Das poolbar-Festival im Jubiläumsjahr

Nicht nur der Sommer steht vor der Tür – auch das poolbar-Festival scharrt bereits ungeduldig in den Startlöchern. Kein Wunder, wird in diesem Jahr doch das 20Jahres-Jubiläum mit einer Vielzahl an Neuerungen gefeiert: Die Stadt Feldkirch hat eine neue, zusätzliche Lüftungsanlage im Alten Hallenbad installiert. Auch bekennt sich das poolbar-Festival durch die Anstrengungen zur Erlangung des Österreichischen Umeweltzeichens zu Natur und Nachhaltigkeit. Das Angebot eines poolbar-Fahrrad-Rikscha-Taxi-Dienstes ist hierbei nur ein Aspekt von vielen. Der steht nicht nur der Öffentlichkeit, sondern auch dem Who-is-Who der nationalen wie internationalen Musikszene, die das reguläre line-up in diesem Jahr bildet, zur Verfügung. Zudem kommt es mit dem ersten „poolbar auf der Wiese“-Open-Air am 20. Juli mit Shooting-Star Frank Turner & The Sleeping Souls (und Bands wie Young Rebel Set oder Clara Luzia) zu einer Premiere unterm Sternenhimmel. Dasselbe gilt für das außergewöhnliche 5-tägige Open-Air-Kino in der Marktgasse: Strom wird dafür von Fahrrädern produziert, den Ton gibt’s nur via Kopfhörer.

Internationale Superstars und das erste poolbar-Open-Air

Mit James und My Bloody Valentine beehren zwei Kultbands aus den 80ern das Jubiläumsfestival, welche auch nach über 30 Jahren Bandgeschichte noch längst nicht zum alten Eisen gehören. Vista Chino, hervorgegangen aus den Stoner-Rock-Legenden Kyuss, betreten mit neuem Material im Gepäck die Bühne, während Tocotronic selbst das Zwanzigjährige feiern und diese freudige Ereignis zum Anlass nehmen, im Alten Hallenbad groß aufzuspielen. Popsternchen & Riot-Grrrl Kate Nash wird so manchem Unverbesserlichen das musikalische Fürchten lehren wie auch Casper, der abseits aller gängigen Klischees Qualität und Inhalte in die HipHop-Szene bringt; auch vor der mystischen Folktronica eines Patrick Wolf darf, in positiver Hinsicht, gewarnt werden. Bad Religion, Monster Magnet, die Shout Out Louds und Scott Matthew wiederum sind in diesem Jahr Wiederholungstäter – sehr zur Freude nicht nur der Veranstalter. Und ein Goldie darf bei einem Jubiläum sowieso nicht fehlen.

Weitere Highlights und musikalische Kapazunder: SOHN, Friska Viljor, Le1f, Calyx & Tee Bee, Red Fang, Kumbia Queers, Electro Guzzi, Chad Valley, Yarah Bravo, I-Wolf & The Chainreactions, Japandroids, Donavon Frankenreiter, Austra, Rangleklods, Dry The River, Ogris Debris, Funeral, For A Friend, xxyyxx und viele andere.

Damit das 20-Jahres-Jubiläum nicht nur im bekannten Rahmen ein Highlight wird, wird erstmals das „poolbar auf der Wiese“-Open-Air am 20. Juli veranstaltet: poolbar unterm Sternenhimmel! Für einen Tag während der Festivalzeit verwandelt sich die vorgelagerte Wiese beim Alten Hallenbad in ein charmantes, idyllisches Festivalgelände. Als Headliner konnte der großartige Frank Turner (samt seinen Sleeping Souls) gewonnen werden, weitere Bands des Tages sind unter anderem Young Rebel Set und Clara Luzia. Sofa Surfer-Mitglied Wolfgang Schlögl wird nach zehn Jahren in der Versenkung mit seinem Soloprojekt I-Wolf, nun in Begleitung von The Chainreactions, den Open-Air-Tag mit einem Konzert in der Halle ausklingen lassen.

Eine neue Lüftungsanlage für das Alte Hallenbad

Die alljährliche Herausforderung, ein mehr als sechswöchiges, vielseitiges und intensives Festival für „Kulturelles von Nischen bis Pop“ zu veranstalten, nimmt das poolbar-Team gerne immer wieder an. Eine endlich einwandfrei funktionierende Infrastruktur im Alten Hallenbad jedoch motiviert zusätzlich. Die poolbar-Festival-Werbung des Vorjahres mit dem Titel „Heiße Luft“ war gleichzeitig eine Kampagne für eine neue Lüftungsanlage im Alten Hallenbad. Die Stadt Feldkirch hat sich in Folge dessen – aber auch auf Grund neuer Anspruch an das Gebäude – entschieden, diesem von vielen Seiten geäußerten Wunsch nachzukommen und wird bis zur Eröffnung des poolbar-Festivals am 03. Juli die Installation einer neuen, hocheffizienten Lüftungsanlage abgeschlossen haben.

