Alben, die man 2018 nicht verpasst haben sollte: Elektronik & Hip Hop (Teil 3)

Wir blicken in vieler Hinsicht auf ein ereignisreiches Jahr 2018 zurück. Newcomer haben uns mit ihren Debüt-Releases begeistert und arrivierte Acts mit neuen Alben für unser jahrelanges Warten belohnt. Weil wir Musik lieben und Ihnen die großartigen Veröffentlichungen, die dieses Jahr in Österreich produziert wurden, nicht vorenthalten möchten, finden Sie hier die 40 Alben aus Pop, Rock, Jazz, Weltmusik, Elektronik und Hip Hop, die man 2018 nicht verpasst haben sollte, noch einmal zusammengefasst und in alphabetischer Reihenfolge.

Teil 1: Pop & Rock 
Teil 2: Jazz & Weltmusik


Bernhard Fleischmann – Stop Making Fans

(MORR)

Bild Bernhard Fleischmann
Bild (c) Bernhard Fleischmann

„Der Wiener zeigt sich als Experte der besonderen Klänge, solcher, die aufgrund ihrer erzählerischen Eigenart auf angenehme Weise anders schwingen und nicht wirklich einer bestimmten Kategorie eindeutig zuordenbar sind. Sein neues Album „Stop Making Fans“ bildet diesbezüglich musikalisch keine Ausnahme (…) –  ein interessantes Kontrastprogramm zum musikalisch Gewöhnlichen. Seiner Musik ist ein unverwechselbar eigenes Element inne, eines, das in die Tiefe führt und wirklich in hohem Grad zu berühren weiß.“ (mt)

Review 


Crack Ignaz & Young Krillin – Bullies in Pullis II

(HECTOR MACELLE RECORDS)

Crack Ignaz & Young Krillin (c) Christopher Glanzl

„Es ist kalt in den Gassen Salzburgs, die Salzachufer sind gefroren. Während in der Ferne das leise Heulen eines Uhus zu vernehmen ist (“huhuuu”), steigt ein Fremder aus dem Bus am Hanusch-Platz. Auf den Straßen munkelt man, die Bullies seien in Gefahr. (…) Der Weg eines Ganoven ist bekanntlich steinig und schwer… Geschichten aus der Unterwelt, erzählt von Young Krillin & Crack Ignaz mit einem Gastauftritt von FKN SKZ. Komponiert von Fid Mella & Clefco.“ (Pressetext)

Interview


Dacid Go8lin – Qart

Dacid Go8lin (c) Matea Acimovic

Dafina Sylejmani alias Dacid Go8lin ist Rapperin, Produzentin, DJ, bildende Künstlerin und Gründerin von FEMME DMC. Mit Qart erscheint ihre Debüt-EP, in dem sich die Musikerin mit ihren Wurzeln, der Gesellschaft und Migration auseinandersetzt. Trap-Beats, Cumbia-Rhythmen und albanisch-sprachiger Rap fügen sich zu einer progressiven Form von Hip Hop, der von Selbstermächtigung und der Notwendigkeit der Solidarisierung spricht.

Dacid Go8lin


Dorian Concept – The Nature of Imitation

(BRAINFEEDER)

„„The Nature of Imitation“ offenbart die kompositorische Stärke eines Musikers, dessen musikalische Vorlieben von Funk, über Jazz, Hip Hop bis zu den UK Bass-Genres, IDM und hybrider Clubkultur reichen. Seine facettenreichen Arrangements setzen sich aus vielschichtigen Texturen, labyrinthischen Rhythmen und polyphonen Melodien zusammen, die eklektisch durch die Genres wandern. Hier tanzen neon-farbene Synkopen quer durch die Instrumentenbank und addieren sich zu Tracks von orchestraler Opulenz.“ (sh)

Interview

 


Electric Indigo – 511593

(IMBALANCE COMPUTER MUSIC)

Electric Indigo (c) Markus Gradwohl

„”5 1 1 5 9 3″ combines influences of both worlds into a consistent and coherent album. Crystalline metallic objects collide, embedded into fractured endless spaces, sparse rhythmical syncopations shaping grids, holding sonic particles in place. Rare vocal transformations inject a human touch. “5 1 1 5 9 3” offers a unique universe, full of color and light, partially flirting with current club music and at other times diving deep into sublime sonic areas.“ (Pressetext)

Porträt


Farce – Heavy Listening

(BELIEVE)

