Bild Die Strottern
Die Strottern (c) Julia Stix

DIE STROTTERN – „waunsd woadsd“

Der Wiener Liedermacherklang in seinem edelsten Gewand: DIE STROTTERN zeigen auf ihrem neuen Album „waunsd woadsd“ (Cracked Anegg) einmal mehr, welch besondere Schönheit und Eleganz dem Wienerlied der Gegenwart innewohnen können.

Spricht man über das neue Wienerlied, kommt man an der Erwähnung des Namens dieses Duos nicht vorbei. Die Strottern zählen zu jenen Vertretern der Szene, die das einst totgesagte Wienerlied wachgeküsst haben, es dem Publikum wieder in Erinnerung gerufen haben, indem sie es im musikalischen Sinne entstaubt, erneuert und zu anderen Stilen geöffnet haben. Mit ihrem neunten Album setzen sich Klemens Lendl (Gesang, Violine) und David Müller (Gesang, Gitarre) nun endgültig ein musikalisches Denkmal.

„waunsd woadsd“ ist ein Album geworden, auf dem das Liedermachertum mit Wiener Einschlag zur höchsten musikalischen Kunstform erhoben wird und sich die Tradition und Moderne in ihrer unwiderstehlichsten Weise verbinden. Die Strottern, die dieses Mal musikalisch von Martin Eberle (Trompete, Flügelhorn), Martin Ptak (Posaune) und Matthias Loibner (Drehleier) und textlich von Peter Ahorner, Julian Schutting, Christian Tesak und Ernst Molden unterstützt wurden, verstehen es meisterhaft, ihre Musik mit wenigen Mitteln in eine Hochschaubahn der Gefühle zu verwandeln.

Die höchste Wiener Liedermacherkunst

Albumcover waunsd woadsd
Albumcover “waunsd woadsd”

Lauscht man sich durch die neuen und überwiegend aus der eigenen Feder stammenden Nummern, wird man vom ersten Moment an ergriffen, man wird verführt von der Sanftheit und Wärme der Klänge, von den fein gesponnenen Melodien, die von melancholisch über kunstvoll gediegen und leichtfüßig tänzelnd bis wunderbar schräg eindringlich schwingen, von den in wunderbaren Worten und Zeilen geschriebenen Texten, die nachdenkliche Geschichten erzählen und einen träumen und nostalgisch schwelgen lassen, aber auch immer wieder zum Schmunzeln anregen, von der stilistischen Vielfalt, die sich auf spannende Weise vom Wienerlied über den Jazz bis hin zur alpinen Volksmusik erstreckt, von der eleganten und unaufgeregten musikalischen Zurückhaltung, die jeden Raum vollends mit Atmosphäre erfüllt.

„waunsd woadsd“ erwächst zu einem echten Erlebnis. Klemens Lendl und David Müller (Gesang, Gitarre) umschmeicheln einen mit ihren Liedern, sie bringen einen sanften und in die Tiefe gehenden Ton zu Gehör, der einen einfach nicht kaltlässt. Einfach nur schön.

Michael Ternai

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