CC JOP (c) Eckhart Derschmidt

CC JOP – CHRISTOPH CECH JAZZ ORCHESTRA PROJECT – „Titan”

Die große Kunst des großformatigen Jazzsounds musikalisch grandios umgesetzt. Das CC JOP – CHRISTOPH CECH JAZZ ORCHESTRA PROJECT begeistert auf dem Live-Doppelalbum „Titan“ (Marmota Records) mit einem Bigband-Sound, der einen vom ersten bis zum letzten Ton auf wunderbare Art in seinen Bann zieht.

Nun, eines lässt sich definitiv sagen: Dieses Album ist etwas Großes, und das nicht nur, weil es doppelt ist, von einem über zwanzig Köpfe zählenden Orchester eingespielt und mit „Titan“ betitelt wurde. Es ist die Musik, die hier zum großen Klangkino erwächst und für ein wirklich außergewöhnliches Hörerlebnis sorgt.

Christoph Cech – seines Zeichens gefeierter Musiker, Komponist und Dirigent und damit eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des österreichischen Jazz sowie seit vielen Jahren Unterrichtender an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz – hat gerufen und alle sind gekommen. Für die Erfüllung seines lang gehegten Traums, ein Jazz-Orchester nach seinen Vorstellungen aufzustellen, versammelte der gebürtige Wiener im vergangenen Jahr im Porgy & Bess einige der aufregendsten jungen MusikerInnen der heimischen Jazzszene, um gemeinsam mit ihnen den großformatigen Sound zu neuer Blüte zu treiben.

Ein musikalisches Schauspiel der Extraklasse

Cover “Titan”

Ein Vorhaben, das auf wirklich imposante Weise seine Umsetzung gefunden hat. Christoph Cech und sein Orchester spielen sich in ihren Nummern durch farbenreiche musikalische Landschaften, die in stilistischen Fragen jeder Verengung enthoben sind. Es fehlen ebenso wenig die packenden dramatischen Momente, die sich wie Wellen auftürmen, wie die von gediegen bis artistisch reichenden solistischen Einlagen, die sich in perfekter und ungemein stimmungsvoller Weise an die sich langsam aufbauenden Spannungsbögen anschmiegen.

Was das Geschehen bestimmt, ist ein ungemein lebendiges Hin und Her, eines, das von unter die Haut gehenden, ruhigen und gefühlvollen stillen Passagen über wunderbar intensive Ausbrüche und rockige Einlagen bis hin zu schrägen Experimenten, funkigen Tunes und fetten Bläsersätzen reicht. Beeindruckend ist vor allem, mit welcher Leichtigkeit sich das Orchester durch die anspruchsvollen Stücke spielt, wie es Christoph Cechs Geschichten richtiggehend fließen lässt und der immensen musikalischen Vielfalt eine zugängliche und vor allem sehr stimmige Form verleiht.

Christoph Cech und sein Jazzorchester liefern auf „Titan“ ein musikalisches Schauspiel der Extraklasse ab, eines, das einen nicht unberührt lässt und wirklich in schönster Manier packt. Der Sound, die Stücke und Melodien, die zu Gehör gebracht werden, laden ein, tiefer einzutauchen und sich mittreiben zu lassen – durch eine musikalische Welt, die einen einfach nur in Staunen versetzt.

Michael Ternai

CC JOP – CHRISTOPH CECH JAZZ ORCHESTRA PROJECT
Sascha Otto: Flöte
Vincent Pongracz: Klarinette
Astrid Wiesinger: Alt-, Sopransaxofon
Robert Schröck: Alt-, Baritonsaxofon
Chris Kronreif: Tenorsaxofon, Flöte
Manfred Balasch: Tenor-, Sopransaxofon, Bassklarinette, Flöte
Florian Fennes: Baritonsaxofon, Flöte
Sebastian Höglauer, Mario Rom, Alexander Kranabetter, Markus Pechmann: Trompeten, Flügelhorn
Alois Eberl, Clemens Hofer: Posaunen
Florian Heigl: Bassposaunen
Tobias Ennemoser: Tuba
Andreas Erd: Gitarre
Philipp Kienberger: Bass
Seppi Hinterhölzl: Schlagzeug
Reynhard Bögl: Mundhamonika
Simon Frick: Violine
Jelena Poprzan: Viola
Rina Kacinari: Cello
Thessa Habeler, Bianka Ortner, Anna Anderluh: Gesang
Christoph Cech: Piano, Keyboards, Komposition, Leitung

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Christoph Cech
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