Ernst Molden & Der Nino aus Wien auf Konzertreise

Zwei Wiener Originale, die sich gefunden haben, auf gemeinsamer Konzertreise. Der eine, Ernst Molden, seit Jahren der Innbegriff der anspruchsvollen originalen Wiener Songwriterkunst, der andere, Der Nino aus Wien, der Shootingstar der Wiener Szene, der binnen kürzester Zeit sich als einer ihrer bedeutenden Vertreter etablieren konnte. Was die beiden eint, ist nicht nur ihre Freundschaft, sondern auch ihr Gefühl, aus den kleinen Anekdoten des Lebens große und berührende musikalische Geschichten zu formen. Sich von den außergewöhnlichen Qualitäten der beiden überzeugen kann man sich nun im Rahmen ihrer Konzertreise durch Österreich, die am 19. Feber im Aktionsradius in Wien Station macht.

Nun, allzu viele Worte muss man über diesen Liedermacher eigentlich nicht mehr verlieren. Ernst Molden, einer der wohl aktuell bedeutendsten und auch eigenwilligsten Botschafter der Wiener Musik, ist längst nur nicht mehr den Musikliebhabern hierzulande ein Begriff. Besonders macht ihn vor allem seine Fähigkeit, der Seele und Melancholie seiner Geburtsstadt Wien in fast schon poetischer Art eine musikalische Sprache zu verleihen. Eher ruhig im Ton ist er nicht unbedingt ein Mann der großen pathetischen und ausufernden Gesten. Dort wo andere ihre Musik geradewegs ins Klischeehafte und Austauschbare führen, genau an diesem Punkt offenbart der Wiener Liedermacher seine wahre große Kunst. Seine Lieder vermitteln tiefste, innerste Gefühle und höchste Authentizität. Sie sind von einer Intensität und Eindringlichkeit, wie man sie nur selten in dieser Form zu hören bekommt. „a so a scheena dog“, sein bislang letztes Album, ist ein faszinierendes Statement für die Liebe des Künstlers zu seiner Geburtsstadt, zu allen den Begebenheiten, welche dieser ihren Charakter verleihen.

Der Nino aus Wien, ist vielleicht einer dieser wenigen Musiker, die Ernst Molden einmal vielleicht nachfolgen werden können. Für den Falter ist er Wiener ohnehin schon „der beste junge Liedermacher des Landes“. Quasi mit dem Debüt „The Ocelot Show“ 2008 aus dem Nichts auf der Bildfläche erschienen, hat sich der 1987 in Wien geborenen Nino Mandl längst als eine fixe Größe im heimischen Popzirkus etabliert. Ein Status, der auch durch das 2012er Album „Bulbureal“ nochmals dick unterstrichen wird. Auf den vorangegangenen Veröffentlichungen überwiegend noch alleine mit der Gitarre in der Hand und auf seine Stimme vertrauend, zeigt sich der Liedermacher mit dem Hang zur poetisch melancholischen und etwas dunklen Note musikalisch nun mit einer deutlich rockigeren Schlagrichtung. Ein Stilwechsel, der dem Nino aus Wien vortrefflich ansteht. (mt)

Termine:
19.02. Aktionsradius, Wien
21.02, Filmgalerie, Krems
22.02. Röda, Steyr
28.02. Landestheater, Linz +Sterzinger

Foto Ernst Molden: Magdalena Blaszczuk