel gesehen. Wie oft war ich bei „unnötigen“ Veranstaltungen? Was das „Imposter-Syndrom“ betrifft, habe ich eine andere Vermutung. Nämlich, dass das eine Gender-Frage und keine digitale-oder-reale-Welt-Frage ist. Ich habe auch ein Imposter-Syndrom und ich bin Yasmo! Ich habe eine Fanbase, eine Karriere und lebe von meiner Kunst: Das geht sich alles super aus! Und trotzdem denk ich mir oft: Kann ich das? Was habe ich da getan? Warum habe ich dort zugesagt? Ich bin nicht qualifiziert dafür! Aber das ist natürlich völliger Bullshit! Natürlich bin ich qualifiziert dafür. Das ist eine Genderthematik. FLINTA*-Personen werden nicht zum entitlement erzogen. Wie oft habe ich mittelmäßige Arbeit von weißen Hetero-Cis-Dudes gesehen, die aber mit einer Selbstverständlichkeit herangehen, als würde ihnen die Welt gehören. Denn: Natürlich ist es das Beste, was sie machen. Eigentlich denkt man sich aber: So gut find ich‘s jetzt eigentlich nicht, aber soll ich was sagen? Na, dann gönnt man ihnen das halt, dass sie sich so abfeiern. Und gleichzeitig stehst du daneben, arbeitest dreimal so hart und zweifelst: Mh, war das jetzt gut genug? Völlig absurd.

Unsere Gesprächsdynamik wäre allein schon völlig anders, wäre ich jetzt ein Mann. Internalisierte Diskriminierungserfahrungen erzeugen keine derartige Selbstverständlichkeit. Das ist auch gleich eine gute Brücke zum Musikvideo zu „100k“ mit Mira Lu Kovacs: Da kokettiert ihr ja Klischees dieser männlich geprägten rich & famous-Mentalität und singt aber im Text vom Gegenteil. Was bedeutet für dich das Kollektiv?

Bild Yasmo
Yasmo (c) Carina Antl

Yasmin Hafedh: In meiner Erfahrung gibt es zwei verschiedene Mindsets. Entweder das von Mangel und scarcity, also „Ich muss meins verteidigen, sonst nimmt mir jemand was weg“. Oder das von „mehr ist mehr“, also abundance: Je mehr wir sind, umso mehr wir miteinander teilen, desto besser für alle. Das Mangel-Mindset hält einen meiner Meinung nach klein. Das Überfluss-Mindset führt dazu, dass wirklich an allen Ecken und Enden viel mehr geht. Ich tu mir also keinen Gefallen damit, in ersterem zu bleiben. Als ich als Rapperin und Slammerin angefangen hab, hat mir Mieze Medusa damals sehr viele Bühnen zur Verfügung gestellt. Meine ersten beiden Solo-Alben sind auf ihrem Label rausgekommen. Und dann kam in Interviews immer die Frage, ob ich mich mit Mieze Medusa in Konkurrenz sähe, nachdem wir ja die einzigen zwei Rapperinnen seien.

Was da künstlich herbeigezogen wurde, war so unglaublich dumm und unüberlegt! Denn was ist denn in den letzten fünfzehn Jahren passiert? Man muss sich nur umsehen, was und wer jetzt überall ist und welche Bühnen gebaut wurden. Das ist unsichtbare Arbeit, die nie gesehen und nie kommentiert wird. Ich tu mir selbst nur Gutes, indem ich W1ze irgendwo hin buche oder auf mein Album einlade beziehungsweise wenn ich im Musikbereich oder im Poetry-Slam FLINTA*-Nachwuchs-Arbeit mache. Ich tu denen einen Gefallen, ich tu mir einen Gefallen. Das ist eine Mindset-Sache. Deswegen ist „100k“ so exemplarisch dafür. Im Rap gab es auch immer diese „started from the bottom“-Mentalität: Ich habe das alleine gemacht und ich habe mich hochgekämpft. Das ist verständlich, denn es schmeichelt dem eigenen Ego extrem. Aber es ist eben einfach eine Lüge! Da muss man sich ehrlich sein.

„NETZWERKARBEIT IST UNBEZAHLTE, UNGESEHENE, TEILWEISE SCHEIßARBEIT! TROTZDEM GIBT ES LEUTE, DIE ES GANZ SELBSTVERSTÄNDLICH MACHEN“

Man bräuchte ein grundsätzliches moralisches Umdenken.

