COMBAT BEACH hat eine neue EP mit dem Titel „WHERE THE LIGHT COMES IN“ (CHERRY KISS RECORDS) veröffentlicht. Der Beach-Noise der Gruppe zieht sich von Power-Pop über Punk bis zum Folk. Die EP konzentriert sich musikalisch auf das Wesentliche und verbindet mit verträumtem Sound den Donaukanal mit der Westküste Amerikas.
Moritz Irion (Vocals, Acoustic Guitar, Bass, Songwriting) ist Combat Beach. Die Besetzung um ihn ist fluid, bei der EP „Where the light comes in“ waren es Jules Perger (Electric Guitar, Songwriting), Gabriel Feiertag (Drums) und Victoria Aron (Piano). Die Alternative Band veröffentlicht damit ihr viertes musikalisches Werk. Combat Beach´s Debüt-EP „Either Way, Why Worry“ (2020), erschien im Eigenverlag, das Debütalbum „Nowhere Feels like Home“ (2021) kam im Jahr darauf. Im vergangenen Jahr kam das zweite Album „effortlessly cool“ (2023). Genremäßig ist die Musik ein Potpourri an Power-Pop, Punk, Emo, Indie, Folk. Der Falter beschreibt sie als „immergrünen Slackerpop“. Für Irion gehe es um die Gut-Böse-Dynamik, erzählt der Frontman im Gespräch mit der Krone. Der schönste Urlaub für ihn sei der Strand, andererseits müsse er immer gegen seinen inneren Schweinehund ankämpfen. So kam es also zum Bandnamen des Projekts, dass er gründete, nachdem er den kreativen Kompromiss in anderen Bands satthatte – in seiner Jugend spielte er Bass in diversen Punk und Hardcore-Bands. In seiner Kindheit wurde ihm übrigens gesagt, er solle nicht singen. Zu Unrecht, wie wir jetzt wissen. „Where the light comes in“ ist der erste Release der Band, der von der ganzen Band gemeinsam im Studio aufgenommen wurde. Der Ex-Punk-und-Hardcore Bassist hatte bis dahin alle Instrumente, bis auf das Schlagzeug, selbst eingespielt.
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ZWEIFEL, SEHNSUCHT & DAS POSITIVE IM LEBEN
Mit drei Songs und 11 min ist die EP relativ kurz. Im Vordergrund stehen die persönlichen, romantisch angehauchten Texte. Als anständige Vertreter:innen der Generation der Millennials beziehen Combat Beach sich in allen drei Liedern auf Medien. In „song for carly jb“ geht es um eine TikTok- und Instagram-Fitness-Influencerin, auf die Moritz Irion und Jules Perger crushen. Humorvoll thematisieren sie ihr Interesse an der gehypten Influencerin: „This song is for carly jb, who I dream of every night and day, but I don´t think it´s gonna work out, but I´ll work out every day.“ Im Herzschmerz-Song „seahorse man“ geht es darum, sich in einer Liebesbeziehung nicht gut genug zu fühlen. Eine Textzeile des folkigen Tracks mit eingängigen Gitarren-Picking-Pattern lautet: „While I try to trim my beard feels like I´m in American Psycho“, eine Referenz an einen Horrorfilm aus dem Jahr 2000. Der dritte Titel lautet „Movies like fight club“, ein minimalistischer, gefühlsvoller Song, der mit viel weniger Text auskommt als die anderen zwei Nummern, was seine Aussagekraft aber nicht schmälert. Es geht darin um die Sehnsucht danach, mit einem Herzensmenschen Zeit zu verbringen.
Der Titel des Albums erinnert an einen Songtext von Leonard Cohen: „There´s a crack in everything, that´s how the light gets in“. Ob diese Zeilen wirklich die Inspiration für den Albumtitel waren, sei dahingestellt, dennoch beweist Moritz Irion mit dem Namen sein Talent, intuitiv und ohne lang herumzufackeln die passenden Worte zu finden. Denn das Album konzentriert sich, auch wenn es zwischendurch von Zweifel und Sehnsucht handelt, auf das Positive im Leben. Combat Beach verbindet mit „Where the light comes in“ den Donaukanal mit der Westküste Amerikas und demonstriert einmal wieder die Fähigkeit, gute Musik zu machen. Die EP ist folkiger als die vorangegangenen Veröffentlichungen und ein ehrliches, verträumtes Stück Musik, das auf mehr hoffen lässt.
Sophia Olesko
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Combat Beach live
23.02.2024 CZ, Brno @ Fraktal w/ Topsy Turvy, Neboj
29.03.2024 AT, Wien @ EKH / DIY Punkbeisl Soli Show
19.04.2024 AT, Wien @ Kramladen w/ Alpha Romeo
10.05.2024 AT, Graz @ Sub
11.05.2024 AT, Wiener Neustadt w/ Crush, Frachild
27.07.2024 AT, Wien @ Kramladen w/ Yara Theresia, Wayward Rubyn & Niki Powernap
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