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AKTUELLE VERÖFFENTLICHUNGEN AUS POP/ROCK/ELEKTRONIK (02/2021)

Die neuesten Single-Releases aus dem österreichischen Pop-, Rock- und Elektronik-Sektor hat ITTA IVELLIO-VELLIN für euch zusammengefasst.

Sharktank – „For Myself“
(Ink Music, VÖ: 12.02.2021)

Obwohl die Band Sharktank erst vor wenigen Monaten gegründet wurde, konnte sie sich schon in der Österreichischen Musikszene als eine der besten Newcomer-Bands 2020 etablieren. Und das zu Recht. Der neue Song, „For Myself“, beweist dies erneut, denn musikalisch und textlich ist er on point. Die sanfte Stimme Sängerin Katrin Paucz trifft auf Michael Lechner aka Miles Sprechgesang und das Resultat ist umwerfend. Alle Mitglieder, inklusive Marco Kleebauer, kommen zwar aus unterschiedlichen Stilrichtungen, schaffen es aber, in Sharktank gemeinsam einen ganz eigenen ausgewogenen und harmonischen Sound zu erschaffen. „I do it for myself, and for nobody else“ – der neue Song erinnert uns daran, wieder ein bisschen mehr an uns selbst zu denken.

Sharktank (Facebook)


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KAJA KALEA – „Treasure Trove“
(Lotuspop Records, VÖ: 26.02.2021)

Ein richtig schön handgemachter Popsong, der ohne Umschweife und jede unnötige Ausschmückung seinen Weg direkt in die Gehörgänge bahnt – die Linzer Sängerin und Musikerin Bianca Ortner (u.a. Intra, Melody Current) schlägt mit Kaja Kalea ein neues musikalisches Kapitel ihrer Karriere auf und setzt mit „Treasure Trove“ gleich zu Beginn schon mal ein dickes Ausrufezeichen. Dem Song vermittelt eine stimmungsvolle Leichtigkeit, ein wohliges Gefühl, das ansteckend wirkt und mit sanfter Hand für Momente aus dem grauen Alltag entführt. Ein ausgesprochen schöner Einstand.

Kaja Kalea (Facebook)


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Sketches on Duality – „Blessed“
(9Star Records, VÖ: 12.02.2021)

Acid Jazz trifft auf Hip-Hop und segnet uns mit der neuen Single von Sketches on Duality: „Blessed“. Mitten in der Corona-Krise, die für alle eine Herausforderung ist, und für viele noch wesentlich Schlimmeres darstellt, erinnert uns dieser Track daran, kurz inne zu halten, und sich über die kleinen Dinge zu freuen. Zwischen Existenzängsten und der Furcht vor der Ungewissheit bietet uns „Blessed“ die Möglichkeit, für knapp 4 Minuten die Augen zu schließen und einfach dankbar für das Leben zu sein.

Sketches On Duality (Facebook)


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OLGA – „Better times“
(VÖ: 01.02.2021)

OLGA ist erst 16 Jahre jung, schreibt aber schon Songs seit sie 11 ist. Ihre erste Veröffentlichung heißt „Better times“ und klingt ausgesprochen vielversprechend. In diesem Lied drückt die Linzerin ihre Emotionen aus, die während der vielen Lockdowns an die Oberfläche kamen. Das Resultat ist ein Stück, das trotz der eher melancholischen Melodie und Stimme ein wenig Optimismus vermitteln kann. Vielleicht nicht unbedingt im Sinne von Hoffnung auf ein Ende der Pandemie und der Lockdowns, dafür aber durch die Gewissheit, dass man sich zwar zeitweise einsam fühlt, aber zumindest damit nicht alleine ist.

OLGA (Facebook)


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Leeloo – „Zeit verbringen“
(GRL PWR Records, VÖ: 12.02.2021)

Leeloo ist das neueste Projekt von Lea Stöger, bestens bekannt als die eine Hälfte von Lea Santee. Statt englischen Elektro-Pop gibt es jetzt deutschen Pop mit coolen R’n’B-Sounds. „Zeit verbringen“ heißt die erst Single, die echtes Ohrwurm-Potential hat. „Jetzt ist Schluss mit me-time, will nicht mehr allein sein“ – damit singt Leeloo den meisten von uns von der Seele! Im Song dreht sich alles um persönlichen Kontakt und das Zusammensein mit anderen Menschen. Die zweite Hälfte von Lea Santee, Manuel Hosp, ist als Produzent auch wieder mit am Start. Im Herbst kommt eine EP, wir freuen uns schon darauf!.

Leeloo (Facebook)


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LÖVEN- „1000 RR“
(VÖ: 12.02.2021)

Februar bedeutet Valentinstag, und somit Rosa, Herzchen und viel Kitsch. So aber nicht beim Wiener Trio Löven. In ihrer neuen Single „1000 RR“ steht „RR“ zwar für rote Rosen, aber definitiv nicht für Kitsch. Viel mehr stellt es eine Momentaufnahme einer Person in einer vermutlich gescheiterten Beziehung dar. „1000 rote Rosen liegen rund herum am Boden“: Die Rosen erinnern in dem Lied eher an Scherben, vor denen der Sänger steht und sich fragt, wie es so weit kommen konnte. Ein bisschen Sentimentalität, ein bisschen Pop und Cloud Rap – eine interessante Mischung, von der wir bald noch mehr hören werden, denn im Sommer 2021 kommt das Debütalbum.

