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ELEKTRONIK-LAND 2017 – das Land Salzburg kürt sechs Preisträger

Nach einer öffentlich in der ARGEKULTUR im Oktober dieses Jahres ausgetragenen Jurysitzung stehen nun die Preisträger des ELEKTRONIK-LAND 2017 offiziell fest. Insgesamt waren 32 Einreichungen im Rennen um das Preisgeld in der Gesamthöhe von 9.000 Euro. Sechs junge Musikerinnen und Musiker aus dem Bereich elektronische Musik teilen sich heuer auf Empfehlung der Jury das Preisgeld des Wettbewerbs.

„Der Elektronik-Land-Preis ist eine österreichweit einzigartige Auszeichnung für junge Komponistinnen und Komponisten sowie Produzentinnen und Produzenten im Bereich der elektronischen Musik”, so der für Kultur ressortzuständige Landesrat Heinrich Schellhorn.

Die Jurymitglieder Natalie Brunner (FM4 La Boum de Luxe), Wolfgang Schlögl (I-Wolf, Sofa Surfers) und Achim Bornhoeft (Universität Mozarteum) einigten sich auf die folgenden Preisträger.

Preisträger Elektronikland

Joanna Quehenberger (geb. 1988 und heuer die leider einzige Frau) erhielt den Preis für ihren „souveränen Umgang von wesentlichen Spielarten der zeitgenössischen elektronischen Musik“, der „mit verwaschener Harmonik und präzisen Beats“ eine „gelungene Synthese von sehr heterogenen Sounds“ und „Klangtiefe“ darstellt.

Benjamin Lageder (geb. 1985, u. a auch bekannt von The Pond Pirates und Magic Delphin) erhielt den Preis für „eine gelungene, narrative Dramaturgie mit ausgeprägten subkulturellen Referenzen“ sowie „starken atmosphärischen Sounds und lässigen Dub-Beats“.

Alexander Bauer (geb. 1993) bekam den Preis für „ein überzeugendes Beispiel für neue elektronische Musik, produziert in Vierkanaltechnik“, die „in einem breiten Frequenzspektrum einen außergewöhnlichen Raumklang generiert, der einen „starken körperlichen Eindruck beim Hörer“ vermittelt.

Ebenso einen Preis bekam Lukas Gwechenberger (geb. 1994) mit seiner Referenz an die „Clubkultur der letzten 25 Jahre“ zwischen „Industrial-Musik“ und „Detroit-Techno oder der Electric Body Music“ mit „gelungener Dramaturgie“.

Moritz Scharf (geb. 1995) wurde zum Preisträger für seine gelungene „Einbindung von analogen Produktionselementen in die Strukturen der aktuellen Clubmusik“ zwischen „Dub und HipHop als Umsetzung von Band-Konzepten in die elektronische Musik“ gekürt.

Im Bereich „Interdisziplinäre Projekte“ (Installationen, Multi-Media-Art) gab es heuer (nach langer Diskussion) mit Florian Kindlinger (geb. 1984) nur einen Preisträger. Sein Projekt „Desert Bloom” ist ein multidimensionales Audioporträt über „das dichte Netz von elektromagnetischen Wellen“ in Las Vegas, welches „eine eigenständige neue Ästhetik“ als „direkte Koppelung von Bild und Ton“ zwischen „Minimal Noise und Industrial bis hin zu Ambient und Techno“ darstellt.

Der Wettbewerb Elektronik-Land wird in Kooperation mit der ARGEkultur Salzburg durchgeführt. Das Preisgeld stammt aus dem Kulturbudget des Landes. Zentrale Kriterien für die Vergabe der Preise sind eine konzeptionelle und formale Innovation, eigenständiges Sounddesign und eine professionelle technische Umsetzung.

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