Christof Dienz (c) Christoph Walder

“ALPINE KAMMERMUSIK ODER NEUE MUSIK AUS DEN BERGEN” – CHRISTOF DIENZ (KNOEDEL, RAADIE) IM MICA-INTERVIEW

CHRISTOF DIENZ sorgte in den 1990er Jahren mit der ungewöhnlich erfrischenden Streich-, Zupf- und Blasmusik seiner Band DIE KNÖDEL weltweit für Furore. Die Wiedervereinigung trägt nun den schlichten Namen KNOEDEL. Das Ergebnis beschreibt der für seine Theaterstücke und Filmdrehbücher bekannte Autor Felix Mitterer so: „Diese Musik ist wie ein Traum, den ich einmal in Irland hatte. Eine Welle durchflutete langsam pulsierend meinen Körper, sanft und kühl, wohltuend wie nie etwas zuvor, irgendwie blau, phosphoriszierend – und ich hob ab in die Unendlichkeit.“ Michael Franz Woels traf das nun wieder vor allem in Tirol lebende musikalische Mastermind auf ein abendliches Gespräch in Wien, um obiger Traumbeschreibung auf den Grund zu gehen…

Nach siebzehn Jahren gibt es die Band Knoedel wieder. Du hast dieses Oktett wiederbelebt, nur eine Person ist nicht aus der ursprünglichen Formation: Der Schlagwerker Charlie Fischer ist nun statt der Violinistin Julia Fiegl Teil der Besetzung. War die Idee eines Oktetts wieder wichtig für dich?

Christof Dienz: Die Knoedel sind im Jahr 1992 nicht aus einer konzeptionellen Überlegung heraus entstanden. Das war sozusagen der Erstkontakt: Ich habe damals für meine Eltern zu Weihnachten Walzer, Polka und Landler-Stücke komponiert und gemeinsam mit Leuten aus meinem Freundeskreis – viele sind gemeinsam in Innsbruck ins Musikgymnasium gegangen – gespielt und auch mit einem Kassettenrekorder aufgenommen. In Wien habe ich dann Anfang der 1990er Jahre Abende im WUK unter dem Namen toonton veranstaltet. An einem Abend wurden unterschiedlichste Musikgenres präsentiert – eine Durchmischung hat es damals so noch nicht gegeben.

Knoedel (c) Pressefoto

In diesem Rahmen habe ich dann auch meine Freunde eingeladen, einmal in Wien zu spielen. Crossover the night” nannten wir diese Abende. Aus heutiger Sicht ein furchtbarer Name. Es gab viele Installationen, wir haben gemeinsam mit meinem Bruder Georg Dienz riesige Objekte wie zum Beispiel eine Küchenschabe aus rostigem Blech gebastelt. Oder im Mozartjahr 1991 haben wir für das mozart riesige Mozartkugeln entworfen. Mozartduette wurden gespielt, Christian Thaler ist als Engel durch das WUK-Foyer geflogen. Monatelang haben wir dafür gearbeitet.

Das zweite Konzert fand dann auch im WUK statt, aber diesmal schon vom WUK veranstaltet. Dort hat uns dann Martin Lauterer Christoph Moser empfohlen und dieser hat uns dann wiederum in Innsbruck im Utopia gebucht. Das war sozusagen der Start für Die Knoedel, weil uns Christoph Moser über viele Jahre sehr intensiv als Manager unterstützt hat. Wir konnten große Gigs spielen und um die ganze Welt touren.

Wie hat sich das Veranstalten von Konzerten auf dein Leben als Musiker ausgewirkt?

Christof Dienz: Ich war ja bei der Anfangscrew des alten Flex in der Arndtstraße im 12. Bezirk dabei. Jeden Tag gab es da eine Hardcore- oder Punk-Liveband. Oft waren die nicht aus Wien. Die Musikerinnen und Musiker haben dann bei uns in der damaligen WG übernachtet. Das war schon sehr anstrengend, ich wollte Musik studieren und kein Beisl betreiben. Wir haben uns dann auch zerstritten, denn ich war auf der Suche nach alternativem Denken und bin auf Engstirnigkeit gestoßen. Meine besten Freunde aus dem Umfeld der Knoedel wiederum, die sehr weltoffen sind, kommen zum Teil aus erzkonservativen, katholisch geprägten Familien. Ich bin der einzige Mensch in der Band, der nicht getauft ist. Meine Frau war vier Jahre im Kloster. Ich respektiere Gläubigkeit, wenn sie offen und ohne missionarischem Aspekt gelebt wird.

