Cryptic Commands – „Long Distance Call“

Mit dem DIY-Pop Album „Long Distance Call“ meldet sich die Grazer Band CRYPTIC COMMANDS auf dem immer aktiven Wiener Label NUMAVI RECORDS zurück – mit der bekannten Energie, aber ausproduzierter und ruhiger als auf den letzten Releases.

Im Internet schwirren diverse Gitarrenmusik-Bezeichnungen für das Quartett herum: LoFi, Noise, Indie – die Band selbst beschreibt es aber in ihrer Instagram-Bio mit „Power-Pop“ und kommt damit der ganzen Sache wohl am nächsten. Unter diesem Wort finden sich die facettenreichen Arrangements der Gruppe – von dem noisigeren Ende des Tracks „Comedian“ bis zu dem eingängigen Langzeit-Refrain auf dem Closer „Wide Awake“ -alle wieder.

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Die zehn Lieder sind clean und poppig, verorten sich aber klar im DIY-Kontext. Das Verhältnis zwischen den mehrstimmigen Vocals, 2 Gitarren und driving (Post-)Punk Basslines geben dem Ganzen seine Qualität; verträumt, aber in the best possible way. Thematisch wird es kryptischer, aber die Lyrics werden in den Paratexten der Band ausgeführt – ohne diese wäre es schwierig. Doch darum geht es gar nicht, denn, dass es für die Singenden von Bedeutung ist, merkt mensch so oder so. Im Limbo zwischen dem Wunsch nach Veränderung und großer Verunsicherung ist die immanente Leichtigkeit von Cryptic Commands auf jeden Fall ein Fels in der Brandung.

Samuel Obernosterer

Konzerte

7.5. Album-Release-Show, Rhiz Wien

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Links:
Cryptic Commands (Instagram)
Cryptic Commands (Facebook)
Numavi Records (Facebook)