Vier Streicher, von den klaren Klängen der Geige bis hin zu den vollen Tönen des Cellos, verbinden sich im Streichquartett zu einem homogenen Ensemble, das KomponistInnen durch die überschaubare Anzahl der Beteiligten seit den Anfängen der Klassik ein wahres Experimentierfeld formaler wie auch harmonischer Elemente eröffnete – nicht selten, um die vorgegebenen Grenzen zu sprengen. Auch im letzten Jahrhundert brachten zahlreiche Komponisten wegweisende Werke für die vier Saiteninstrumente auf den Weg, erprobten darin neue Ausprägungen und erweiterten das klangliche Repertoire. Ebendiesen neuen Werken nimmt sich das ensemble LUX an, das sich 2004 aus Studierenden der Wiener Musikuniversität zusammenfand und nun zu den aufstrebenden Formationen des Landes zählt. Als Gründungsmitglieder sind die GeigerInnen Bojidara Kouzmanova, Thomas Wally, die Bratschistin Julia Purgina und die Cellistin Mara Kronick von Anfang an mit dabei, und auch weitere Instrumente suchte man zeitweilig einzubinden. Damit bringt die gelegentliche Erweiterung der Streicher durch die Zusammenarbeit mit anderen Instrumenten weitere Klangfarben ins Spiel, aber auch kleinere Formationen vom Trio bis zum Solo bringen die vier MusikerInnen zu Gehör.
Weiter
Spricht man von Ernst Molden, so spricht man von einem der großen österreichischen Musikphänomene, von einem Künstler, dessen Verweigerungshaltung allem Gewöhnlichen gegenüber inzwischen zu seinem Markenzeichen geworden ist, und von einem Liedermacher, der es wie kaum ein anderer so kunstvoll versteht, der Seele und Melancholie seiner Geburtsstadt Wien eine musikalische Sprache zu verleihen. "a so a scheena dog" (monkey music), so der Titel des in wenigen Wochen erscheinenden neuen Albums des begnadeten Wiener Poeten und Songwriters, zeigt diesen von seiner bislang vielleicht persönlichsten und intimsten Seite. Mit Gitarre und Gesang klanglich auf das Minimum reduziert, entfalten die neuen Stücke gerade aus dieser edlen Zurückhaltung eine unglaubliche Anziehungskraft und Eindringlichkeit. Ein wirklich großer Wurf, der wohl nicht nur die eingefleischtesten Fans zu begeistern wissen wird.
Weiter
Ein Streichorchester gilt als gängiger Klangkörper klassischer Musik, schließlich lässt sich durch das gemeinsame Spiel der umfangreichen Instrumentenfamilie der relevante Tonbereich abdecken. Warum also nicht auch einmal aus den unterschiedlichsten Mitgliedern der farbenreichen Saxophonfamilie ein Ensemble zusammenstellen? Das dachten sich auch einige SaxophonistInnen und so fanden ambitionierte MusikerInnen zum Vienna Saxophonic Orchestra (VSO) unter der Leitung von Lars Mlekusch zusammen und betören seither mit der gesamten klanglichen Bandbreite vom Sopranino bis zum Bass die interessierten Ohren. Dazu bringen sie InterpretInnen ihre hochkarätigen musikalischen Fähigkeiten ein, denn sie setzen sich aus Mitgliedern renommierter Ensembles für Neue Musik, Gastmusikern großer Orchester oder bereits bekannter Kammermusikformationen zusammen.
Weiter
Während in der Bildenden Kunst das Werk durch KünstlerInnen selbst in Form eines Gemäldes oder einer Skulptur geschaffen wird, passiert die Realisierung von Musik meist nicht durch den oder die KomponistIn selbst, sondern bedarf der Interpretation des Notentextes durch MusikerInnen. Damit diese ihre Aufgabe auch möglichst dem Willen der KomponistInnen entsprechend ausführen, sahen und sehen sich zahlreiche Tonsetzer dazu veranlasst, neue Möglichkeiten der Notation zu suchen. Ist die Partitur also nur Mittel zum Zweck, um dem Werk zu seiner eigentlichen Bestimmung – dem Erklingen – zu verhelfen? Ganz anders sieht Christoph Herndler die Sache, denn er ist der Überzeugung, dass nicht nur die Notation das zu Spielende beeinflusst, sondern umgekehrt auch die Notation auf das Denken des Komponisten wirkt.
Weiter
Wien (OTS) - Das Popfest am Kunstplatz Karlsplatz in Wien findet heuer zum dritten Mal von 26. bis zum 29. Juli statt. Es steht diesmal ganz im Zeichen seiner programmatischen Vielfalt und Qualität.
