
Markus Reindl, Roland Bindreiter und Jürgen Oman, die drei Köpfe hinter diesem schönen Musikprojekt, legen mit ihrem fulminanten Debüt eindrucksvoll den Beweis vor, dass in Sachen tanzbarer Clubmusik noch lange nicht das letzte Wort gesprochen ist, dass es immer noch möglich ist, auch in dieser Richtung Wege zu beschreiten, die nicht in den Gefilden des bereits tausendfach Gehörten enden. 2004 gegründet versuchen die Linzer seit dem ihre ganz eigene Sprache der elektronischen Tanzmusik zu entwickeln, eine die zugleich gefällig, wie auch anspruchsvoll erklingt.
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Sich in ihrem Stil irgendwo zwischen modernem Dancefloor, New Wave und dem Synthie-Pop der 80er Jahre in der Tradition solcher Gruppen wie Bronski Beat, Soft Cell oder Camouflage bewegend, entwirft das A.G.Trio einen Sound, der wohl bestimmt vom treibenden, elektronischen Beat, immer auch sehr vielschichtig, facettenreich und verspielt aus den Boxen schallt. Es macht schlicht und einfach Spaß, den Songs zu lauschen, gleiten diese trotz ihres immensen Ohrwurmcharakters doch zu keinem Zeitpunkt irgendwie ins Belanglose oder Oberflächliche ab. Man merkt bei jedem Ton, dass hier drei Produzenten am Werken sind, die wirklich wissen, wie man erstklassige Nummern aus den Ärmeln schüttelt.
Nicht weniger mitreißend präsentiert sich die zweite CD, auf der sich die Linzer ausschließlich ihren Remixes widmen, welche sie in den letzten Jahren für die verschiedensten Künstler angefertigt haben. Unter anderem vertreten sind überarbeitete und veredelte Tracks von Parov Stelar, Egotronic, Ira Atari, Bunny Lake, Johnny Mitchell und The Sexinvaders. Ein wirklich gelungenes Teil.
Alles in allem muss man wirklich von einem richtig, richtig guten Stück Musik sprechen, hat es doch alles, was ein starkes Album haben muss. Nummern, die mitreißen, einen Sound, der den ganzen Raum ausfüllt und schlicht höchste Qualität. Bleibt zu hoffen, dass man von diesem außergewöhnlichen Dreiergespann auch in Zukunft, noch so einiges zu hören bekommen wird. (mt)
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