CHILI AND THE WHALEKILLERS – „a dot in the sky"

Die letzten beiden Jahre waren definitiv keine unerfolgreichen für die österreichisch-isländische Formation CHILI AND THE WHALEKILLERS. Die Band war viel unterwegs und landete mit ihrer Single „Turn“ sogar auf dem dritten Platz der isländischen Charts. Mit „a dot in the sky“ will die in Salzburg gegründete Band zum nächsten großen Wurf ansetzen. Und die Zeichen dafür, dass ihr dieser gelingen kann, stehen nicht schlecht. Zumindest kommt man zu diesem Schluss, lauscht man sich durch die neue Platte.

Chili and the Whalekillers haben schon auf ihren bisherigen drei Veröffentlichungen gezeigt, dass sie nicht wirklich gewillt sind, musikalisch zweimal dasselbe abzuliefern. Die Akzente, die sie setzen, sind – wie nun auch „a dot in the sky“ belegt – immer andere. Daher lässt sich die Musik der Salzburger Band auch nur schwer einer einzelnen stilistischen Kategorie zuordnen. Ja, es ist schon irgendwie alternativer Pop, mit dem Chili Tomasson (Gesang, Gitarre), Hjörtur Hjörleifsson (Gesang, Bass, Gitarre), Árni Hjörleifsson (Saxophon, Gesang), Michael Szedenik (Gitarre, Klavier, Gesang) und Divad Barx Bitschnau (Schlagzeug, Gesang) auffahren, aber eben auch viel mehr. Da geht es schon mal in Richtung Folk, dann wieder ein wenig mehr hin zum Blues oder ganz woanders hin. Das Tor zur musikalischen Vielfalt steht in den Nummern dieser Combo auf jeden Fall sperrangelweit offen.

Ein breites Spektrum des musikalischen Ausdrucks

Es ist aber nicht nur allein die ausgeprägte Offenheit zu allen Seiten hin, die diese Band mit der Vorliebe für den Sound der 60er-Jahre auszeichnet. Hörbar sind bei Chili and the Whalekillers fünf Songwriter am Werken, die ihr Handwerk wirklich verstehen und aus den vielen verschiedenen Versatzstücken etwas richtig Spannendes formen. Jede Nummer erzählt musikalisch wie textlich eine andere Geschichte und folgt einem anderen Pfad. Mal geht es – wie im auf Isländisch gesungenen Opener „Að Morgni Næsta Dags“ – verhalten-rockig zu Sache, dann wieder – wie im Song „Industry“ – mehr düster-poppig. Besonders stark sind die Momente, in denen es sehr reduziert, leise und fast schon zerbrechlich zugeht („Heave Me Home“, „Let‘s Talk About The Weather“).

Chili and the Whalekillers haben ihren ganz eigenen musikalischen Ausdruck gefunden, ihre Songs haben eine lyrische Note und besitzen eine nicht wirklich definierbare melancholische und verträumte Schwingung, die einfach ein wohliges Gefühl zurücklässt. Präsentiert wird „a dot in the sky“ am 7. Mai im Salzburger Jazzit. Am 11. Mai steht, bevor es auf eine ausgedehnte Großbritannien-Tour geht, ein weiteres Konzert im Wiener Chelsea auf dem Programm.

Michael Ternai
Chili and the Whalekillers live
07.05. Jazzit, Salzburg
11.05. Chelsea, Wien
UK-Tour
14.05. The Great Escape Festival, Brighton
15.05. The Hop Wakefield, Wakefield
16.05. Riverside Live, Sheffield
17.05. The Mash House, Edinburgh
18.05. Mono, Glasgow
19.05. Art House/The Jericho, Oxford
20.05. The Old Blue Last, London
22.05. Liverpool Sound City, Liverpool

Foto Chili and the Whalekillers: Vedrana Ona

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