Zum Spielfilm Das Wunder von Wörgl” von Urs Egger hast du mit Knoedel 2018 die Filmmusik beigesteuert. Wie kam es dazu?

Christof Dienz: Ich habe in den letzten siebzehn Jahren immer wieder Konzertanfragen bekommen und musste ständig schreiben: Nein, wir spielen nicht mehr. Dann habe ich vor zwei Jahren für andere Ensemble wie das attensam-Quartett oder das Duo Benjamin Schmid und Andreas Martin Hofmeier, Violine und Tuba, ganz kurze Stücke komponiert und Spaß an dieser kurzen Form gefunden. Andreas Schett, Inhaber und Geschäftsführer von dem Label col legno, hat mich zu dieser Zeit gefragt, ob wir nicht eine Comeback-Platte bei col legno veröffentlichen wollen. Damals habe ich es noch ausgeschlossen, aber irgendwie immer stärker mit der Idee geliebäugelt. Der künstlerische Leiter Albert Hosp von Glatt & Verkehrt hat uns eine Premiere des Comebacks im Rahmen seines Festivals angeboten.

Christof Dienz (c) Christoph Walder

So hat sich alles verdichtet. Dann kam zufällig auch noch die Anfrage von der Produktionsfirma des Filmes Das Wunder von Wörgl”, ob wir mit Knoedel die Musik machen wollen. Ich habe richtig Lust bekommen und schließlich die Band gefragt. Und das war dann das Erste, was wir bei unserer Reunion gemacht haben. Bis auf die Geigerin Julia Fiegl wollten alle wieder dabei sein. Mit der Neubesetzung durch einen Schlagwerker hat sich das Klangbild stark verändert. Wir mussten die alten Stücke neu arrangieren und fanden das interessant und erfrischend. Innerhalb eines 12-Stunden Tages ohne Proben haben wir dann im Studio die ganze Filmmusik aufgenommen. Außer beim Begräbnis von Christoph Moser im Jahr 2008 hatten wir seither nicht mehr zusammengespielt. Aber es hat super funktioniert, wir haben uns musikalisch wieder total gut verstanden. Das Album „Still” wurde letzten Oktober aufgenommen und ist heuer im Mai erschienen.

„DAS MUSIKANTISCHE, DER ZUGRIFF AUF SPASS AUS EINEM ERNSTEN, KLASSISCHEN KONTEXT HERAUS, DAS WAR UNSER ZUGANG.“

Die Berglandschaft des kargen, minimalistischen Covers des aktuellen Albums „Still” ist ein Ausschnitt von einem Bild deines Bruder Georg Dienz. Beim oftmaligen Hören fällt eine schwermütige, melancholische Grundstimmung auf. Ist das durch die Mischung von Alter und Neuer Musik bedingt?

Christof Dienz: Wenn man so wie ich über 50 ist, dann hat man schon viel erlebt; und das wird sich widerspiegeln. Wir wollen keine Jugendlichkeit ausstrahlen, die wir nicht mehr haben. Es gibt zwei Lieder auf dem Album, wo es um Freitod geht, und das bezieht sich auf Fälle aus unserem allernächsten Bekanntenkreis. Das muss man auch erst einmal aushalten und verarbeiten. Wir haben uns ja nie als eine reine Unterhaltungs-Combo verstanden, sondern unsere Musik als ernste Kunstmusik mit unterhaltsamen Aspekten der Volksmusik empfunden. Wir sind ja alle klassisch ausgebildete Musikerinnen und Musiker. Dass wir jetzt nicht die vorderste Spitze der Avantgarde sind, ist uns schon bewusst. Aber gegen den Begriff der Neuen Volksmusik, womöglich sogar mit „x“ geschrieben, habe ich mich immer gewährt. Das Musikantische, der Zugriff auf Spaß aus einem ernsten, klassischen Kontext heraus, das war unser Zugang. Es gibt ja kaum einen Komponisten, der sich nicht mit der Musik seiner Region beschäftig hat, das sieht man auch in der Tradition von Bartok, Schubert, Mozart oder Stravinsky. So werden auch lokales Instrumentarium, regionale Musik und Tänze zu Einflüssen meiner Musik.

