Call for Projects 2026/27 – Neue Musik in St.Ruprecht

Die Konzert-Saison 2026/27 der Neuen Musik in St.Ruprecht steht unter dem Titel „(Z’)VÜ“. Das Dialektwort “vü” kann mit “viel” übersetzt werden, “z’vü” mit “zuviel”. “Vü” ist nicht nur eine Mengenangabe, sondern kann auch eine Be- bzw. Verstärkung eines Begriffs erreichen. Gesucht werden Projekte, die keine Scheu vor Grenzbereichen in Musik und Sound haben.Deadline ist der 25. Jänner 2026.

Was und wieviel kann viel sein? Ab wann wird es zuviel oder “vü z’vü”? Bedeutet (zu)viel immer Brachialität oder gibt es noch andere spannende Aspekte? Ausgeklügelte Annäherungen an Klangereignisse, die Hörgewohnheiten möglicherweise umgehen und aufbrechen, sollen die Grenzen im Kirchenraum ausloten.

Die Konzertreihe Neue Musik in St. Ruprecht ist ein Ort für die Präsentation von „peripheren“ Musiken österreichischer und internationaler Provenienz. Hierbei sind sowohl akustische Konzerte als auch elektronische Musikformen erwünscht.

Besonderes Augenmerk wird auf Uraufführungen und Stücke gelegt, die die Besonderheit des Kirchenraums bzw. der Ruprechtskirche miteinbeziehen und die eine inhaltliche Kompatibilität mit dem Manifest aufweisen. Programme die Echtzeitmusik bzw. ausschließlich Musik des 21. Jahrhunderts beinhalten, werden bevorzugt.

Wer kann einreichen?

Bands, Ensembles, Solist:innen mit einem fertigen oder fertig konzipierten Programm mit Themenbezug. Alle Genres aus dem Bereich der zeitgenössischen Musik und transdisziplinäre Projekte sind erwünscht (Komposition, Improvisation, Elektronik, Drone, Performance, etc.).

Technische Möglichkeiten

Die Ruprechtskirche ist ein sakraler Bau mit der entsprechenden Akustik. Es steht eine Stereo PA mit 12-Kanalmixer (ohne Subwoofer) zur Verfügung. Es gibt keine Lichtanlage, nur das Saallicht. Zusätzlich benötigtes Equipment muss angemietet werden und dies ist ebenfalls im Budget für das Konzert zu berücksichtigen. Zu diesem Punkt kann das Team der Neuen Musik in St. Ruprecht hilfreich mit Adressen bzw. mit einer Einschätzung zu den Kosten zur Seite stehen. Prinzipiell aber sind Konzerte mit frontaler Stereo-PA, aber auch Mehrkanalsituationen, die den gesamten Raum nützen, realisierbar.
Wichtig: In der Kirche ist keine Orgel vorhanden – zur Verfügung steht lediglich ein (meist ungestimmtes und unstimmbares) Pianino.

Finanzielles

Das Budget für die Realisierung ist abhängig von Fördergeldern und Sponsoren und ist zum Zeitpunkt dieser Ausschreibung noch nicht vollständig gesichert. Wir erlauben uns daher darauf hinzuweisen, dass aus diesen Gründen die Chancen realistisch kalkulierter bzw. mit bescheidenen Mitteln auskommender Projekte tendenziell höher sind. In jedem Fall ist die Konzertreihe eher für kleinere Besetzungen geeignet.

Deadline

25.01.2026 (Posteingang)
Der Call gilt für den Zeitraum September 2026 bis Juni 2027.
Einreichungen, die nach der Deadline einlangen, werden nicht berücksichtigt.

Projekteinreichung

Format:
PDF-Dateiformat, 2 Seiten A4
Sprache Deutsch oder Englisch

Seite 1:

  • Kontaktdaten (Name, Staatsangehörigkeit, Website, Emailadresse, Adresse, Telefonnummer)
  • Projektbeschreibung mit Bezug auf das Thema der Saison (max. 200 Wörter)
  • Aufführungsdauer (wichtig vor allem dann, wenn das Projekt nicht abendfüllend ist)
  • Besetzung, inkl. Tontechniker:in
  • Für in Österreich wohnende Personen: AKM-Mitglied?

Seite 2:

  • Mögliche Termine für die Realisierung (Konzerte finden immer sonntags statt)
  • Liste der vergangenen und geplanten Aufführungen des eingereichten Projekts
  • Budget – aufgeschlüsselt in Gage, Reisekosten, Hotelkosten, Equipmentmiete, etc.
  • Technische Erfordernisse und Raumkonzept
  • Angaben über die besondere Eignung des Projekts für eine Realisierung in der Ruprechtskirche und die Verbindung zum Manifest.
  • Weblinks zu Konzepten/Partituren/Fotos, Video- und Tonaufnahmen (Ausschnitt mit max. 3 Minuten Länge).

Bitte senden Sie keine Medien als E-Mail-Anhänge.

Kontakt und Adresse für die Einreichung
nmr@klingt.org
Subject: NMR Call 2026/27

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