Abwechslung ist gelebtes (Nischen)Programm

Große Aufmerksamkeit erfährt im Jubiläumsjahr die Architektur und, damit zusammen hängend, die Grafik, denn erstmals gehen beide gestalterisch Hand in Hand: Sowohl Architektur als auch Grafik stehen ganz im Zeichen des Dadaismus – des Surrealen. Der Sinn im Unsinn ist Methode und der Betrachter respektive Besucher des poolbar-Festivals wird selbst gestalterischer Akteur. Er greift aktiv in das Geschehen ein.

Auch auf das musikalische Nischenprogramm und die regionale Musikszene im Ländle wird sehr viel Wert gelegt. Der Jazzbrunch, der jeden Sonntag Vormittag stattfindet, komplettiert das musikalische Wochenprogramm_ Live-Musik im Reichenfeldpark mit kulinarischer Verköstigung , das Ganze neuerdings zusätzlich mit Picknickkorb und Decken.

Ein weiteres poolbar-Unikum: Der so genannte Brutkasten ist offen für alles und jeden – eine Raum gewordene Nische, ein Hort des Außergewöhnlichen in kleinem Rahmen und mitten in der Wiese vor dem Alten Hallenbad.

Diskussionen, Poetry Slam, Tanz, Theater, Performances & Shows, Interventionen, Installationen, Filmvorführungen, Lesungen von aufstrebenden Autoren sowie die Ticketliteratur (bei Onlineticketkauf gibt es Literatur frei Haus!) – wer will, entdeckt viele Rohdiamanten beim poolbar-Festival. Auch abseits der Musik.

Das poolbar-Festival als Green Event für einen kleinen ökologischen Fußabdruck

Beim poolbar-Festival wird nicht nur die kulturelle und gesellschaftliche Auseinandersetzung gesucht und mit Lebenslust und Freiraum verbunden. Zusätzlich soll die ökologische Verantwortung einer Veranstaltung dieser Größenordnung wahrgenommen werden. Das poolbar-Festival genießt speziell unter jungen Menschen in Vorarlberg einen außergewöhnlichen Status, was die poolbar Festival GmbH verstärkt als Auftrag versteht, wesentliche Aspekte von Gesundheit & Umwelt zu thematisieren und zumindest Optionen aufzuzeigen, wie jede_r Einzelne seinen_ihren Teil zu nachhaltigem Wirtschaften und gesunder Lebensweise beitragen kann.

Die Veranstalter sind sich dessen bewusst, dass ein Festival mit 22.000 Besucher_innen seinen ökologischen Fußabdruck hinterlässt; gewisse Gegebenheiten können nicht ignoriert werden: Viele Bands werden eingeflogen, und einige wirtschaftliche Rahmenbedingungen erfordern Maßnahmen und Produktangebote, die man mit der dicken Geldbörse anders angehen würde. Aber im Rahmen des Machbaren möchten die Veranstalter vernünftig, also enkeltauglich, agieren.

Das poolbar-Festival richtet sich somit nach den offiziellen Auflagen und ist nun offiziell als poolbar-Festival nach dem österreichischen Umweltzeichen für Green Events zertifiziert! Darüber hinaus bemüht sich das poolbar-Festival, Signale setzen, zu animieren, zu inspirieren. Daher sind u.a.  folgende Projekte geplant: Stadtgarten Reichenfeld (ein gemeinschaftlich organisiertes Gartenprojekt), Regionales & Bio Produkte (aus ökologisch korrektem Anbau als omnipräsente Alternative), Bio-Jazzfrühstücke (mit Bio-Schwerpunkt & Picknickkorb & Kinderbetreuung), Fahrradkino (Open-Air-Kino, das nur unter Mitwirkung der Gäste funktioniert, die durch ihre Muskelkraft Strom für den Projektor erzeugen).

Eine weitere Besonderheit: Ein Rikscha-Taxi-Service für den Ressourcen schonenden Festivalbesuch. Das Angebot richtet sich an Bands wie auch Gäste, damit diese die Distanzen zwischen dem Bahnhof Feldkirch und dem Alten Hallenbad – inkl. Feldkircher Altstadt – leicht überwinden können, ohne motorisiert sein zu müssen.

Fotos 1, 2: poolbar.at
Foto 3: Matthais Rhomberg

 

http://poolbar.at/