Der Österreichische Musikvideopreis geht an "Maschin" von Bilderbuch

Die ersten Preisträger des diesjährigen Festivals stehen fest: Am Montagabend wurde im Rahmen der Screensessions gemeinsam mit Poolinale, mica – music austria und SAE zum zweiten Mal der Österreichische Musikvideopreis vergeben – und der ging an MASCHIN von Bilderbuch!! Regisseur Antonin B. Pevny hat sich den Preis, gestiftet vom Fachverband der Film- und Musikindustrie im Wert von € 800, überglücklich aus den Händen der dreiköpfigen Jury im Heuer am Karlsplatz abgeholt.


“…mit Selbstironie und hart an der Grenze der Peinlichkeit…”

Begründung der Jury, bestehend aus Musikerin Violetta Parisini, Noisey Alps-Chefredakteur Jonas Vogt und Filmemacher Daniel Moshel:

“Endlich ein objektifiziertes Objekt. Die Maschin. Dieses Musikvideo schafft es, mit Selbstironie und hart an der Grenze zur Peinlichkeit, ohne je peinlich zu sein, einen richtig guten Song richtig gut in ein Video umzusetzen. Hier stimmt einfach jedes Detail. Wir haben genug schöne Frauen(ärsche) in schön ausgestatteten Räumen gesehen. Hier werden sie würdig ersetzt durch: die Maschin.”

Das Video zum Song des Jahres 2013 hat sich damit gegen 13 andere durchgesetzt, darunter mit Bands wie Kreisky, Naked Lunch, Velojet oder Ja, Panik einige der populärsten Acts des Landes, aber auch Newcomer wie Austrian Apparel, Konea Ra, Left Boy und Fijuka.


Gelber Lack, Sexappeal und Selbstironie

Sie zählen definitiv zu DEN Aufsteigern im heimischen Popzirkus. Wohl kaum eine andere Band konnte in den vergangenen Monaten so sehr von sich reden machen, wie es vierköpfige Truppe Bilderbuch getan hat. Und das nicht nur hierzulande. Stand die Combo aus Oberösterreich, die bei den diesjährigen Amadeus Austrian Music Awards mit dem”FM4 Award” ausgezeichnet worden ist, schon seit ihrem hochgelobten 2011er Album „Die Pest im Piemont“ irgendwie in der Auslage der hoffnungsvollen Newcomer, war es schließlich das 2013er Video zum Song „Maschin“, das von einem auf den anderen Moment alle Dämme brechen und Bilderbuch zum Gesprächsthema Nummer 1 hat werden lassen.

Warum dies alles so passiert ist, lässt sich eigentlich einfach beantworten. Maurice Ernst (Gesang, Gitarre), Michael Krammer (Gitarre), Peter Horazdovsky (Bass) und der seit 2012 der Band angehörende Philipp Scheibl (Schlagzeug) sind cool, lässig, haben noch dazu Stil und bringen, was auch nicht ganz unwichtig ist, das musikalische Geschick mit, diese Attribute in klasse Songs umzumünzen. Und zwar in solche, die fern jeglicher im Pop vorherrschenden gähnenden Oberflächlichkeit und uninspirierten Abkupferungstendenzen, die eigene Note nicht missen lassen.

Wie schon erwähnt, war es vor allem das Video „Maschin“ (bis dato wurde es auf YouTube über 570.000 Mal angesehen), das wesentlich zum Popularitätsschub der Band beigetragen hat. Antonin Pevny, der auch schon mit internationalen Stars wie Moby zusammengearbeitet hat, verpasste dem Song genau jene fette visuelle Umsetzung und Ästhetik, die dieser brauchte. Ein gelber Lamborghini, ein den Luxus sichtlich genießender Maurice Ernst, dazu eine ordentliche Portion Sexappeal und ein immer verstecktes kleines Augenzwinkern.
Michael Ternai
 

 

Vienna Independent Shorts

 

 

 

 

poolinale

 

 

Foto Bilderbuch: Nico Ostermann

 

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