Berlin Meets Wien

Berlin Meets WienAlle Jahre wieder kommen zahlreiche Vertreter der internationalen Musikwirtschaft bei der Popkomm in Berlin zusammen. Parallel zu diesem Megaevent geht, wie schon die letzten Male, auch das Projekt “Berlin meets Wien” über die Bühne. Die bereits zum sechsten Mal stattfindende Veranstaltung bietet einmal mehr einen äußerst umfangreichen, wie sehr interessanten Einblick in die Musikszenen beider Städte.

Wie es der Name des Projekts vielleicht schon erahnen lässt, kommen die Künstler/Innen, von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, vorwiegend aus den beiden Städten. Ursprünglich entsprang “Berlin meets Wien” aus einer gemeinsamen Idee des österreichischen Musikers Alex Deutsch und des deutschen Radiomoderators Ken Jebsen. Zweimal im Jahr – einmal in Berlin, einmal in Wien – sollten wirklich herausragende, kreative und innovative Nachwuchskünstler/Innen in komprimierter Form einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert werden, um ihnen die Möglichkeit verschaffen, auf sich aufmerksam zu machen.

 

Zeitlich gekoppelt ist “Berlin Meets Wien” in der Regel an zwei musikalische Großveranstaltungen – der Popkomm in Berlin und dem Amadeus-Award in Wien. Wie die Reaktionen der vergangenen Jahre belegen, ist dieses Konzept weitgehend positiv aufgenommen worden. Sowohl Musikfachleute wie auch das Publikum zeigen sich vom Programm, welches nebenbei nahezu alle Stilrichtungen abdeckt, beeindruckt.

 

Wirft man einen Blick auf das diesjährige Line Up, stellt man aber doch mit ein wenig Erstaunen fest, dass im Berliner Engelbrot mit Valerie, Texta, John Megill oder Jürgen Drimal von den Vienna Scientists, nicht unbedingt Newcomer im herkömmlichen Sinn zu bewundern sein werden. Dem Vorhaben aber, einen Beleg dafür zu bringen, dass in Österreich neben Falco, Mozart oder Christina Stürmer sehr wohl eine sehr lebendige und moderne Musikszene am Werken ist, sollte dies keinen Abbruch tun. Dem Publikum wird ein überaus gelungener Querschnitt der aktuellen musikalischen Strömungen hierzulande dargeboten, der manchem Zuhörer vielleicht auch Appetit auf mehr macht.

 

Aber nicht nur im Rahmen von “Berlin meets Wien” werden heimische Band und Künstler/Innen in Berlin zu sehen bzw. zu hören sein. Selten nämlich war die Dichte österreichischer Musiker/Innen bei den diversen Showcases so hoch wie in diesem Jahr. Ein absoluter Höhepunkt aus heimischer Sicht ist auch die am 21. September stattfindende Österreichische Labelnight mit dem Titel “Frannz & Sissi” in der Berliner Kulturbrauerei, wo Wohnzimmer Rec., Schönwetter Rec., Siluh Rec. und  Klein Rec. erstmals gemeinsam im Rahmen der Popkomm einen Programmabend gestalten.

 

Jedes Label präsentiert dabei einen ihrer Schützlinge. So kommen A Life, A Song, A Cigarette, Velojet,  Bunny Lake und Ja, Panik in den einzigartigen Genuss, mit einem Konzert in der deutschen Metropole ihren Einstand feiern zu können. Damit aber nicht genug. Auch weitere heimische Aushängeschilder wie Garish und Louie Austen werden auf der Musikmesse vertreten sein.(mt)