Weiter
Wer anspruchsvollen und inspirierten Indiepop mit frankophilem Einschlag zu schätzen weiß, der sollte sich den Konzerttermin am 18. Mai in der Roten Bar des Wiener Volkstheaters im Kalender auf jeden Fall ganz dick anstreichen. Im Rahmen der WIEN.MUSIK Konzertreihe begrüßt wird mit Plexus Solaire nämlich eine Formation, die es auf wirklich wunderbare und spannende Weise versteht, gitarrenorientierter Popmusik mit französischen Texten einen ungemein eleganten und charmanten Anstrich zu verpassen. Ein Aspekt, welcher das österreichisch-französischen Bandkollektiv hierzulande zu einer echten Ausnahmestellung verhilft. Mit im Gepäck haben Plexus Solaire das neue, am Anfang des Jahres erschienene selbstbetitelte Album, das wie schon die Veröffentlichungen davor, einmal mehr mit Lobeshymnen überhäuft worden ist. Vollkommen zu Recht, hört man sich durch die in der Tat erstklassigen Stücke der in Wien ansässigen Band durch. Für mica Clubmitglieder gibt es die Karten um € 10 statt um € 12.
Weiter
Friedrich Cerha ist sowohl im österreichischen Konzertwesen - und eben gerade bei den Aspekten Salzburg - präsent wie kein anderer lebender Komponist. Was auch kein Wunder ist, denn kaum jemand hat das musikalische Leben hierzulande der letzten Jahrzehnte so intensiv mitgestaltet wie Friedrich Cerha. Am bekanntesten mag er wohl als Komponist sein, als welcher er sich neugierig mit den unterschiedlichsten Stilrichtungen auseinandersetzt, neuartige Kompositionsweisen prägte und der von sich selbst behauptet, keinen Stil zu haben. Doch auch als Leiter diverser Ensembles, Dirigent und durch seinen unermüdlichen Einsatz für (Neue) Musik und deren Vermittlung ist er weithin bekannt; nicht zuletzt als Leiter der IGNM, Kompositionslehrer und für die Herstellung des III. Aktes der von Alban Berg fragmentarisch hinterlassener Lulu. Und noch vieles mehr ist in den inzwischen zahlreich vorhandenen Publikationen über Cerha zu lesen. Doch sind es nicht die einzelnen Tätigkeiten, die das Schaffen Cerhas ausmachen. Vielmehr ist es die einerseits beharrliche Kontinuität, mit der sich der 1926 Geborene dem Musikleben und dessen Gestaltung hingibt, andererseits ist es aber auch die undogmatische Herangehensweise und das Integrieren von Unterschiedlichem, das die Persönlichkeit Cerhas ausmacht.
Weiter
Wien (OTS) - Bereits zum 4. Mal geht dieses Jahr WIR SIND WIEN.FESTIVAL DER BEZIRKE über die Wiener Bezirksbühnen. Den Auftakt zum Kulturmonat Juni bildet ein großes Fest am Michaelerplatz, u.a. mit Birgit Denk und den Novaks, Tanz Baby! und Clara Luzia. An 23 Tagen werden KünstlerInnen und Kulturvereine in allen 23 Bezirken Wiens ihre Programme präsentieren und bei freiem Eintritt zur Teilnahme und zum Mitmachen animieren.
Weiter
„Wir sind der Meinung, dass es weit mehr österreichische Komponisten gibt, die wahrgenommen werden sollten. Es gibt kaum ein Land, das über so viele so gute Komponisten verfügt wie Österreich. Freilich werden Leute wie Furrer, Haas und Neuwirth schon auch bei uns wahrgenommen. Aber drei von 600 sind einfach zu wenig“. Der das in einem mica-Interview 2008 sagte, könnte mit Fug als ein Urgestein der Neue Musik-Szene in Österreich genannt werden. Die Funktionen die Klaus Ager (geb. 1948) in seinem bisherigen Leben ausgefüllt hat und ausfüllt, berechtigen zu dieser Qualifizierung. Aber vor allem ist er selbst ein guter Komponist.
Weiter
Bereits an der Namensgebung lässt sich einiges über ein Ensemble ablesen – so auch im Fall des Pierrot Lunaire Ensemble Wien, das seinen Namen sogar beim Patentamt als Marke registrieren ließ. Einen Namen, der zunächst die Verwurzelung der Ensemblemitglieder in der Musik der Wiener Schule zum Ausdruck bringt. Gustavo Balanesco, neben Flötistin Silvia Gelos Gründer und künstlerischer Leiter des Ensembles, besitzt seit seiner Kindheit einen starken Bezug zur Musik des frühen 20. Jahrhunderts: In der Familie des Pianisten österreichisch-argentinischer Abstammung war die Musik häufiges Gesprächsthema, vor allem die Wiener Tradition, verkörpert von Musikerpersönlichkeiten wie Gustav Mahler oder Bruno Walter. Die klassische Moderne spielt denn auch in den Programmen der Formation, die in variabler Besetzung Werke vom Solo- bis zum Ensemblestück realisiert, eine wesentliche Rolle.
Weiter