Vier Streicher, von den klaren Klängen der Geige bis hin zu den vollen Tönen des Cellos, verbinden sich im Streichquartett zu einem homogenen Ensemble, das KomponistInnen durch die überschaubare Anzahl der Beteiligten seit den Anfängen der Klassik ein wahres Experimentierfeld formaler wie auch harmonischer Elemente eröffnete – nicht selten, um die vorgegebenen Grenzen zu sprengen. Auch im letzten Jahrhundert brachten zahlreiche Komponisten wegweisende Werke für die vier Saiteninstrumente auf den Weg, erprobten darin neue Ausprägungen und erweiterten das klangliche Repertoire. Ebendiesen neuen Werken nimmt sich das ensemble LUX an, das sich 2004 aus Studierenden der Wiener Musikuniversität zusammenfand und nun zu den aufstrebenden Formationen des Landes zählt. Als Gründungsmitglieder sind die GeigerInnen Bojidara Kouzmanova, Thomas Wally, die Bratschistin Julia Purgina und die Cellistin Mara Kronick von Anfang an mit dabei, und auch weitere Instrumente suchte man zeitweilig einzubinden. Damit bringt die gelegentliche Erweiterung der Streicher durch die Zusammenarbeit mit anderen Instrumenten weitere Klangfarben ins Spiel, aber auch kleinere Formationen vom Trio bis zum Solo bringen die vier MusikerInnen zu Gehör.
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Friedrich Cerha ist sowohl im österreichischen Konzertwesen - und eben gerade bei den Aspekten Salzburg - präsent wie kein anderer lebender Komponist. Was auch kein Wunder ist, denn kaum jemand hat das musikalische Leben hierzulande der letzten Jahrzehnte so intensiv mitgestaltet wie Friedrich Cerha. Am bekanntesten mag er wohl als Komponist sein, als welcher er sich neugierig mit den unterschiedlichsten Stilrichtungen auseinandersetzt, neuartige Kompositionsweisen prägte und der von sich selbst behauptet, keinen Stil zu haben. Doch auch als Leiter diverser Ensembles, Dirigent und durch seinen unermüdlichen Einsatz für (Neue) Musik und deren Vermittlung ist er weithin bekannt; nicht zuletzt als Leiter der IGNM, Kompositionslehrer und für die Herstellung des III. Aktes der von Alban Berg fragmentarisch hinterlassener Lulu. Und noch vieles mehr ist in den inzwischen zahlreich vorhandenen Publikationen über Cerha zu lesen. Doch sind es nicht die einzelnen Tätigkeiten, die das Schaffen Cerhas ausmachen. Vielmehr ist es die einerseits beharrliche Kontinuität, mit der sich der 1926 Geborene dem Musikleben und dessen Gestaltung hingibt, andererseits ist es aber auch die undogmatische Herangehensweise und das Integrieren von Unterschiedlichem, das die Persönlichkeit Cerhas ausmacht.
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„Wir sind der Meinung, dass es weit mehr österreichische Komponisten gibt, die wahrgenommen werden sollten. Es gibt kaum ein Land, das über so viele so gute Komponisten verfügt wie Österreich. Freilich werden Leute wie Furrer, Haas und Neuwirth schon auch bei uns wahrgenommen. Aber drei von 600 sind einfach zu wenig“. Der das in einem mica-Interview 2008 sagte, könnte mit Fug als ein Urgestein der Neue Musik-Szene in Österreich genannt werden. Die Funktionen die Klaus Ager (geb. 1948) in seinem bisherigen Leben ausgefüllt hat und ausfüllt, berechtigen zu dieser Qualifizierung. Aber vor allem ist er selbst ein guter Komponist.
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Bereits an der Namensgebung lässt sich einiges über ein Ensemble ablesen – so auch im Fall des Pierrot Lunaire Ensemble Wien, das seinen Namen sogar beim Patentamt als Marke registrieren ließ. Einen Namen, der zunächst die Verwurzelung der Ensemblemitglieder in der Musik der Wiener Schule zum Ausdruck bringt. Gustavo Balanesco, neben Flötistin Silvia Gelos Gründer und künstlerischer Leiter des Ensembles, besitzt seit seiner Kindheit einen starken Bezug zur Musik des frühen 20. Jahrhunderts: In der Familie des Pianisten österreichisch-argentinischer Abstammung war die Musik häufiges Gesprächsthema, vor allem die Wiener Tradition, verkörpert von Musikerpersönlichkeiten wie Gustav Mahler oder Bruno Walter. Die klassische Moderne spielt denn auch in den Programmen der Formation, die in variabler Besetzung Werke vom Solo- bis zum Ensemblestück realisiert, eine wesentliche Rolle.