Bild Farce
Bild (c) Farce

„Die Angst vor dem Unbeschreibbaren. Es bricht circa eine Minute nach Beginn in Form von schnellen Beats über das Album HEAVY LISTENING Song herein, die so unerbittlich wie geschmeidig sind, die bald kein Wort, keine Stimme, keinen Gesang mehr zulassen. „It hurts to let go of everything that was“, ist der letzte Satz. Am Ende bleibt ein einsamer Pfeifton. Faszinierende Miniatur.“ (Pressetext)

Interview


Fauna – Infernum

(VENTIL RECORDS) 

Bild (c) Fauna

„The dystopian avant pop of ƒauna (aka Rana Farahani) returns on second full length album Infernum. ƒauna scatters her worldview via club and pop tropes, into vast atmospheric chambers laden with hooks, and weighed down with equal parts hope and despair. (…) Her musical vision is also brought into sharp focus on Infernum. Eschewing much of the emotional fragility of her 2012 debut D(r)one, her music now lies firmly at a dark crossroads between conceptual pop, downtempo hip-hop, and the euphoria of the club.“ (Pressetext)

Interview

 


Jugo Ürdens – Yugo

(FUTURESFUTURE)

Bild Jugo Ürdens
Jugo Ürdens (c) Dersim Cakmak

„Auf seinem  Debütalbum bietet Jugo Ürdens wie gewohnt erstklassige Beats und spielt mit Stereotypen. Die Beats stammen größtenteils aus eigener Feder und werden zu Hause im Schlafzimmer produziert. Neben seiner eigenen Musik macht er auch noch als Produzent jue, Beats für Futuresfuture Kollegen Einfachso.“ (Pressetext)

Jugo Ürdens


Jung An Tagen – Agent im Objekt

(EDITIONS MEGO)

Jung An Tagen (c) Milica Balubdzic

„Jung an Tagen is practicing sonic animism on a molecular level. With ‘Agent im Objekt’ he confronts us once more with a form of highly abstracted electronic music – puristic clubsounds for an accelerated future. (…) ‘Agent im Objekt’ is playful but analytical, uplifting but mentally disturbed. While the dynamic use of reoccuring motives forces your body to move, cerebral timbres provoke a series of stimuli to massage your brain. It is intellectual body music that might mark a poetic turn in progressive dance music.“ (Pressetext)

Jung An Tagen


Mavi Phoenix – Young Prophet II

(LLT RECORDS)

Bild Mavi Phoenix
Mavi Phoenix (c) Nikolaus Ostermann

„MAVI PHOENIX aka. YOUNG_PROPHET95 ist die weibliche Hoffnungsträgerin aller Musikpessimistinnen und -pessimisten. Ursprünglich kommt sie aus Linz, inzwischen agiert sie aber international. Ihr Sound bewegt sich fluide zwischen Rap, R ‘n‘ B und zeitgenössischem Pop.“

Interview


Monophobe –  Screw Drivers

(PRRRRRRR Records)

Bild Monophobe
Monophobe (c) Monophobe

„Hailing from Vienna he creates his own unique style by deconstructing ideas from for example Dimlite or Jameszoo. This way he is able to bring something new to table each and every time he presents us his project. And this time it´s not different. The skewness is so precise – it leaves you falling into the dancefloor – making you surrender musically.“ (Pressetext)

Monophobe

 


Waelder – Non Places

(DENOVALI)

Bild (c) Waelder
Waelder (c) Frank Rottmann

„Viele der verspielten Sounds und akribischen Tüfteleien von Jan Preißler und Moritz Nahold kommen in konzentrierter Form am besten zur Geltung. Geflüsterte Sprechelemente, vereinzelte Klaviertöne, perkussive Elektronik-Sounds und strukturgebende Synthesizer-Sounds offenbaren bei jedem Mal Hören neue Einblicke.“

Review


Yung Hurn – 1220

LIVE FROM EARTH

Yung Hurn (c) Lukas Gansterer

„In jedem Fall ist das Skizzenhafte die große Stärke von »1220«: nichts klingt perfekt, alles ist angedeutet, alles könnte alles bedeuten, alles ist alles (oder eben nichts). (…) Ein Album voller Songs, die alle so klingen als wären die Musik und das Leben nichts weiter als ein Kinderspiel: federleicht, ungeniert und wahnsinnig eingängig.” (Pressetext)

Yung Hurn