Yasmin Hafedh: Ich meine, dass längerfristige, nachhaltige Bewegungen oder Musikrichtungen, immer aus kollektiver Arbeit entspringen. Ob man sie sichtbar macht oder nicht, das ist die andere Frage. Aber ich finde sie nicht sichtbar zu machen, verwerflich. Da moralisiere ich auch gerne. Ich mag nicht lügen. Yasmo gäbe es nicht, wenn es nicht Mieze Medusa gegebene hätte, wenn ich nicht den Verein FOMP kennengelernt hätte, die den Jazz Slam gemacht haben, wo ich die Klangkantine kennengelernt habe, wenn’s nicht InkMusic gegeben hätten, die mit uns die Marke „Yasmo und die Klangkantine“ aufgezogen haben, wenn es nicht den österreichischen Musikfonds gegeben hätte, wenn es nicht das mica gegeben hätte: Dann gäbe es das alles so nicht! Da braucht man sich nichts vormachen. Ich würde vermutlich auf irgendwelchen Playlists herumdumpern oder ein TikTok-Sternchen sein.

Networking ist das A und O unbezahlter Arbeit.

Yasmin Hafedh: Netzwerkarbeit ist unbezahlte, ungesehene, teilweise Scheißarbeit! Trotzdem gibt es Leute, die es ganz selbstverständlich machen. Auch denen gebührt ein Credit. Genau das macht die auch weniger lost.

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Was kann man gegen die lostness machen?

Yasmin Hafedh: Ich glaube, was man für sich machen und was bereichern kann, ist, neugierig zu bleiben. Natürlich hat jede nachkommende Generation die Weisheit mit dem Löffel gefressen ist und weiß jetzt gerade, wie’s läuft. Dass die gegen die Alten rebellieren, ist völlig klar. Das gehört sich so. Ich wäre enttäuscht, wenn die jetzige Jugend nicht sagen würde: „Hä, was sind das für alte Musiker:innen?“. Aber was ich immer schon interessant fand, ist nachzufragen und mit Menschen ins Gespräch zu gehen. Und nicht nur, um irgendeinen eigenen Nutzen daraus zu schöpfen, sondern wirklich aus einer plainen Neugier herzugehen und zu fragen: Hey, wer bist du und was machst du da eigentlich? Das habe ich immer schon gemacht und es ist mir auch oft widerfahren. Das kann man sich aufrechterhalten! Man lernt immer dazu und nie aus. Auch immer um Hilfe zu fragen: Wenn ihr euch nicht auskennt, fragt nach! Schreibt Leuten E-Mails, wenn ihr euch denkt, die wissen’s besser. Die meisten Leute werden euch antworten. Und wenn ihr keine Antwort bekommt, dann fragts halt zwei oder dreimal nach. Damit ist auch niemandem etwas getan. Auch damit darf man nie aufhören, egal ob man sechzehn oder sechzig ist.

Apropos sechzehn oder sechzig: Generationsfrage ist auch, mit welcher Zeit man sich identifiziert. In „90er Kid“, deinem Feature mit W1ze, singst du ganz explizit über einen Zeitraum, der jetzt wieder voll „im Trend“ ist. Melancholie?

Yasmin Hafedh: Jein. Der Song war definitiv ein reminiscence-Song. Das ist so ein klassisches Hip-Hop Ding. Oder zumindest war es das in den 90ern: Da hatte jeder einen Reminiscere-Song! Jetzt hatte ich einmal Bock! Als dann sogar „Wetten, Dass“ wieder im Fernsehen gelaufen ist, war das der Auslöser! Da habe ich bemerkt, dass wirklich alles wieder kommt: Die Sounds, die Outfits von J.LO (Jennifer Lopez), Ja Rule und Ashanti: Alles wieder da! Es wiederholt sich. Also warum nicht jetzt so tun, als hätte man das Rad neu erfunden, wenn in zwei Jahren wieder jeder Song so klingt? Verzeih meinen Sarkasmus!

„DIE INTIMITÄT IST LAUTER GEWORDEN“

Jetzt haben wir lang über den „lost“-Aspekt deines Albums geredet. Warum „laut“?

Yasmin Hafedh: Tolle Frage. Einfache Antwort: „Wir san imma no laut“. Das Album ist der Pandemie entstanden. Wir haben also auch in der Zeit geschrieben, wo alles komisch war. Und was sich dann auf den Nummern herauskristallisiert hat, war, dass die inhaltlich, aber auch musikalisch alle trotzdem immer noch „schreien“. Vielleicht nicht mehr so mit dem Zeigefinger, wie noch vor sieben Jahren. Es ist bei den meisten Songs eher ein „Haaaaaalllloooooo- Wir sind immer noch da“-Gefühl. Denn unsere Grundwerte sind immer noch dieselben. Man könnte vielleicht sagen: Die Intimität ist lauter geworden!