Wenn man das Knoedel-Instrumentarium betrachtet, fallen Namen wie Haimophon, Hölzernes Glachter oder Tripelharfe auf…

Christof Dienz: Haimo Wisser war ein Wiener Komponist, der in Tirol gelebt und gewirkt hat. Unser neuer Schlagwerker Charlie Fischer hat in den 1990er Jahren viel mit ihm zusammen gearbeitet und das Haimophon entwickelt. Es war ursprünglich nicht diatonisch gestimmt, sondern frei Oberton-orientiert. Ich habe Charlie Fischer im Zuge der Knoedel-Reunion besucht und sein Instrumentarium inspiziert. Da hat er mir auch dieses Instrument gezeigt und ich habe ihm gesagt, er solle ein diatonisches bauen, welches er nun verwendet.

Das Hölzerne Glachter, ein in Tirol gespieltes Volksmusik-Instrument, ist eine Art Xylophon mit einem etwas weniger „kultivierten“ Klang. Ich weiß nicht genau wie weit es verbreitet ist. Es wird glaube ich in Bayern, Südtirol und in der Schweiz verwendet. Die hölzernen Klangstäbe sind anders als bei einem herkömmlichen Xylophon angeordnet. Sie sind aus einem sehr harten Holz und klingen härter und spitzer”.

Die Tripelharfe ist eine barocke Harfe mit drei Reihen von Saiten. Außen sind sozusagen die weißen Tasten vom Klavier, in der Mitte die schwarzen. Eine Barockharfe klingt deshalb auch ganz anders als eine Volksharfe.

„DER VERSUCH, EINE LANGZEITBEZIEHUNG ÜBER DAS VERBRENNEN VON HOLZ AUSZUDRÜCKEN.“

Auf dem Album „Still” gibt es zwei Lieder mit barockem Gesang von Carlos Mena.

Christof Dienz: In den 17 Jahren Pause, die wir gemacht haben, hat sich ein Teil der Gruppe in eine zeitgenössische Richtung entwickelt: Meine Frau Alexandra Dienz hat als Kontrabassistin im Klangforum Wien gespielt. Sie, Walter Seebacher und ich spielen bei Phace, ebenso der Gitarrist Michael Öttl. Die anderen haben sich im Bereich der Alten Musik spezialisiert. Die Harfinistin Margret Knöll nimmt mittlerweile mit der Opernsängerin Cecilia Bartoly Platten auf, Charlie Fischer spielt weltweit Barockpauke, Andreas Lackner spielt im Concentus Musicus, einem Ensemble für Alte Musik. Bei Catherine Aglibut rückte die Improvisation und das Barockgeigenspiel ins Zentrum ihres Interesses.

Bei den zwei Liedern wollte ich dann einen Countertenor für den Gesang, da es dadurch einerseits diesen barocken Gestus bekommt, andererseits erzeugt es eine Künstlichkeit, die ich gut fand. Der Sänger Carlos Mena ist ein spanischer Countertenor in meinem Alter. Die Texte sind von mir. Bei „Gehen Sehen” ist die erste Zeile gehen hilft mit dir gehen noch mehr” von dem Tiroler Lyriker und Schriftsteller Christoph W. Bauer – er hat übrigens vor kurzem den Roman „Niemandskinder” veröffentlicht. Aus einer Zeile aus einem Gedicht von ihm habe ich mehr Text gemacht. „Wir brennen” ist ein Liebeslied und der Versuch, eine Langzeitbeziehung über das Verbrennen von Holz auszudrücken.

Christof Dienz (c) Christoph Walder

Der titelgebende zweite Track „Still” hat seinen Ausgangspunkt in der Musik für das Computerspiel Chasing Aurora, wie man in den Liner Notes erfährt. Für das in Wien ansässige Videogame Design Kollektiv Broken Rules hast du Sounds und Musik zu den zwei Spielen Chasing Aurora und Secrets of Raetikon komponiert.

