BASWOD – „Four“

Lieder, die intensiv unter die Haut gehen und das große Gefühl ohne die opulenten Gesten des Pop malen: Der aus Kärnten stammende Liedermacher BASWOD zeigt sich auf seinem neuen Album „Four“ als ein Musiker, der es auf beeindruckende Weise versteht, die musikalische Zurückhaltung zur großen emotionalen Geschichte werden zu lassen.

Was sich auf „Inhale“, der letzten Veröffentlichung des Singer-Songwriters Dominik Linder alias Baswod, bereits angedeutet hat, findet auf seinem neuen Album „Four“ nun seine fulminante Bestätigung. Hier ist ein Musiker am Start, der definitiv zu etwas Höherem berufen ist, der mit seinen Liedern etwas ganz Besonderes auslöst, und zwar das Gefühl, vollends in eine Welt eingesogen zu werden, in der die bittersüße Melancholie zu ihrer berührendsten Form erwächst. Dominik Linder bringt Lieder zu Gehör, die einen unweigerlich ergreifen, mit ihrer einfühlsamen Note verzaubern und in eine weit entfernte Dimension verfrachten. Und das auf ausgesprochen behutsame, stille und bescheidene Art.

Ein Sound, der niemanden kaltlässt

 

Albumcover Four
Albumcover “Four”

Dominik Linder zeichnet auf „Four“ seine musikalische Linie ohne jede überflüssige Ausschmückung, minimalistisch und zurückhaltend. Der Kärntner besinnt in seinen Nummern sich auf das Wesentliche, auf die wenigen Dinge, die er aber auf wirklich unnachahmliche und detailverliebte Weise zu etwas musikalisch ungemein Stimmungsvollen verdichtet. Seine dezenten und feingliedrigen Gitarren- und Klaviermelodien, seine leise, zerbrechliche, fast schüchtern wirkende, aber doch charismatische Stimme, der unaufgeregte rhythmische Unterbau, alles fügt sich nahezu perfekt zu einem Klang zusammen, der den Raum bis in den letzten Winkel in Spannung versetzt.

Dominik Linder legt mit „Four“ ein Album vor, das definitiv nicht unbemerkt bleiben wird. Denn dafür ist es einfach viel zu gut. Die Songs des gebürtigen Kärntners besitzen dieses besondere Etwas, diese sich in die Tiefe entwickelnde Schwingung, die niemanden kaltlässt und die Zuhörenden im positiven Sinne aufwühlt und gefühlvoll ergreift. Wirklich großes Kino.

Michael Ternai

Baswod live:
03.03. Kramladen, Wien

Links:
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Baswod (bandcamp)