Angela Tröndle zu Gast im Grazer Orpheum

Mit „Eleven Electric Elephants“ ist erst kürzlich das zweite Album der jungen österreichischen Jazzerin Angela Tröndle erschienen. Mit ihrem neuen Output stellt die Musikerin abermals unter Beweis, welch immenses kreatives Potential in ihr schlummert.  Am 4. März ist die Sängerin, Komponistin und Pianistin im Grazer Orpheum zu Gast, um erstmals das neue Programm auch live zu präsentieren.

Sie zählte ohne Zweifel zu den großen musikalischen Überraschungen des Jahres 2008. Das Debüt „Dedication to a City“ fand  nicht nur unter den Kritikern großen Anklang, sondern auch beim Publikum. Wohl nur wenigen MusikerInnen ist es in solch einem Tempo gelungen, sich in der heimischen Jazzszene zu etablieren. Was folgte, waren eine Reihe von Konzert- und Festivalauftritten im In- und Ausland, unter anderem in Italien, Griechenland, Serbien, Portugal und Polen.  Im zweiten Halbjahr 2009 begann die Jazzerin, mit der Arbeit am zweiten Album.
 
„Eleven Electric Elephants“ stellt jenen nächsten kreativen Schritt dar, den man von der jungen Musikerin erwarten konnte. Abermals zeigen sich die Grazerin und ihre Mitmusiker Siegmar Brecher, Valentin Czihak, Michael Lagger und Philipp Kopmajer von einer enorm spielfreudigen und experimentellen Seite. Wie schon auf dem Erstlingswerk wandelt das Quintett in seinen Stücken auf dem weiten Feld zwischen traditionellen Jazzstandards und der Improvisation, zeichnet sich aber auch durch eine enorme Offenheit gegenüber anderen Genres aus. Nahezu spielend gelingt es, Ángela Tröndle in ihren Kompositionen einmal mehr unterschiedlichste Spielarten unter einen gemeinsamen Hut zu bringen und dabei den Spannungsbogen stets aufrecht zu erhalten.

Um ihren von einprägsamen Melodien getragenen ausdrucksstarken Gesang spinnt die junge Musikerin in subtiler Art und Weise eine sich immer in Bewegung befindliche Klangwelt, aus Elementen des Jazz, der Klassik sowie der Film- und Popmusik. Fast spielend gelingt ihr dabei der Spagat zwischen anspruchsvollen Kompositionen auf der einen, und einer unkomplizierten und fast betörend wirkenden Eingängigkeit auf der anderen Seite. Bewundernswert ist, mit welch Leichtigkeit und Eleganz, die an und für sich komplexen Songstrukturen dargeboten werden.
 
Die von Ángela Tröndle schon im Vorfeld angekündigte Erweiterung des Ensembles um ein Streichquartett (Igmar Jenner, Andreas Semlitsch, Simon Schellnegger und Sophie Abraham) sorgt für eine Verbreiterung des bisher ohnehin schon sehr weiten Klangspektrums. Damit kehrt die auch in der Klassik ausgebildete Musikerin im gewissen Sinne auch zu ihren musikalischen Wurzeln zurück.(mt)

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