
Spricht man von Georg Breinschmid, so spricht man von einem der vielseitigsten und wandlungsfähigsten Musiker des Landes. Für den aus der Klassik stammenden und in das Fach des Jazz gewechselten zweifachen Hans Koller Preisträger bedeuten musikalische Grenzziehungen zwischen den unterschiedlichen Spielformen die Herausforderung, diese zu überschreiten. Georg Breinschmid zählt nicht ohne Grund zu den führenden Persönlichkeiten der heimischen Jazzszene. Wie nur wenigen anderen ist es dem aus Amstetten stammenden Musiker, der sich stets konsequent jeglicher stilistischer Kategorisierung verweigert, gelungen, seine ureigene und höchst individuelle Klangsprache entwickeln. Eine, in der unterschiedlichste Musiktraditionen auf ganz wunderbare Weise zueinander geführt werden.
So auch in seinem aktuellen Projekt „Brein`s Cafe“. Gemeinsam mit dem Violinisten Roman Janoska und dessen Bruder Franz am Piano macht sich der Amstettener daran, unterschiedlichste Stile wie Polka, Klassik und Jazz mit schrägen Balkanrhythmen in Einklang zu bringen, wobei das Repertoire von Kompositionen über freie Improvisationen bis hin zu dem einen oder anderen neu überarbeiteten Klassiker reicht.
Im Rahmen des Konzertabends will Georg Breinschmid mit seinem Ensemble und mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, dessen Mitglied er einst auch war, einen Schritt weiter gehen. Seine höchst vielschichtigen Kompositionen sollen nach Möglichkeit einer vollkommenen klanglichen Neuinterpretation unterzogen werden. Wie diese aussehen könnte, und genau das ist das Schöne an dieser wunderbaren Konstellation, ist nur schwer bis gar nicht vorherzusagen. Einzig, dass ein mit vielen Überraschungen und musikalischen Experimenten gespicktes Hörerlebnis zu erwarten ist.
Bekennende Jazzliebhaber sollten sich dieses Konzert auf keinen Fall entgehen lassen, erwartet die BesucherInnen doch ein an Stilrichtungen und Stimmungen buntes überaus facettenreiches Klangerlebnis.(mt)
Weitere Termine Brein`s Cafe:
05.05. Treibhaus, Innsbruck
06.05. Herzogburg, St. Veit/Glan
Foto: Julia Wesely