Der Österreichische Kunstpreis 2010 in der Sparte Musik geht an Thomas Daniel Schlee

Der Österreichische Kunstpreis wird etablierten Künstlerinnen und Künstlern für ihr umfangreiches, international anerkanntes Gesamtwerk zuerkannt und jährlich vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur vergeben. Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch unabhängige Expertenjurys. In der Sparte Musik erhält den Preis, der vom Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer und der  Bundesministerin Dr. Claudia Schmied überreicht wird, der in Wien geborene Komponist Thomas Daniel Schlee. Die Verleihung findet am 25. Jänner statt.

Thomas Daniel Schlee zählt ohne Zweifel im Bereich der Neuen Musik seit Jahren zu den prägendsten und international gefragtesten Persönlichkeiten in Österreich. Als Organist bereiste der gebürtige Wiener nahezu ganz Europa und trat als Solist bei zahlreichen bedeutenden Festivals auf. Ebenfalls bereits mehrfach ausgezeichnet wurde er für seine Tätigkeiten im Rahmen von  Rundfunkproduktionen. Auch als Komponist geniest Thomas Daniel Schlee, dessen  schöpferischer Fokus vor allem auf der Orchester- und Kammermusik liegt, weit über die heimischen Grenzen hinaus höchstes Renommee.

Darüber hinaus bekleidet Schlee seit Jahren bedeutende Position bei bedeutenden nationalen und internationalen Veranstaltungen. So war er 1986-89 Musikdramaturg am Salzburger Landestheater, 1988-90 Lektor an der Wiener Musikhochschule und an der Universität Salzburg. 1990-98 Musikdirektor des Brucknerhauses in Linz und künstlerischer Leiter des Internationalen Brucknerfestes. 1998-2001war er für die Guardini Stiftung Berlin tätig, der er als Präsident vorstand. 1999-2003 übernahm er die Position des Stellvertreters des Intendanten der Internationalen Beethovenfeste Bonn. Seit 2004 steht der gebürtige Wiener als Intendant dem Festival „Carinthischer Sommer“ vor. Seit 2008 ist der Komponist und Organist Mitglied im Universitätsrat des Mozarteums Salzburg.

„Thomas Daniel Schlee zählt seit Jahren sowohl national als auch international zu den erfolgreichsten und bekanntesten österreichischen Komponisten. Auf eine sehr persönliche Weise verbindet er in seinem Schaffen musikästhetische Positionen von Gegenwart und Vergangenheit ebenso wie beispielsweise französische und österreichische Einflüsse, Geistliches und Weltliches. Diese geistige Weite seines Zugangs macht sein Schaffen gleichzeitig aktuell wie auch zeitlos. Auch in seinen Funktionen als Musikdirektor des Brucknerhauses Linz, als künstlerischer Leiter des Internationalen Brucknerfestes und seit 2004 als Intendant des Carinthischen Sommers kommt ihm eine zentrale Rolle in der österreichischen zeitgenössischen Musikszene zu.“ (Jurybegründung, Auszug)

Foto: Ferdinand Neumüller