Löven


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Another Vision – „Heartbeat“
(soda. Mit himbeer, VÖ: 05.02.2021)

Hinter Another Vision stehen die zwei Innsbrucker Michael Schmücking und Moritz Kristmann, die zwar schon seit ein paar Jahren gute Musik machen, sich aber mit „Heartbeat“ auf ein neues Niveau katapultieren konnten. Atmosphärische Synth-Sounds mischen sich hier mit einer hypnotischen Stimme und hinterlassen Lust auf mehr. Dass die talentierten Mario Fartacek und Alexander Lausch das Producing übernommen haben, ist definitiv auch ein Grund, warum „Heartbeat“ so stimmig geworden ist.

Another Vision (Facebook)


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Fainschmitz – „Pizza Margherita“
(Flusen Records, VÖ: 01.02.2021)

Irgendwo zwischen Chanson, Swing und Jazz findet man die neue Nummer mit dem ansprechenden Titel „Pizza Margherita“ von der großartigen Band Fainschmitz. Tatsächlich geht es in dem Song allerdings um mehr als Pizza. Auf schrullige Art und Weise, wie man es von Fainschmitz-Texten gewöhnt ist, werden das Alleine-Sein und der neue Alltag, der sich in den letzten Wochen und Monaten etabliert hat, thematisiert. Es geht auf und ab, manchmal ist man traurig, manchmal ist man froh, manchmal gibt’s Müsli zum Frühstück und manchmal Brot. Mehr komische Schrulligkeit gepaart mit sensationeller Musik gibt es ab April 2021, denn da kommt das neue Album „The Fainschmitz Rises“!

Fainschmitz


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Napoleon Hairfashion – „The Feather“
(Feber Wolle Records, VÖ: 05.02.2021)

Guten Indie-Pop aus Österreich kann es nie genug geben. Deshalb freuen wir uns so über Napoleon Hairfashions neue Single „The Feather“. Die Wiener Band mit stets perfekt sitzenden Frisuren zeigt uns in diesem Song, wie eine gute Freundschaft mit der Zeit immer besser wird. Denn beim Erwachsenwerden überspringt man so manche Hürde, die zusammen leichter übersprungen werden kann. „Together we can make our way through time“ – und zwar selbst durch so schwierige Zeiten wie wir sie jetzt haben.

Napoleon Hairfashion


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Paul Plut – „Schwarze Finger“
(VÖ: 12.02.2021)

Es gibt neues von Paul Plut, der sich nicht nur durch seine Bands Viech und Marta einen Namen gemacht, sondern auch als Solo-Künstler. Sein letztes Album ist 2017 erschienen, unbedingt Zeit also für das nächste. Dieses kommt im Oktober diesen Jahres, bis dahin erfreuen wir uns allerdings an einem Single-Release pro Monat. Den Anfang macht „Schwarze Finger“, eine Nummer, die durch markante Percussions und Paul Pluts unheilvolle Stimme besticht. Im Text werden die verschiedensten taktilen Reize besungen, von Wärme über Schmerz bis zu Kälte. Doch es sind die implizierten Emotionen, die von diesen ausgelöst werden, die das Hauptthemen des Liedes sind. Und die Tatsache, dass auf den blutigsten Fingern oft keinerlei Hinweise auf die Taten zu finden sind, die damit begangen wurden.

Paul Plut


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AVEC – „I don’t pray”
(LKMTV / Sony, VÖ: 12.02.2021)

Ein Song, der nicht veröffentlicht werden sollte, und es nun doch wird. Zum großen Glück der Hörer*innen, denn er ist wirklich bewegend. Kein Wunder, schließlich verarbeitet die Sängerin AVEC in „I don’t pray“ den unerwarteten Tod ihres Onkels. Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse werden ebenso thematisiert wie das Unverständnis und die Verzweiflung, die der Tod eines geliebten Menschen mit sich bringen. Auf gewohnt authentische und virtuose Weise kreierte AVEC mit „I don’t pray“ ein Lied, das die Musikerin aufs Neue als großartige Künstlerin etabliert.

AVEC (Facebook)


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Sinuswelle – „Ich mache mir die Welt“
(monkey., VÖ: 26.02.2021)

Es gibt Neues von Agnès Milewski! Die talentierte Allround-Musikerin ist nämlich Teil der frisch gegründeten Band Sinuswelle, die dieses Monat ihre erste Single releast. Neu ist außerdem, dass Milewski auf Deutsch singt, diesmal zusammen mit Roland Wagner. Der Song startet mit einer fast trotzigen Kinderstimme: „Ich mache mir die Welt, so wie sie mir gefällt“, entwickelt sich dann aber schnell zu einer satirischen Kritik zu Kapitalismus und Lohnarbeit – „Du musst verstehen, bin reich und schön – Auf Wiedersehen!“. Synthesizer-Klänge mischen sich unter den wütenden Akustik-Rock und erschaffen dadurch ein abgerundetes Stück, dass sowohl textlich, als auch musikalisch interessant ist.

Sinuswelle

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