
Um einen Geheimtipp handelt es sich bei Deckchair Orange eigentlich nicht mehr wirklich. Zwei wirklich erstklassige und mit viel Lob bedachte Alben, eine Vielzahl an Konzerten im In- und Ausland, unter anderem in Ungarn und Deutschland, sowie umjubelte Supportshows für internationale Größen wie Shout Out Louds, Clap You Hands Say Yeah oder Electric Soft Parade stehen auf der Habenseite der 2004 gegründeten Wiener Formation Deckchair Orange. Alex (Gesang), Klaus (Bass), Christoph (Gitarre), Joachim (Keyboards) und Wolfgang (Schlagzeug) beweisen, wie es auch auf ihrem bislang letzten und von Ron Flieger in München und Wien produzierten Album „The Age Of The Peacock“ zu hören war, dass sie in Sachen Songwriting ihre Lektion wirklich gelernt haben. Sehr eigenständig an die Sache herangehend, zeigen die fünf Musiker ein ausgeprägtes Gespür für eingängige, sich sofort in den Ohren festsetzende Melodien und spannende Arrangements.
Ihr Indierock ist einer von einem hohen Wiedererkennungswert, auch weil es dem Fünfer gelingt, den notwendigen Abstand zu den herkömmlichen und tausend Mal praktizierten Formaten zu halten. Was Deckchair Orange bieten, ist authentischer, geradliniger, von jeglicher Opulenz befreiter vielschichtiger Gitarrenrock der etwas kantigeren, jedoch gleichzeitig auch sehr gefühlvollen Sorte, der mal von ungewöhnlichen Perkussionselementen, vielschichtigen Stimmen, von Klängen einer Zither oder diversen Synthie-Fanfaren begleitet wird. Darüber hinaus steht der Band mit Sänger Alex, der vom Rolling Stone Germany (2009) mit der lebenden Legende Mick Jagger verglichen wird, ein Frontmann vor, der mit seinem unverwechselbaren und ausdruckstarken Gesangsorgan den Songs zusätzlichen Charakter verleiht.

Foto Deckchair Orange: Niko Ostermann
Foto Bilderbuch: Christian Pitschl
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