Carinthischer Sommer 2011

Die inzwischen vierzigste Auflage erlebt der Carinthische Sommer, Kärntens größtes und zugleich renommiertestes Musikfestival, in diesem Jahr. Einmal mehr sind renommierte MusikerInnen und KünstlerInnen aus dem In- und Ausland geladen, die Gegend rund um den idyllischen Ossiacher See auf wunderbare Weise zum Erklingen zu bringen. Wie gewohnt präsentiert sich die Veranstaltung auch in heuer von einer ungemein vielfältigen Seite. So spannt sich der Bogen des am 10. Juli beginnenden Festivals von der Klassik über die Neue Musik und den Jazz bis hin zur Weltmusik.

Abseits des auch in Kärnten allgegenwärtigen Massentourismus konnte sich der 1969 gegründete Carinthische Sommer über die Jahre hinweg als ein höchst eigenständiges Festival etablieren. Und das ganz gegen den Trend mit einem abwechslungsreichen und immens facettenreichen Programm. Jahr für Jahr wird der Beweis geliefert, dass auch hohe Qualität und Niveau BesucherInnen in großer Zahl anziehen können. Mit seinem unkonventionellen Zugang stellt sich das von Thomas Daniel Schlee kuratierte Festival bewusst gegen das Konzept von Mainstream-Großveranstaltungen. Alleine die Musik soll im Mittelpunkt stehen, nicht das Happening.

An musikalischen Höhepunkten arm war der Carinthische Sommer ja noch nie. So natürlich auch nicht im diesem Jahr. Abermals eröffnet sich dem Publikum die Gelegenheit, sich im Rahmen der vielen Konzerte mit den unterschiedlichsten musikalischen Ausdrucksformen und Stilistiken auseinanderzusetzen. Geboten wird ebenso Bekanntes wie noch Unbekanntes, Traditionelles kommt genauso zur Aufführung wie auch vollkommen Neues. Eine Mischung, die in solcher Form nur selten anzutreffen ist. Am Programm stehen nicht weniger als 14 Uraufführungen.

Unter anderem in den kommenden Wochen zu Gast seine werden internationle Größen wie Vladimir Ashkenazy, Rudolf Buchbinder, Annette Dasch, Vladimir Fedoseyev, Evelyn Glennie, Martin Helmchen, Wolfgang Holzmair, Patricia Kopatchinskaja, Magdalena Kožená, Sabine Meyer, Ildikó Raimondi, Heinrich Schiff, Iris Vermillion und viele mehr. Darüber hinaus wird wird in diesem Jahr dem französischen Komponisten Darius Milhaud (1892 – 1974) ein umfangreiches Porträt gewidmet. Im Zentrum dieses steht die Produktion „Götter & Söhne“.

Weitergeführt wird auch die alternative und beim Publikum überaus beliebte Festivalschiene „cs_alternative“, die immer wieder mit wunderbaren musikalischen Überraschungen aus den anderen Musiksparten abseits der Klassik aufwartet. Einer der Höhepunkte der diesjährigen Reihe ist mit Sicherheit die Uraufführung des Auftragswerks „Süßer Duft Polenta” von Franz Koglmann am 5. August. Spannend auch die zum Teil ebenfalls erstmals zur Aufführung gebrachten Beiträge der Formationen Quadrat:sch (13. August) und des Trios Schaerer/ Eberle/Rom (21. Juli). Bei solch einer Vielfalt und Dichte bleibt dem Publikum bloß die Qual der Wahl, sich zu entscheiden. (mt)

Evelyn Glennie © Eric Richmond

http://www.carinthischersommer.at