Alben, die man 2018 nicht verpasst haben sollte: Jazz & Weltmusik (Teil 2)

Wir blicken in vieler Hinsicht auf ein ereignisreiches Jahr 2018 zurück. Newcomer haben uns mit ihren Debüt-Releases begeistert und arrivierte Acts mit neuen Alben für unser jahrelanges Warten belohnt. Weil wir Musik lieben und Ihnen die großartigen Veröffentlichungen, die dieses Jahr in Österreich produziert wurden, nicht vorenthalten möchten, finden Sie hier die 40 Alben aus Pop, Rock, Jazz, Weltmusik, Elektronik und Hip Hop, die man 2018 nicht verpasst haben sollte, noch einmal zusammengefasst und in alphabetischer Reihenfolge. 

Teil 1: Pop & Rock 
Teil 3: Elektronik & Hip Hop


David Helbock’s Random/Control – Tour d’Horizon

(ACT)

David Helbock´s Random/Control (c) Hansjörg Helbock

„David Helbock ist ein „konsequenter Spurensucher am Puls der Zeit“ und „begnadeter Geschichtenerzähler am Klavier“ (…) Sein neues Album ist eine „Tour d’Horizon“ – so auch der Titel – zu den Granden des Jazzpianos. (…) Schrille Flöten, beatboxende Stimmen oder Synthesizersounds, die drei Wirbelwinde nutzen alles Denkbare und mehr bei ihrem mitreißenden Parforceritt durch Helbocks ganz persönliche Musikgeschichte. “ (Pressetext)

Interview


Edi Nulz – El Perro Grande

Bild Edi Nulz
Edi Nulz (c) Antonia Renner

(BOOMSLANG RECORDS)

„Edi Nulz vermengen (Jazz) mit Elementen des Rock, des Surf- und Punkrock und diversen Einwürfen aus der Latin Music. Was die drei Herren entstehen lassen, ist ein ungemein facettenreicher Sound, der von druckvoll und mächtig nach vorne groovend über spannungsgeladen ruhig und progressiv verspielt bis hin zu richtig heftig vibrierend und erfrischend kantig und ungehobelt erklingt und viel, viel Raum für Experimentelles bietet.“ (mt)

Review // Interview


Elektro Guzzi – Polybrass

(DENOVALI)

Elektro Guzzi (c) Klaus Pichler

„Elektro Guzzis Sound bleibt zwar gewohnt schnörkellos und konzise und baut nach wie vor auf repetitiven Mustern auf, aber das Klangspektrum profitiert von den zusätzlichen Instrumenten, ist nuancenreicher und entwickelt mehr Tiefe. (…) Klar wird, dass die Formation sich nicht nur auf Clubgenres wie Techno, sondern auch auf Kompositionsstrategien des frühen Minimalismus bezieht und sich hier ein Wechselverhältnis ausstellt, das viel zu selten in den Fokus gerät.“ (sh)

Review


Federspiel – Wolperting 

Bild Federspiel
Federspiel (c) Maria Frodl

(COL-LEGNO)

„Aus dem Fabelwesen Wolpertinger wird der imaginäre Ort Wolperting, den die Band, bestehend aus sechs Blechbläsern und einem Holzblasinstrument, auf ihrer vielfältigen musikalischen Weltreise besucht. (…) Die Gruppe (bewegt sich) mit dem schönen, neuen Album an der Schnittstelle von traditioneller Volksmusik, Weltmusik und Musikethnologie und verwendet ihre eigene musikalische Sprache. Weg von der Wucht der Blasmusik und hin zu fein gearbeiteter Weltmusik.“ (jp)

Review // Interview


Golnar & Mahan – Derakht

Golnar&Mahan (c) Ina Aydogan

(LOTUS RECORDS)

„(Hier) verbinden sich die traditionellen Klänge ihrer Heimat, dem Iran, mit den zeitgenössischen Musiken der Westens, sie formt sich zu einer universellen Sprache, die ihr Vokabular auf vielfältigste Weise aus der Musik des Mittleren Ostens, dem Jazz, der Folklore, dem Singer-Songwriting und afrikanischen Rhythmen bildet und ihre ureigene und mit einer unglaublichen Wärme pulsierende Schwingung entwickelt.“ (mt)

Review


Katharina Ernst – Extrametric

Katharina Ernst (c) Michael Breyer

(VENTIL RECORDS)