Christof Dienz: Ich bin selber kein Gamer, das war völliges Neuland für mich. Diese Computerspiele-Welt ist ja weltumspannend. Das erste Spiel, für das ich Sounds produziert habe hieß Chasing Aurora. Das war damals für die Spielkonsole Wii2, die nicht mehr den kommerziellen Erfolg von Wii hatte, daher sind leider auch die Spiele dafür gefloppt. Sie haben mich danach dann nochmal für das Spiel Secrets of Raetikon angefragt, das war dann ein Spiel für den PC. Es war grafisch sehr schön gestaltet, ich habe mir die Geschichte dazu angesehen und die Atmosphäre der Bilder. Es gibt verschiedene Layer von Szenerien, und diese Unterschiede sollte man hören. Auf diese Pragmatismen ging ich dann ein, aber ich mache sowieso gerne Gebrauchsmusik. Den Bonustrack des Albums Sounds of Raetikon habe ich mit Quadrat:sch eingespielt, die anderen Tracks sind computergeneriert auf Basis von analogen Audiofiles, Geräuschen, Sounds und Klängen entstanden.

Eine anderes deiner Projekte nennt sich RaaDie. Gemeinsam mit dem Trompeter und Flügelhornspieler Lorenz Raab spielst du E-Zither und Electronics. Anfang des Jahres ist das Album „Vast Potential” erschienen.

Christof Dienz: Mit Lorenz Raab spiele ich schon seit fünfzehn Jahren zusammen, es gab oder gibt eigentlich immer noch die :xy Band, ein Quintett bei dem auch noch Oliver Steger, Herbert Pirker und Matthias Pichler dabei sind. Die ungewöhnliche Besetzung mit 2 Kontrabässen, einer Trompete, Schlagzeug und E-Zither war damals recht angesagt. Dann ist dieses Projekt etwas eingeschlafen und ich habe parallel meine E-Zither Soloplatte „Dienz zithered” gemacht. Ich hatte viele Konzerte und bald keine Lust mehr, ständig alleine auf irgendwelchen Flughäfen herumzustehen.

Lorenz Raab & Christof Dienz / RaaDie (c) Helmut K. Lackner

Deshalb habe ich immer wieder Gastmusiker mitgenommen, unter anderem auch den Lorenz Raab. Als er eine Carde blanche im Konzerthaus bekam, konnten wir eine Konzerthälfte gemeinsam gestalten. Aus diesem Material haben wir dann ein Album gemacht; Manu Mayr hat es produziert. Wir haben es an Stefanie Marcus vom Berliner Label Traumton Records geschickt und lange nichts gehört von ihr. Wir hatten sogar schon ein mögliches Ersatzlabel, als sie sich dann doch gemeldet und zugesagt hat. Für mich ist RaaDie ein ähnlich erfreuliches Projekt wie die Reunion der Knoedel.

„DAS KONZERT MUSSTE ABGEBROCHEN WERDEN – ES WAR DAS EINZIGE STÜCK IN MEINEM LEBEN, DAS DIE URAUFFÜHRUNG NICHT ÜBERLEBT HAT.“

Und folgst also Möglichkeiten, die sich dir bieten…

Christof Dienz: Das Zitherprojekt Dienz zithered ist ja auch dadurch entstanden, dass ich einen Kompositionsauftrag für ein Zither-Solowerk von den Klangspuren Schwaz bekam. Ich habe mir dann ein Zither besorgt und wie ein kleines Kind damit herumgespielt. Um Musik dafür zu entwickeln habe ich dann einen Looper drangehängt. Die Uraufführung hätte dann ein Zither-Solist spielen sollen, aber der hat leider überhaupt nicht mit der Technik umgehen können. Das Konzert musste abgebrochen werden – es war das einzige Stück in meinem Leben, das die Uraufführung nicht überlebt hat.

Ich hab mir dann gedacht, naja dann werde ich es selber interpretieren müssen. Christoph Moser war über viele Jahre mein Manager und er hat mir einen Gig im rhiz gecheckt. So bin ich zur Zither gekommen und seither bestimmt die Zither zu einem großen Teil mein Leben. Ich habe dann auch Tanz- und Theatermusik auf dem Laptop produziert. Aber eigentlich bin ich ein klassisch ausgebildeter Fagottist. Ich habe drei Jahre im Bühnenorchester der Wiener Staatsoper gespielt.

