
Arnold Schönberg komponierte sein op. 16 im Sommer 1909. Im Jahr zuvor hatte ihn Richard Strauss gebeten, für die Konzerte der Berliner Hofkapelle ein paar Orchesterstücke zu schicken. Am 14. Juli 1909 erging ein Brief an Strauss, in dem Schönberg berichtete: »[…] Ich verspreche mir […] kolossal viel davon, insbesondere Klang und Stimmung. Nur um das handelt es sich – absolut nicht symphonisch, direkt das Gegenteil davon, keine Architektur, kein Aufbau. Bloß ein bunter ununterbrochener Wechsel von Farben, Rhythmen und Stimmung.« Die Bearbeitung von Felix Greissle, dem Schüler und
Schwiegersohn Schönbergs, wurde 1925 bei Peters veröffentlicht.
Neben Solokonzerten von Thomas Heinisch und Thomas Wally, die von den beiden virtuosen Ensemblemitgliedern Kaori Nishii und Julia Purgina als Solistinnen aufgeführt werden, kommen im Auftrag des Ensembles komponierte Werke von Gerhard E. Winkler, Matthias S. Krüger und Šimon Voseček zur Uraufführung.
ensemble reconsil wien
Roland Freisitzer, Dirigent
Programm
Arnold Schönberg Fünf Orchesterstücke op. 16 (Bearbeitung: Felix Greissle)
Detlev Müller-Siemens KOMMOS für Ensemble
Julia Purgina 1:3:1 für Klarinette, Akkordeon und Streichtrio (UA der Neufassung)
Judit Varga PROCESSIO für Klarinette, Akkordeon und Streichtrio (ÖEA)
Morgan Hayes Shatner’s Bassoon for Ensemble (ÖEA)