Bild Christoph cech
Bild (c) Christoph Cech

CC JOP- „METRIX“

Der Wiener CHRISTOPH CECH offenbart uns mit seinem CC JAZZ ORCHESTRA PROJECT wieder einmal wie ungemein vielfältig die musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten eines großen Ensembles sein können.  Das vor kurzem veröffentlichte, aktuelle Doppelalbum „Metrix“ (Marmota Records), präsentiert sich dabei als würziges, wunderbar abgeschmecktes Potpourri verschiedenster musikalischer Einflüsse und Kulturen.

Cover Metrix
Cover “Metrix”

Cech ist seit Jahrzehnten in der heimischen bzw. internationalen Szene fest verankert, und konnte in seiner bisherigen Karriere bereits zahlreiche Auszeichnungen, Preise und CD-Veröffentlichungen verbuchen. Neben einer mehr als nur produktiven künstlerischen Tätigkeit, ist Cech, zumindest seit den späten 90er Jahren, auch im pädagogischen, bzw. universitären Betrieb angekommen. So hält er nicht nur einen Lehrauftrag an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien inne, sondern ist, seit 1999, auch Direktor des Instituts für Jazz und improvisierte Musik an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz, und habilitierte 2004 zum Universitätsprofessor im Fach Jazzkomposition. Dieses enorme praktische und theoretische Know-How lässt die Erwartungshaltung natürlich steigern, was in Anbetracht auf die Qualität von „Metrix“ kein Problem darstellt.

A DIFFERENT KIND OF BIG BAND

Auch wenn es sich um ein Doppelalbum handelt, ist es schon beachtlich welch eine Bandbreite Cechs Kompositionen innehaben. Auf insgesamt 13 Titeln, aufgenommen wurde im Wiener Porgy & Bess, erfinden sich Sound, Harmonie, Spielweise, und kompositorische Elemente stets neu, ohne dabei ein kohärentes Hörerlebnis zu verhindern. Ganz im Gegenteil. Das Unvorhersehbare, Improvisierte wird gewissermaßen zum roten Faden und lässt die Hörer*innen tief in eine fantastische Welt kreativen Ausdrucks tauchen. Dieser gestaltet sich äußerst imposant, theatralisch, aufbrausend, aber auch sanft, lieblich, und entspannt. Die Kombination von gefinkelten Tunes und Arrangements auf der einen Seite, und die virtuose Ausführung kompositorischer Ideen auf der anderen, bietet dem Publikum einen musikalischen Mehrwert, welcher so nur noch selten zu hören ist!

Alexander Kochman

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Marmota Records