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Die Aspekte Salzburg geben nicht nur einen Webern-Schwerpunkt zum Besten, sondern bringen auch ein vielfältiges Programm lebender KomponistInnen zu Gehör. Auch von Alexandra Karastoyanova-Hermentin wird in diesem Rahmen ein Werk uraufgeführt - eine Komponistin, die sich bewusst mit der Tradition auseinandersetzt. An einer plakativen Übernahme stilistischer Aspekte ist sie allerdings nicht interessiert. Woher sie das Material für ihre Werke nimmt, wie sie sowohl traditionelle "Kunstmusik" wie auch Elemente bulgarischer Volksmusik, mit der sie vor ihrer Übersiedelung nach Österreich aufgewachsen ist, in ihr Schaffen einbindet, darüber unterhielt sie sich mit Lena Dražić.
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Dass die Liedermacherkunst sich nicht immer an den bereits tausend Mal gehörten Formaten orientieren muss, sondern sehr wohl auch einmal etwas anders und eigenständig erklingen kann, genau das zeigten Ángela Tröndle und Sophie Abraham gemeinsam als „The Little Band From Gingerland“ auf ihrem Erstlingswerk „Time out Time“ auf eindrucksvolle Art und Weise. Was die beiden Musikerinnen auf ihrem nämlich auf den Weg gebracht haben, ist ein hoch interessanter, anspruchsvoller, ungemein vielschichtiger, avantgardistischer und sehr eigenständiger Artpopentwurf, den man in dieser Form nur selten zu Gehör bekommt. Das Duo im Gespräch mit Michael Ternai.
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Ohne Zweifel gilt er als einer der international meistgeschätzten Organisten unserer Zeit, und auch als Komponist ist er eine Fixgröße in der Welt der Kirchen- und Sakralmusik – mit liebevoll gehegter Neigung für humoristische „Ausrutscher“. Am 9. Mai feiert Peter Planyavsky seinen 65. Geburtstag.
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Macht man sich Gedanken über die Gemeinsamkeiten von Litauen und Österreich, sieht die erste Ausbeute vermutlich spärlich aus. Ob sich auf musikalischer Ebene tatsächlich große Unterschiede oder vielleicht doch beträchtliche Gemeinsamkeiten offenbaren, darüber kann man bei dem Festival "Viskas gerai - Alles gut" zwischen 10. und 12. Mai im Wiener echoraum selbst herausfinden. Wie Burkhard Stangl und Katharina Klement, die gemeinsam mit Linas Paulauskis vom Litauischen Musikinformationszentrum das Programm kuratiert haben, zu dieser Idee gekommen sind und worauf sie bei der Zusammenstellung geachtet haben, darüber geben sie im Interview mit Doris Weberberger Auskunft.
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Nach den Wiener Philharmonikern und den Sängerknaben ist er wohl der wichtigste musikalische Exportschlager Österreichs: Wolfram! Heuer für den Amadeus- Award in den Kategorie Electronic/Dance nominiert, kann sich „Disko-Wolferl“ gute Chancen auf eine der begehrten Trophäen ausmachen. Der Preis wäre so was wie das i-Tüpfelchen einer steilen Bilderbuch- Musikkarriere. Zu gegebenen Anlass folgt nun ein mica-Märchen mit Wolfram Eckert in der Hauptrolle!
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Geht es um die World Music Szene Wiens, kommt man früher oder später nicht um den Musiker Pavel Shalman herum. Zusammen mit seinem Partner Jovan Torbica begründete er 2010 eine World Music Jamsession im Luftbad um neben dem Ost Klub eine weitere Plattform für multikulterellen Austausch zwischen MusikerInnen aus aller Welt zu schaffen. Aus diesem Schmelztiegel entstandt die offene Bandformation Global Groove LAB (GGLab) die jeden ersten Mitwoch im Monat zu einer Session ins Luftbad lädt und mittlerweile als Angelpunkt zwischen unzähligen MusikerInnen aus allen Herren Länder dient. Neuerdings wird das Projekt von dem von Raphaela und Katharina Buschenreiter gegründeten Verein artForm unterstützt welcher sich die Umsetzung unterschiedlichster Projekte angefangen von Fotokunst, Filmdokumentationen bis hin zu Musik zum Ziel gesetzt hat. Anlass des Interviews ist das am 4. Mai 2012 ab 21 Uhr im Ost Klub stattfindende Event artForm presents. Im Gespräch mit Georg Demcisin erzählen Pavel und Raphaela a.k.a. RONJA* über ihre bisherigen Projekte, Bands und Ziele.
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