Neben ihrem Schlagzeug setzt Katharina Ernst verschiedene Drum-Synthesizer, Gongs, Tam-Tam, Kalimba und überraschende Perkussionsinstrumente ein. Auf wundersame Weise fügen sich die Elemente bei der Liveperformance zu einer ganz eigenen Klangwelt zusammen und weben ein Netz aus verzerrten Melodien, zerklüfteten Snare-Drums und kraftvollen Gong-Gewittern” (Pressetext)

Interview


Klangzeug Orchester – Stuff

Klangzeug Orchester (c) Alexander Gotter

 (LISTEN CLOSELY)

„Balladenhaftes trifft auf kraftvollen Drive. Orgelsounds, Rhodes und ein verzerrt-träumerisches Keyboard färben das Geschehen. Es erklingt mal funky, mal rockig-jazzig und mal lyrisch düster und dabei präsentieren sich die Bandmitglieder bei ihrem farbenfrohen Rundumschlag durchweg spielfreudig und hervorragend aufeinander abgestimmt – insbesondere das Zusammenspiel von Bass und Schlagzeug lässt aufhorchen. Von dementsprechender Qualität zeugen auch die Stücke, die mit gelungenen Wendungen und stimmigen Spannungsbögen aufwarten.” (ms)

Review // Porträt


Kompost 3 – Abyss

Kompost 3 (c) Rania Moslam

(JAZZWERKSTATT RECORDS)

“Abyss ist ein schönes Beispiel für die Fähigkeit der Band sich immer wieder neu zu erfinden. Als Erschaffer von Klangwelten begibt sich Kompost 3 wieder einmal auf neues musikalisches Terrain und so entstanden auf Abyss groove-orientierte großräumige Klanglandschaften.” (Pressetext)

Porträt


KVIN – es kann nicht lösen der Mensch… 

Kvin (c) privat

(FREIFELD TONTRÄGER)

„Das Wiener Quintett Kvin zeigt sich auf seinem Debüt als eine Formation, die das musikalisch Unvorhersehbare auf spannungsgeladene und ungemein kunstvolle Art mit Leben zu erfüllen weiß. Ein um ein Klavier und einen Kontrabass erweitertes Streicherensemble, das die Grenzen zwischen den Stilen und Spielformen außer Kraft zu setzen versucht, um sich so die Tore zu einem neuen musikalischen Ausdruck weit aufzustoßen.“ (mt)

Review


Roman Britschgi Quartett – Notions

Roman Britschgi Sextett (c) Alexander Schuppich

(LOTUS RECORDS)

„Ein mit viel Stimmung aufgeladener und Gefühle entfachender musikalischer Brückenschlag zwischen den unterschiedlichsten Stilen und Klangtraditionen (…) Ein weltmusikalischer Klang, der sich aus einer großen Stilevielfalt nährt, Brücken zwischen den verschiedenen musikalischen Traditionen schlägt, die Moderne nicht ausklammert und von einer wirklich wunderbaren eleganten Schwingung getragen wird.“ (mt)

Review


Shake Stew – Rise and Rise Again 

Bild Shake Stew
Shake Stew (c) Andreas Waldschuetz

(TRAUMTON RECORDS)

„Shake Stew liefern mit „Rise And Rise Again“ abermals eine umwerfende Kostprobe der hohen Kunst des stilistisch erweiterten modernen Jazz ab. (…) Lukas Kranzelbinder und seine kongenialen Partner Mario Rom (Trompete), Johnny Schleiermacher (Tenorsaxofon), Clemens Salesny (Altsaxofon), Manuel Mayr (Bass), Niki Dolp (Schlagzeug) und Mathias Koch (Schlagzeug) knüpfen im Grunde genommen genau dort an, wo sie auf dem Debüt „The Golden Fang“ aufgehört haben.“ (mt)

Review // Interview


Wolfgang Muthspiel – Where the river goes 

Wolfgang Muthspiel (c) Laura Pleifer

(ECM RECORDS)

„Zusammen mit Ambrose Akinmusire (Trompete), Brad Mehldau (Piano), Larry Grenadier (Kontrabass) und Eric Harland (Schlagzeug) präsentiert (Muthspiel) uns diesmal acht spannende und moderne Jazzklänge auf höchstem Niveau. Längst hat Muthspiel nicht nur die heimische Szene überzeugt, sondern er konnte sich eigentlich von Beginn seiner Karriere an auch auf internationalem Parkett behaupten.“ (ak)

Review // Interview