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Es gibt den seltsamen Vorwurf, dass Gen Z und folgende sich nicht mehr trauten „Krach“ zu machen, sondern auf ihre Art konform wären. Was absurd ist, wenn man sich allein den neuen politischen Aktivismus anschaut. Woher kommt dieser Gedanke?

Yasmin Hafedh: Halte ich auch für völligen Blödsinn. Ich habe das Gefühl die Jungen sind sogar viel ärger als etwa in den 70ern, was die loudness betrifft! Meiner Meinung ist das Spiel immer das gleiche:  Die Generation bis zwanzig muss sagen: „Die Alten kennen sich nicht mehr aus und wir machen unser Ding.“ Die zwanzig bis dreißig-jährigen denken: „Boah, ich kenn mich ur aus und hab voll gecheckt worum’s geht und gleichzeitig total den Bezug zur Jugend.“ Die dreißig bis fünfundvierzig-jährigen kommen dann in eine Alles-Hinterfragen-Phase, denn da hat man schon die zehn Jahre Weisheit hinter sich und ist plötzlich nicht mehr Teil der Jugend. Wer ist man da eigentlich und hat man überhaupt eine Zukunft? Nach fünfundvierzig hat man dann oft keinen Bezug mehr zu Jugend oder zum Zeitgeist, weil man schon viel zu lange im Radl drinnen sind. Die müssen dann anscheinend etwas finden, worüber sie schimpfen können. Und wer ist das? Die Jugend! So läuft das Radl immer weiter. Genau deswegen darf man die Neugierde nicht verlieren.

Nichts ist schlimmer als diese Verbitterung im Alter. Aber es gibt auch genug Gegenbeispiele dafür!

Yasmin Hafedh: Ich glaube diese Menschen führen auch ein viel gesünderes Leben! Menschen, die sich nicht mehr gesehen fühlen, das Gefühl haben den Bezug zur Zeit zu verlieren und dann in diesem Gedankenkarussell unglücklich oder bitter werden: Das ist traurig! Aber auch die kann man als jüngerer Mensch neugierig fragen, wie das denn mal so war und wie es jetzt ist.

Warum ist dein Album jetzt also relevanter denn je?

Yasmin Hafedh: Ok warte, ich muss kurz meinen inneren Cis-Hetero-Mann channeln: Mein Album spricht vom Jetzt. Oje, das war jetzt doch keine Cis-hetero-Mann-Antwort, aber der hat sich zu schnell wieder zurückgewandelt.

Gibt es eine Tour?

Yasmin Hafedh: Es gibt eine Tour und wir starten in Klagenfurt. Danach geht’s einmal quer durch Österreich und ein bisschen Süddeutschland. Und wir werden live spielen. Warum sage ich das? Weil wir eine Live-Band sind! Wir haben nämlich bei dem Prozess anders gearbeitet als beim letzten. Diesmal haben wir mit Produzenten zusammengearbeitet, die uns bei der Sound-Findung sehr geholfen und mitgearbeitet haben. Deswegen ist dieses Album soundtechnisch moderner als die davor. Aber live wird’s halt nochmal ein ganz anderes Erlebnis. Denn wir stehen dann mit unseren vier Bläser:innen da und sind einfach laut. Am 1. Und 2. Dezember kommen wir im Rahmen unserer Tour ins Porgy & Bass. Das wird ein ganz spezieller Abend mit ganz vielen Special Guests, die uns über die letzten Jahre begleitet haben … und: einem Streichquartett!

Also bald die Philharmoniker?

Yasmin Hafedh: Alles bleibt möglich.

Und wenn das Album raus ist: Was möchtest du abseits der Tour machen?

Yasmin Hafedh: Von 2.-6. November 2022 finden die deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam statt. Das ist eine Wandermeisterschaft, die jedes Jahr eine andere Stadt hostet. Nach sechsundzwanzig Jahren ist es das erste Mal in Wien und ich bin im Orga-Team dabei! Bis dahin ist noch viel zu tun und danach kommt die Tour. Also das Jahr ist schön voll!

Dann danke ich die umso mehr für deine Zeit!

Yasmin Hafedh: Danke ebenso!

Ania Gleich

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