Bild Billy & Johnny
Billy & Johnny (c) Johanna Lehner

BILLY & JOHNNY – „No Country“

Ein farbenprächtiges und ungemein abwechslungsreiches musikalisches Feuerwerk, das einen von der ersten Sekunde an wie Orkan mitreißt: Genau ein solches bekommt man auf „No Country“, dem Erstlingswerk der Trios BILLY & JOHNNY geboten.

Nun, da hat sich wirklich jemand einmal darangemacht, seine ganz eigene musikalische Sprache zu entwickeln, eine, die sich im Grunde genommen aus fast allen musikalischen Sprachen dieser Welt formt. Das Trio Billy & Johnny verschlägt es auf seinem Album „No Country“ an einen faszinierenden Ort, an dem die Musiken dieser Erde im wahrsten Sinne des Wortes zueinanderfinden und alle herkömmlichen Genredefinitionen ihre Bedeutung vollkommen verloren haben. Georg Felber (Gitarre, Gesang), Carles Muñoz Camarero (Violoncello, Gesang) und Florian Sighartner (Violine, Gesang) – die drei Herren hinter Billy & Johnny – erheben sich in ihren Neubearbeitungen und Eigenkompositionen über jede Art der stilistischen Einteilung und zelebrieren die musikalische Freiheit in ihrer pursten und direktesten Form.

Die pure Lebenslust

Albumcover No Country
Albumcover “No Country”

Es ist ein feuriger Tanz, den das aus einem Steirer, einem Oberösterreicher und einem Katalanen bestehende Dreiergespann aufs Parkett legt, ein von einer immensen Leidenschaft beflügelter Roadtrip durch die verschiedensten musikalischen Welten, den es in wirklich atemberaubend verspielter Manier unternimmt. Egal ob nun es die Melodien des weltmusikalischen Folk sind, traditionelle alpenländische Gstanzl, die pulsierenden Rhythmen des Balkans oder der unverwechselbare Klang des Bluegrass, irgendwie findet in irgendeiner Weise alles Eingang in den Sound von Billy & Johnny. Damit nicht genug treten immer wieder auch starke Einflüsse aus dem Jazz und der Kammermusik hinzu, wodurch die gesamte Geschichte eine noch größere Vielfalt erfährt.

Ja, auf dieser Platte geht es in der Tat heiß her. Die Musik von Georg Felber, Carles Muñoz Camarero und Florian Sighartner – die in den Stücken immer wieder auch ihre Stimmen zum Erklingen bringen – vermittelt die reine Lebenslust, sie lässt die Zuhörenden schunkeln, ausgelassen feiern und elegant swingen, sie weiß aber auch eine Vielzahl packender, ruhiger, sanfter und berührender Momente zu setzen.

„No Country“ ist ein Album geworden, das aufgrund seiner vielen, vielen Facetten einfach unglaublich viel Spaß macht und in einem hohen Maße zu begeistern weiß. Eine wirklich sehr feine Sache.

Michael Ternai

Billy & Johnny live
08.02. Donauschiff Florentine, Linz
09.02. Kino Spielraum, Gaspolthofen
10.02. Cafe Mocca, Wien
24.02. Fania live, Wien
09.06. Troadkastenfestival, Gallneukirchen
19.06. Sargfabrik, Wien

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