Bild (c) We Don´t Dance

WE DON`T DANCE – „#1“

Wer einmal die etwas anderen, etwas untypischeren  Singer/Songwriter-Klänge zu Gehör bekommen will, der ist bei dieser Truppe  genau an der richtigen Adresse. Mit ihrem letzten Oktober erschienenen Debüt „#1“ (Session Work Records) liefern WE DON´T DANCE mehr als nur eine Talentprobe ab.

Cover „#1“

Man hat es hier mit einer Band zu tun, die es  auf sehr charmante und erfrischend unaufgeregte  Weise versteht, einen eigenen und nicht wirklich dem Gewöhnlichen entsprechenden Stil zu kultivieren. Und das auf richtig mitreißende Art. Die Lieder des Vierergespanns Lena Kuchling (Gesang, Komposition), Georg Schrattenholzer (Posaune, Tenorhorn, Synthesizer), Georg Buxhofer (E-Bass) und Hubert Bründlmayer (Schlagzeug, Perkussion) besitzen dieses gewisse Etwas, diese besondere und in die Tiefe gehende  Schwingung, die auffordert, auch ein zweites und drittes Mal hinzuhören.

Abwechslungsreiche musikalische Geschichten mit Tiefgang

Sich auf das Wesentliche, sprich, auf die schönen Melodien und das vielschichtige Songwriting besinnend, umschiffen We Don´t Dance gekonnt alles Pathetische und Ausufernde und schaffen sich auf diesem Weg eine musikalische Sprache, die mit sanftem, verträumten und lyrischem Ton etwas sehr kunstvoll Gediegenes und zugleich ein hohes Maß an Ursprünglichkeit zum Ausdruck bringt. Musikalisch verorten lassen sich die Songs der Truppe um Lena Kuchling – die nebenbei gesanglich eine wirklich beachtliche Performance abliefert –  irgendwo zwischen der Tradition des klassischen Liedermachertums einer Joni Mitchell, Jazz, Folk und Pop.

Eine Mischung, die – vor allem auch wegen der doch recht eigenwilligen Instrumentierung der Band – in einem sehr eigenständigen und zugleich sehr abwechslungsreichen Gesamtsound mündet. We Don`t Dance wissen in ihren Nummern genauso beschwingt zu tänzeln wie auch in lässiger Manier zu grooven, der Vierer zeigt genauso geheimnisvolle Seiten, wie er es auch bestens versteht, sich in schönster Weise, der Melancholie hinzugeben. Beizeiten wird es auch verspielter, dann wieder reduzierter. Das Spannende an diesem Album ist, dass eine jeder Song wirklich seine ganz eigene Geschichte erzählt.

We Don´t Dance offenbaren auf ihrem Erstlingswerk Qualitäten, die auf jeden Fall auch für die Zukunft hoffen lassen. Diese Band ist noch lange nicht am Ende der musikalischen Fahnenstange angelangt, sie hat viel Potential und wird mit Sicherheit ihren Weg machen. Man darf also gespannt sein.

Michael Ternai

Links:
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Session Work Records