Bei deiner Vielseitigkeit widerstreben dir strenge Zuordnungen, wie auch die Zuschreibung Neue Volksmusik. Wäre ein Begriff wie Freie Volksmusik für dich eine Bezeichnung, mit der du leben könntest?

Christof Dienz: Den finde ich eigentlich nicht so schlecht. Ich mag das Reduziertwerden auf Volksmusik aber nicht wirklich. Knoedel spielen zeitgenössisch komponierte Kunstmusik, die viel komplexer ist. Ich nenne es Alpine Kammermusik oder Neue Musik aus den Bergen. Wenn man Volksmusik der Kunstmusik gegenüberstellen würde, dann sind wir eindeutig auf der Kunstmusik-Seite.

Während meiner Sozialisation als junger Erwachsener gab es noch diese extreme Auseinanderhaltung von U- und E-Musik. Das hat mich immer schon gestört. Das arrogante Belächeln der Popmusik durch die klassischen Musikerinnen und Musiker auf der einen, und die Popularmusik-Menschen, die die Klassik wie Todfeinde behandeln, auf der anderen Seite. Ein Schubert-Lied ist für mich genauso Popmusik, wenn es speziell besetzt wird. Diese Grenzen waren ja immer schon fließend. Unter der 2. Wiener Schule oder den Darmstädtern wie Stockhausen, Berio oder Boulez wurde der unterhaltende Aspekt zu einem Feindbild. Aber jede öffentliche Aufführung hat einen unterhaltsamen Aspekt. Sobald ich Musik in einem öffentlichen Zusammenhang aufführe, ist das Publikum ein Teil des sozialen Ganzen, ein Gegenüber.

Gerade das interdisziplinäre Arbeiten gefällt mir im Moment sehr. Ich mache in Innsbruck bei der Ausstellung inn.situ Anfang Oktober eine Konzertinstallation. Letztes Jahr hatte ich mit Pepi Öttl, Lukas König und einem Ensemble die Veranstaltung Laute Bilder. In den 1990er Jahren kreierte Peppi Öttl mit Florian Flicker große Filmdisco-Abende für Kruder&Dorfmeister: Alles analog mit vielen knatternden Projektoren und schmutzigen Projektionen; mit geloopten Filmschleifen, die dann sogar verbrannt sind. Das war alles irrsinnig lebendig und wir wollten dieses Konzept wieder aufgreifen.

Seit 2000 bist du freiberuflicher Musiker. Wie war eigentlich diese Umstellung, dieser Wechsel damals?

Christof Dienz: Das war ein sehr harter Schnitt im Herbst 2000: Ich habe bis zu diesem Zeitpunkt fünf Jahre aus versicherungstechnischen Gründen in einer Musikschule Klavier unterrichtet. Aber das Unterrichten war nicht mein Ding. Zum gleichen Zeitpunkt habe ich nach drei Jahren die Arbeit in der Staatsoper ebenfalls beendet. Als es nach drei Jahren Aufgrund einer Reform ein weiteres Probespiel gegeben hätte, habe ich das als Gelegenheit genommen, um dort nicht mehr weiterzuarbeiten. Die Knoedel hatten wir ebenfalls beendet, weil wir uns irgendwie nach über 500 Konzerten leergespielt fühlten. Bis heute habe ich dann hauptsächlich vom Komponieren gelebt. Daher würde ich bei der Entscheidung für eine Berufsbezeichnung Komponist bevorzugen, weil mich das ernährt.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Michael Franz Woels

 

Termine:

Knoedel:
28.09.2019 Schloss Goldegg, Goldegg
29.09.2019 Gemeindesaal, Haiming
30.11.2019 Igel, Waidhofen/Thaya
2.12.2019 Porgy & Bess, Wien
3.12.2019 Alter Schlachthof, Wels
4.12.2019 Alte Gerberei, St. Johann/Tirol
6.12.2019 Jazzit, Salzburg
7.12.2019 Treibhaus, Innsbruck

RaaDie:
13.10.2019 Sägewerk, Bad Hofgastein
22.10.2019 Wist, Graz (feat. :xy Band)
23.10.2019 Spielboden, Dornbirn (feat. :xy Band)
24.10.2019 Altes Kino, Landeck (feat. :xy Band)
25.10.2019 Jazzit, Salzburg (feat. :xy Band)
31.10.2019 Opus Jazzclub, Budapest

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Christof Dienz